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Sonntag, 28. April 2024

Benjamin Graham mahnt uns zu Geduld, denn sie ist die oberste Tugend des Investors!

Die Börsenschwankungen sind heftig, die Volatilität hoch. Viele Aktien haben Tagesschwankungen von 5 0der 10 %, das zerrt an den Nerven. Viele Anleger halten das nicht aus und werfen ihre Aktien nach einem deftigen Kursrücksetzer entnervt auf den Markt und vernichten so viel Geld. Umso belastender ist es dann, wenn der Kurs kurze Zeit später dreht und wieder Richtung alter Hochs läuft. "Ich hab's doch gewusst" denkt der Anleger dann, aber das stimmt natürlich nicht. Sonst hätte er ja nicht verkauft.

Genau dieses typische Verhalten ist der Grund dafür, dass Otto Normalanleger so viel schlechter abschneidet als der Markt. Anstatt mit Aktien durchschnittlich 8 % Rendite pro Jahr einzufahren, kommen die meisten Anleger nur auf 2 %. Weil sie zu viel traden und das nicht besonders erfolgreich. Auch wenn sie am liebsten nur ihre großem Tradingerfolge nach vorne kehren, zeigt die Bilanz im Depot die unschöne Wahrheit: mit Trading lässt sich für Normalanleger kein Geld verdienen. Nicht in der Praxis, lediglich in der Theorie und in der Rückschau. Dabei kann es so einfach sein, mit Aktien große Renditeerfolge einzufahren. Und so entspannt...

Freitag, 15. März 2024

Ken Fisher rät von Markt-Timing ab, denn "Time in the market beats timing the market"

Das Timing für den Einstieg in Aktien spielt in der Fachpresse und den Diskussionen eine große Rolle. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass die Wahrscheinlichkeit, eine steigende Aktie zu erwischen,  in einem steigenden Markt größer ist, als in einem fallenden. Getreu dem Börsenmotto "the trend is your friend". Diese Überlegungen sind geradezu verführerisch, denn sie klingen so schlüssig, so plausibel. Trotzdem erzielt die Mehrzahl der Anleger schlechtere Renditen als der Gesamtmarkt und auch die große Mehrheit der Fondsmanager schafft es nicht, besser abzuschneiden als der Durchschnitt. Die Theorie ist das eine, die praktische Umsetzung das andere. Oder wie Yogi Berra mal treffend formulierte: "In der Theorie sind Theorie und Praxis gleich. In der Praxis nicht".

Und weil so viele Anleger so schlechte Resultate erzielen, wird immer öfter zu passiven Anlageformen geraten, wie Indexfonds oder ETFs. Doch leider zeigt die Realität auch hier, dass die meisten Anleger selbst mit Indexfonds schlechter abschneiden als der Vergleichsindex. Was nicht verwundern kann, denn die Gründe liegen ziemlich klar auf der Hand...

Freitag, 10. November 2023

Warren Buffett rät: Ignoriere Quartalsergebnisse. Konzentriere Dich auf das Unternehmen und sein Business. Investiere langfristig!

Es ist Earnings Season und die Wall Street wird heftig durchgeschüttelt, weil etliche Unternehmen mit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen des Marktes und/oder der Analysten nicht ganz erreichen bzw. teilweise auch recht deutlich verfehlen. Und das liegt nicht nur an der Corona-Pandemie. Doch gerade langfristig orientierte Value-Anleger sollten sich der Worte Warren Buffetts erinnern und genau(er) hinsehen.
»Nimm eine Jahresbilanz nicht zu ernst. Schau lieber, was über einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren geschieht.«
Damit meint das 'Orakel von Omaha', dass Quartale zu kurze Zeitspannen sind, um die Entwicklung eines Unternehmens exakt zu planen und zu bewerten. Liegen ein paar Feiertage mehr auf Wochentagen in dem Quartal oder verschiebt sich ein größerer Zahlungseingang um wenige Tage, kann dies das Quartalsergebnis beeinflussen, ohne dass es für das Jahresergebnis wirklich Relevanz hätte. Und selbst der Blick von Jahr zu Jahr sei keine ausreichende Grundlage für langfristig orientierte Anleger, um die Entwicklung des Unternehmens wirklich solide einschätzen zu können. Dazu gehört schon etwas mehr...

Freitag, 3. November 2023

Kissigs Kunstfehler: Weshalb ich auf Stock-Picking setze und nicht auf Fonds oder ETFs

Unter Stock-Picking versteht man das Investieren in einzelne Aktien und es ist die Grundlage der Strategien sowohl von Value Investoren als auch von Quality Investoren.

Durch gezieltes Investieren in Aktien einer bestimmten Gesellschaft, eines bestimmten Marktes oder Sektors wird eine überdurchschnittliche Rendite erwartet. Dabei ist der Grundgedanke, dass anhand einer fundamentalen Analyse der Kennzahlen eines Unternehmens und des Marktes, in dem es sich bewegt, diejenigen herausgefiltert werden können, die sich langfristig besser entwickeln werden als der Gesamtmarkt bzw. ihr Vergleichsindex. Entweder aufgrund ihrer besonders attraktiven Bewertung oder wegen ihrer herausragenden Marktstellung, dem sog. ökonomischen Burggraben" (Engl.: "Moat"). Oder beidem.
»Die Kunst des Investierens in Aktiengesellschaften ist... einfach, zu einem vernünftigen Preis ein Unternehmen mit hervorragender Wirtschaftlichkeit und einem fähigen, ehrlichen Management zu erwerben. Danach brauchen Sie nur noch zu kontrollieren, ob diese Eigenschaften bewahrt werden.«
(Charlie Munger)
Das Stock-Picking steht damit in Konfrontation zu der Erkenntnis, dass die meisten Anleger schlechter abschneiden als der Markt. Auch und vor allem die Profis! Allerdings gibt es eine Reihe von Investoren, die über lange Zeiträume bessere Ergebnisse abliefern, wie Bernard Baruch, Warren Buffett, Philip Carret, Stanley Druckenmiller, Benjamin Graham, Philip A. Fisher, Ken Fisher, Peter Lynch, Charlie Munger, Walter Schloss, George Soros oder Sir John Templeton. Es kann also als erwiesen gelten, dass Stock-Picking erfolgreich ist - wenn man es denn richtig macht...

Donnerstag, 10. August 2023

Dividendeninvestoren setzen auf hohe Renditen - mit Business Development Companies

Business Development Companies stellen vor allem für Dividendeninvestoren eine interessante Anlagekategorie dar, zeichnen sie sich doch insbesondere durch attraktive Dividendenrenditen aus.
»Sei niemals abhängig von einem einzigen Einkommen. Investiere, um Dir eine zweite Einkommensquelle zu schaffen.«
Doch üppige Dividendenrenditen sind nicht alles! Es sind schon einige wesentliche Aspekte zu beachten, um mit überschaubarem Risiko überdurchschnittliche Renditen einzufahren...

Donnerstag, 13. Juli 2023

Joel Greenblatt verrät: Mit Spin-offs kann man relativ einfach Extrarenditen einfahren

Als Spin-off wird die Abspaltung eines Unternehmensteils bezeichnet. Eine Gesellschaft möchte sich einer Sparte entledigen, doch anstatt diese zu verkaufen, formt sie aus ihr eine eigenständige Aktiengesellschaft und 'verschenkt' diese Aktien dann an ihre Aktionäre. Die Aktionäre der Alt-AG bekommen also entweder die Aktien der Neu-AG einfach in ihr Depot übertragen und sind dann an beiden Unternehmen beteiligt, oder sie erhalten zumindest ein Bezugsrecht für deren Aktien. Und hieraus ergeben sich oft interessante Konstellationen. Bereits Benjamin Graham, Urvater des Value Investings und Lehrmeister von Warren Buffett, lehrte uns, dass Spin-offs oft zu Sondersituationen führen, bei man Unternehmensanteile unter Wert einsammeln kann. Und Börsenlegende Joel Greenblatt stößt ins selbe Horn.
»Man kann einen Haufen Geld verdienen, indem man in Spin-offs investiert. Die Fakten sind überwältigend. Aktien von Spin-off-Unternehmen übertreffen die Marktdurchschnittswerte signifikant und konstant.«
(Joel Greenblatt)
Das liegt daran, dass ein Spin-off kein normaler Börsengang ist, bei dem sich Anleger aktiv um die neuen Aktien bemühen, sondern bei einem Spin-off bekommen Aktionäre des abgebenden Konzerns die Aktien der abgespaltenen Unternehmenseinheit einfach in ihre Depots eingebucht. Das sorgt für Irritationen - und Chancen...

Mittwoch, 19. April 2023

Klasse statt Masse: Börsenlegende Philip Fisher rät Aktieninvestoren zum Focus Investing, also sich ausschließlich auf die besten Unternehmen zu konzentrieren

Benjamin Graham war ein großer Befürworter des Diversifizierens. Seiner Überzeugung nach kann eine möglichst breite Streuung im Portfolio das Risiko deutlich reduzieren, Opfer von hochemotionalen Kurseinbrüchen zu werden. Und Peter Lynch kaufte für seinen Fonds immer mehrere Werte eines ganzen Sektors, wenn er bei einem Unternehmen auf eine Perle gestoßen war. Allerdings war dies vor allem dem enormen Investitionsvolumen des Magellan-Fonds geschuldet, für den die Börsenkapitalisierungen vieler Einzelwerte einfach zu klein waren und darüber hinaus hatte er hier strikte zu befolgen, die eine stärkere Fokussierung auf einige wenige Titel erschwerten.

Börsenlegende Philip A. Fisher rät Anlegern, sich auf einige wenige Aktien zu konzentrieren: die besten.
»Anleger sollten peinlich genau darauf achten, nicht die meisten, sondern die besten Aktien zu halten. Bei Aktien kann Masse niemals mehr als schwacher Ersatz für Klasse sein.«
(Philip A. Fisher)
Für Fisher stellt eine breite Diversifikation weniger einen zusätzlichen Schutz vor Risiken dar, als viel mehr eine (zu) starke Verwässerung der Chancen. Klasse statt Masse ist auch hier sein Credo und das fußt natürlich darauf, dass man sich zuvor intensiv mit "seinen" Unternehmen auseinandergesetzt und diese gründlich analysiert hat, bevor man sich ihre Aktien ins Depot legte. In seinem Buch "Die Profi-Investment-Strategie" hat Fisher hierzu konkrete Ausführungen gemachte und die aus seiner Sicht optimale Aufstellung eines Depots dargelegt.

Dienstag, 27. Dezember 2022

Kissigs Aktien Report: Ganz einfach starke Renditen mit der Dogs of the Dow-Strategie

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 118 vom 16.12.2022

Montag, 21. November 2022

Risikovermeidung geht vor Renditemaximierung: Benjamin Grahams 7 Kriterien für das erfolgreiche Investieren

Benjamin Graham war ein einflussreicher US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler und legendärer Investor. Er gilt als Vater der fundamentalen Wertpapieranalyse, der Basis für das Value Investing. Geprägt von ruinierenden Kursverlusten während der Weltwirtschaftskrise stand für Graham zeitlebens immer der Kapitalerhalt und das Minimieren von Risiken an erster Stelle noch vor dem Erzielen einer Rendite. Wenn man bedenkt, dass nur etwas mehr als die Hälfte aller Investments auch positive Resultate erzielen, dann führt das Vermeiden von größeren Verlusten fast zwangsläufig zu überdurchschnittlichen Renditen.
»Wenn die Verluste minimiert werden, erzeugen durchschnittliche Gewinne überdurchschnittliche Ergebnisse.«
(Benjamin Graham)
Die Risiken zu begrenzen und ausschließlich auf sichere Investments zu setzen, darin wurde Benjamin Graham zum Experten. Der Lehrer und Mentor Warren Buffetts veröffentlichte 1934 gemeinsam mit David Dodd das Buch "Die Geheimnisse der Wertpapier Analyse" (orig.: "Security Analysis"), welches noch heute als Bibel der Value Investoren gilt. 1949 erschien die Erstausgabe von "Intelligent investieren" (orig.: "The Intelligent Investor"), einer etwas populärwissenschaftlicheren Version von "Security Analysis". Hierin benannte der "Dekan der Wall Street" seine 7 Kriterien für erfolgreiches Investieren für den privaten Investor.

Montag, 14. November 2022

Kissigs Aktien Report: Erfolgreiches Investieren ist... die Kunst, nicht zu verkaufen

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 113 vom 04.11.2022

Freitag, 14. Oktober 2022

The easy way of investing: Besiege Deine Angst vor Kursverlusten!

Die Angst vor Kursverlusten... davon sollte muss man sich beim Investieren frei machen. Denn Kursverluste gehören dazu, selbst die besten Investoren liegen selten bei mehr als der Hälfte ihrer Investments richtig; entscheidend ist, wie man mit seinen Fehlentscheidungen umgeht und dass man stets die Risiken im Blick hat - bevor man investiert und den Chancen nachjagt!

Ich habe in meinen mehr als 30 Jahren an der Börse sehr viel Lehrgeld bezahlt für die Erkenntnis, dass man sich auf die relativ sicheren Investments konzentrieren sollte und nicht auf die gehypten Hot-Stocks, Kursraketen oder Renditeknaller. Ich habe auch erst mit der Zeit und nach reichlich Fehlern herausgefunden, dass ich mit Quality Investments am besten fahre, mit überdurchschnittlichen Renditen bei geringerem Risiko. Alles ganz simpel, alles ganz sutsche...

Freitag, 15. April 2022

Weshalb sich solide Dividendenwerte für Anleger richtig auszahlen können

Am Sinn von Dividendenausschüttungen scheiden sich die (Anleger-) Geister. Während die einen Dividenden für elementar halten, vertreten andere die Auffassung, sie seien schlicht Geldverschwendung. Man solle lieber auf Unternehmen setzen, die ihre Gewinne thesaurieren, also komplett einbehalten, denn dadurch erhöhe sich der Wert des Unternehmens. Und folglich auch der Aktienkurs.

Auf die Dividendenrendite bin ich schon eingegangen, daher möchte ich jetzt andere wichtige Aspekte in den Fokus nehmen. Denn Dividenden polstern in Zeiten von Kursflauten das Konto erfreulich auf und stellen auf lange Sicht immerhin rund 40 % des Gesamtertrages eines Depots aus. Grund genug also, Dividenden ein wenig (mehr) Beachtung zu schenken!

Sonntag, 10. April 2022

Verbilligen oder Verluste begrenzen? Peter Lynch weiß, wie's richtig geht. Und wann...

Wenn die Kurse fallen stellt sich Anlegern die Frage, wie sie damit richtig umgehen sollten. Sollten sie ihre bestehende Position ausbauen, also den Einstandskurs verbilligen, oder lieber konsequent die Reißleine ziehen und die Verluste begrenzen?

Eine pauschale richtige Antwort gibt es auch in diesem Fall nicht, denn es kommt entscheidend auf die jeweilige Situation an. Beide Verhaltensweisen können genau das Richtige sein; es kommt darauf an, dass Anleger sich nicht von Angst oder Gier treiben lassen, sondern möglichst emotionslos analysieren, ob ein Nachkauf oder ein Verkauf die positivere Auswirkung auf ihre Gesamtrendite hat.
»Du wirst Deine Ergebnisse nicht verbessern, indem Du die Blumen ausreißt und das Unkraut gießt.«
(Peter Lynch)
Investorenlegende Peter Lynch, der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre, hat hier eine sehr passende Metapher gewählt, um Anlegern eine erste wichtige Entscheidungshilfe zu geben. Aber natürlich steckt noch etwas mehr dahinter...

Samstag, 16. Oktober 2021

Turnaround-Spekulationen als Value Investment? Ernsthaft? Ernsthaft!

Spricht man an der Börse von einem Turnaround, hat man es mit einem Unternehmen zu tun, das in erheblichen Schwierigkeiten steckt. Das kommt gar nicht so selten vor und Peter Lynch klassifiziert deshalb in seinem Klassiker "Der Börse einen Schritt voraus" Turnaround-Werte gar als eigene Aktienkategorie. Bei diesen wankenden Unternehmen hat sich der Aktienkurs zumeist entsprechend negativ entwickelt und ist entweder stetig oder plötzlich deutlich zurückgegangen. Die Unternehmen reagieren überwiegend mit den selben Maßnahmen darauf: Stilllegung von Fabriken, Freisetzung von Personal, Veräußerung von Randbereichen, radikale Kostenreduzierung, Konzentration auf das Kerngeschäft.

»Sanierungen sind keine aufregenden Equity-Storys, aber bei Erfolg überaus ertragreich.«
(Hendrik Leber)

Wenn Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen und ihr Börsenkurs abstürzt, kann dies eine lukrative Chance für Anleger sein. Und zwar nicht nur für Spekulanten, die der Nervenkitzel reizt, sondern auch für langfristig orientierte Value-Investoren...

Freitag, 30. Juli 2021

Erste Zwischenbilanz: Wie erfolgreich ist Kissigs "Stars of Cash-Strategie"?

Meine "Stars of Cash-Strategie" hatte ich am 19. Dezember 2019 vorgestellt. Damals hatten sich die Aktienkurse rasant erholt nach den dreimaligen heftigen Einbrüchen im Jahr 2018, die rückblickend nur ein Klacks waren angesichts des Coronaeinbruchs, der uns dann im Frühjahr 2020 bevorstand. Auch von diesem Einbruch haben sich die Aktienkurse erholt und ich möchte mal eine erste Zwischenbilanz ziehen, ob ich mit dem Grundgedanken "Cash is King" wirklich richtig lag. Also nicht mit einer hohen Cashquote im Depot, sondern einer hohen Gewichtung von Cash- und Compoundingmonstern...

Sonntag, 25. Juli 2021

Peter Lynch rät: Teile Aktien in Kategorien ein, um sie richtig bewerten zu können

Wer sein Geld in Unternehmen investieren will, möchte (Kurs-) Gewinne erzielen. Dies gelingt zumeist nur, wenn das Unternehmen Gewinn erwirtschaftet und zwar dauerhaft. Bei der Betrachtung der Gewinne kennt man allerdings nur die Vergangenheit, während die zukünftigen Aussichten/Erträge geschätzt werden müssen. Das macht die Bewertung schwierig.

Um diese Einschätzung erfolgreich vornehmen zu können, rät Peter Lynch in seinem Buch "Der Börse einen Schritt voraus" (hier zu meiner Kurzrezension) dazu, Aktien in sechs Kategorien einzuteilen.
»Unterteile Aktien in Kategorien und bewerte sie entsprechend. Wenn du Aktien in Kategorien teilst, weißt du besser, was du von ihnen erwarten kannst.«

Sonntag, 4. Juli 2021

Warren Buffett warnt, IPOs hätten mehr Ähnlichkeit mit Lottospielen als mit Investieren

Initial Public Offering (IPO) heißt es neudeutsch, wenn eine Aktiengesellschaft den Sprung aufs Börsenparkett wagt. Hierfür erstellt das Unternehmen einen umfassenden Emissionsprospekt, der alle relevanten Informationen enthalten muss - vor allem aber Erläuterungen zu den Risiken. Die diversen Börsenblättchen (und Blogs) berichten über den Börsengang und geben ggf. Handlungsempfehlungen ab. Da kann ja wohl kaum etwas schiefgehen, oder...?

Sonntag, 23. August 2020

Sind Unternehmensanleihen eine Alternative zu Aktien? Oder vielleicht sogar mehr?

Oft bieten Unternehmensanleihen attraktive Zinskonditionen, jedenfalls verglichen mit den dürftigen Angeboten der öffentlichen Hand. Denn Bundesanleihen bringen inzwischen bisweilen sogar schon Negativrenditen und das Kapital wird durch die Inflation zusätzlich angeknabbert - eine negative Gesamtrendite ist die Folge.

Wer sich in ein Unternehmen einkauft, ist auch an dessen Gewinnen und Verlusten beteiligt. Am einfachsten geht dies bei börsennotierten Aktiengesellschaften über den Erwerb der entsprechenden Aktien an der Börse. Dabei muss sich die Aktienkursentwicklung nicht an der Entwicklung des Unternehmens orientieren, auf lange Sicht ist dies jedoch meistens der Fall. Und deshalb sollte man Geduld mitbringen und langfristig in ausgesuchte Top-Unternehmen investieren.

Doch auch bei der sorgfältigsten Auswahl kann es vorkommen, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten gerät und vielleicht sogar Insolvenz anmelden muss; die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen uns das ja gerade explizit vor Augen. Hier ist einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Aktien und Unternehmensanleihen zu verorten: Aktionäre sind Eigentümer, Anleihebesitzer sind Gläubiger. Im Insolvenzfall erhalten zunächst die Gläubiger ihr Geld - oftmals nur anteilig zur Insolvenzquote - und nur wenn die Gläubiger vollständig bedient werden konnten, wird der verbliebene Restwert auf die Eigentümer verteilt. Das Risiko für den Investor ist also bei Aktien größer als bei Anleihen.

Samstag, 7. März 2020

Kissigs Kunstfehler: Ist eine hohe Cash-Quote für günstige Gelegenheiten wirklich eine gewinnbringende Idee?

Ich bin inzwischen seit gut 35 Jahren an der Börse aktiv und habe meinen Investmentstil seit meinen Anfängen erheblich verändert. Aus meiner Sicht weiterentwickelt, weg vom Kurs getriebenen eher kurzfristig orientierten Anleger hin zu einem Value und Quality Investor.

Seit einiger Zeit habe ich nun wachsende Zweifel an einer meiner seit vielen Jahren bestehenden Investmentgrundsätze und musste sogar feststellen, dass ich ihn schon länger nicht mehr konsequent befolge. Höchste Zeit also, mich zu disziplinieren oder aber den Ursachen auf den Grund zu gehen. Oder beides. Das Ergebnis, meine Selbsterkenntnis ist, dass ich mich - erneut - weiter entwickelt habe. Ob ich meinen Investmentstil auch verbessert habe, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

Aber es geht natürlich nicht um einen Trial-and-Error-Feldversuch, sondern ich habe die Argumente sorgsam gegeneinander abgewogen und - zu meiner Erleichterung - am Ende die besseren Argumente auf meiner (neuen) Seite. Oder mit Churchills Worten: "Dass ich meine Meinung geändert habe, ändert nichts an der Tatsache, dass ich immer noch Recht habe". ツ

So, nun aber zum Eingemachten: bei meinem Umdenken geht es um die Cash-Quote und die Frage, ob das dauerhafte Halten einer hohen Cash-Quote, um bei starken Kursrückschlägen günstig Aktien einsammeln zu können, wirklich besser ist, als stets weitgehend investiert zu sein, sowohl im Börsenaufschwung wie auch im -absturz. Und dabei geht es mir nicht um Market-Timing, das gleich vorab, sondern um ganz pragmatische Überlegungen und Erfolgsaussichten, um langfristig höhere Renditen einzufahren.

Dienstag, 17. Dezember 2019

Kissigs "Stars of Cash-Strategie": Börsengewinne simplified - Einfach nur auf die Cash-Sparschweine Microsoft, Berkshire Hathaway, Alphabet, Apple und Facebook setzen?

"Cash is King" ist so eine geflügelte Redensart, die in Zeiten von Negativzinsen und Bargeldverboten ziemlich antiquiert klingt. Anleger lieben hingegen Cashcows, die Gelddruckmaschinen der Unternehmerwelt, weil sich aus den Cashflows Investitionen in Forschung & Entwicklung, Dividenden und Aktienrückkäufe speisen. Und dann gibt es noch die Unternehmen, bei denen sich trotz aller Bemühungen über die Jahre enorme Cash-Bestände aufgebaut haben, so dass sich der Gedanke aufdrängen könnte, die wüssten nichts Sinnvolles damit anzufangen. Oder liegt genau hierin vielleicht eine unterschätze Chance auf außerordentliche Renditen für die Anleger?