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Dienstag, 18. August 2026

Starkes Wachstum, üppiger Kursanstieg - hat Vincorion das Zeug zu (noch) mehr?

Vincorion ist ein weitgehend unbekanntes, aber technologisch etabliertes Unternehmen innerhalb der europäischen Sicherheits- und Luftfahrtindustrie. Dabei präsentiert sich die ehemalige Jenoptik-Tochter als Anbieter missionskritischer Energie- und Mechatroniksysteme für militärische und zivile Anwendungen.

Das Unternehmen ist erst seit Mitte März an der Börse notiert und hat seitdem zweimal Zahlen vorgelegt. Der Aktienkurs ist volatil, liegt aber inzwischen um mehr als 25% über dem Ausgabepreis von 17 Euro. Da stellt sich die Frage, ob da für Anleger noch mehr zu holen ist...

Donnerstag, 25. Juni 2026

OHB wagt den Sprung vom Weltraum zurück aufs Parkett - und KKR sahnt so richtig ab

Der Bremer Satellitenspezialist OHB drängt zurück an die Börse und es wurde die Ausgabe von 1.605.388 neuen Aktien (entsprechend 8,35% des Grundkapitals) gegen Bareinlagen beschlossen als erste von zwei Tranchen zur Kapitalerhöhung. Die Aktien werden "qualifizierten internationalen Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung" zu einem Platzierungspreis von 300 Euro je Aktie mittels eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens angeboten, wodurch OHB einen Bruttoemissionserlös von 481,6 Mio. Euro erwartet. Und diese Mittel fließen dem Unternehmen nur zum Teil zu.

Die Gründerfamilie Fuchs hält die Mehrheit. Finanzinvestor KKR & Co. war erst vor zwei Jahren im Wege eines "Going Private" für 44 Euro je Aktie eingestiegen und hält seitdem 28,6% der Anteile.

Bei der Kapitalerhöhung haben Familie Fuchs und KKR auf die Ausübung ihrer Bezugsrechte verzichtet, so dass sich ihr Anteil am Unternehmen verringert und sich der Streubesitz von bisher 5,7% auf bis zu 19,2% erhöht.

Die zweite Tranche der Kapitalerhöhung, und damit bis zu 97.092 neue Aktien, wird den übrigen Aktionären während der Bezugsfrist vom 25. Juni bis zum 8. Juli 2026 zum Bezug zum Bezugspreis von ebenfalls 300 Euro je neuer Aktie angeboten.

Vom Gesamtemissionserlös entfallen 510 Mio. Euro auf neue Aktien, die von OHB ausgegeben werden. Mit dem Geld will das Unternehmen Übernahmen und Investitionen im Zuge einer Konsolidierung des europäischen Raumfahrtmarkts stemmen. Die restliche Summe von rund 368 Mio. Euro geht an Finanzinvestor KKR, der auf diese Weise seinen geplanten Teilausstieg bei OHB realisiert.

Zum Vergleich: KKR legte bei seinem Einstieg für das Gesamtpaket 338 Mio. Euro auf den Tisch und hat damit seinen Einsatz bereits verdient – zusätzlich hält man auch künftig ein üppiges Anteilspaket an OHB und wird vom Boom im Raumfahrtsektor profitieren.

Apropos: Die Bremer haben mit Rheinmetall das Joint Venture "OHB Rheinmetall Space Networks GmbH" gegründet. Dahinter steht das Ziel, der Bundeswehr im Zuge von SATCOMBw Stufe 4 eine leistungsfähige, geschützte und dauerhaft verfügbare Kommunikationsarchitektur zu liefern. Das neue Unternehmen soll dabei die Gesamtverantwortung übernehmen - von der Entwicklung und Integration über die Lieferung bis hin zum Betrieb, einschließlich IT-Sicherheit und Cyber Operation Center. Durch das System sollen Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen vernetzt und Sprache, Daten und Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen hinweg sicher übertragen werden.

Meine Einschätzung

Der Space-Sektor ist momentan so ziemlich der angesagteste heißeste Scheiß an der Börse, seit der Börsengang von SpaceX die Welt elektrisierte. OHB nutzt die Gunst der Stunde und will möglichst viel Geld aus dem Hype herauskitzeln - zur Recht. Und KKR wird dabei eine ordentliche Stange Geld verdienen und auch künftig über seine restliche Beteiligung an diesem Weltraumabenteuer teilhaben. Das gefällt mir - beides.

In SpaceX werde ich nicht investieren - weil ich nicht in Elon Musk investieren möchte. Ich habe größte Achtung vor seinen unternehmerischen Erfolgen. Punkt. Mehr Positives fällt mir zu Elon Musk nicht ein.

In Sachen Weltraumabenteuer setze ich auf Herausforderer Rocket Lab - und natürlich auf Star Trek und Star Wars. Aber das ist eine andere Geschichte... ツ

Disclaimer: Habe KKR, Rheinmetall, Rocket Lab auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Dienstag, 16. Juni 2026

[Kissigs Kloogschieterei] IPOphorie: (Only) the SpaceX is the Limit...

Wir erleben eine niemals enden wollende Börsenparty, der irgendwie nicht die Luft auszugehen scheint; genauer gesagt: das Geld. Gerade erst wurde das IPO von SpaceX verarbeitet und hat viele Milliarden Dollar aus dem Markt gesaugt, die zuvor andernorts investiert waren - das sorgte für einige Börsenturbulenzen. Die Werbetrommel für den größten Börsengang aller Zeiten wurde maximal gerührt, selbst in Deutschland wurden Privatkunden von allen Banken und Brokern mit dem Thema umworben – ein Novum, denn bisher bekamen deutsche Anleger keinen Zugriff auf US-Börsengänge. Doch nun ist alles anders, denn jeder will den Erfolg dieses IPOs der Superlative. Und die Börse bekam, was sie bestellt hatte...

Sonntag, 14. Juni 2026

Kissigs Wochenrückblick 24/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Almonty, Rocket Lab, Vincorion, Deutsche Rochstoff, Texas Pacific Land - doch SpaceX sprengte alle Ketten

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung nebst altkluger Einschätzungen. Natürlich... ツ

Mittwoch, 20. Mai 2026

OHB geht steil – und KKR verzehnfacht mal eben seinen Einsatz

SpaceX strebt an die Börse und im Windschatten von Elon Musks Weltraumfirma heben auch alle anderen Space-Aktien ordentlich ab. Das ist bei der Bremer OHB nicht anders. Und "mein" Finanzinvestor KKR & Co. verdient daran ordentlich mit.

Die OHB SE führt eine Unternehmensgruppe, die sich zu den führenden unabhängigen Kräften in der europäischen Raumfahrtindustrie zählt. Das Geschäft ist in drei Segmente unterteilt. Im Segment SPACE SYSTEMS konzipiert, entwickelt und realisiert OHB komplette Raumfahrtsysteme, insbesondere erdnahe und geostationäre Satelliten für die Umwelt- und Wetterbeobachtung, die zivile und militärische Aufklärung, die Telekommunikation und die Navigation. Außerdem steht der Bereich Weltraumsicherheit im Fokus. Im Segment AEROSPACE werden kleine Trägerraketen entwickelt und gefertigt. Für große Trägerraketen, hauptsachlich für das europäische Ariane-Programm, werden wesentliche Komponenten, Tanks und Strukturen zugeliefert.

Das (noch halbwegs) börsennotierte Unternehmen war vor zwei Jahren im Wege eines "Going Private" von der Börse genommen worden durch die Gründerfamilie Fuchs und den Finanzinvestor KKR. Damals wurden 44 Euro je Anteil bezahlt und KKR hält seitdem 28,6% aller Anteile.

Nun explodieren die Geschäfte bei OHB geradezu und das nötige Finanzierungsvolumen steigt immens – OHB strebt daher zurück an die Börse. Und in diesem Zusammenhang will KKR den Großteil seiner Beteilung versilbern. Ein tolles Geschäft, denn KKR ließt den OHB-Einstieg seinerzeit 338 Millionen Euro kosten und dieser Anteil ist nach rund zwei Jahren aktuell knapp 3,5 Milliarden Euro wert!

Eine glatte Verzehnfachung in dieser kurzen Zeit ist auch für einen so erfolgreichen Finanzinvestor wie KKR kein Alltagsgeschäft und dürfte nach Vollendung zu einem stattlichen Ergebnisbeitrag führen: OHB wird nach der Kursvervielfachung nun mit rund 11 Milliarden Euro wert, während es KKR auf knapp 75 Milliarden Euro Börsenkapitalisierung bringt. Aber KKRs Assets under Management liegen bei 758 Milliarden USD per Ende März 2026. Da fällt OHB kaum auf. Aber in den Earnings von KKR wird man die Erfolgsprovision schon spüren.
Billig kaufen, teuer verkaufen ist KKRs Geschäftsmodell. Bei OHB hat sich das wieder einmal satt bewährt…

Disclaimer: Habe KKR auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 15. Mai 2026

[Guru Investing] Bill Ackmanns neue Magnificent 7-Liebe ist... ausgerechnet Microsoft?!

Bill Ackman ist ein aktivistischer Investor, der sich (immer noch) gerne in börsennotierte Unternehmen einkauft, um dann deren Management öffentlichkeitswirksam zu Änderungen zu drängen, damit die unterbewerteten Qualitäten des Unternehmens gehoben werden können.

Vor einigen Jahren erweiterte Bill Ackman seinen Investorenwerkzeugkasten um neue Strategien und kauft sich inzwischen überwiegend in großartige Unternehmen ein, die über solide Cashflows und einen enormen ökonomischen Burggraben verfügen. Dabei ist sein Portfolio extrem fokussiert auf nur die aussichtsreichsten Qualitätsunternehmen, auf die er dann große Summen setzt. Und wenn er sich irrt, schmeißt er diese Aktien schnell und konsequent wieder aus dem Depot seines Hedgefonds Pershing Square.

Und auch wenn Ackmann nicht immer richtig liegt mit seinen Investments, fährt er doch insgesamt überzeugende Renditen ein. Daher lohnt ein Blick auf seine Positionsveränderungen und seine dahintersteckenden Motive allemal...

Donnerstag, 7. Mai 2026

[Earnings Quickcheck Q1/26] Vincorion: Willkommen im Milliardenspiel

Die Vincorion SE ist ein weitgehend unbekanntes, aber technologisch etabliertes Unternehmen innerhalb der europäischen Sicherheits- und Luftfahrtindustrie. Dabei präsentiert sich die ehemalige Jenoptik-Tochter als Anbieter missionskritischer Energie- und Mechatroniksysteme für militärische und zivile Anwendungen.

Die Aktie ist erst seit wenigen Wochen börsennotiert und durchaus eine interessante Bereicherung des Kurszettels. Das bildet inzwischen auch der Aktienkurs ab, der infolge der Zahlen zum ersten Quartal 2026 die Nach-IPO-Konsolidierung beendet hat und deutlich über den Ausgabepreis gestiegen ist. Dabei überwand er nun auch die Marke von einer Milliarde Euro bei Börsenwert. Und dafür gibt es gute Gründe...

Freitag, 13. März 2026

Die Technologieschmiede Vincorion bespielt die Megatrends Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung und strebt nun an die Frankfurter Börse

Von IPOs halte ich mich grundsätzlich fern, weil die Aktien seitens des Verkäufers meistens maximal ausgereizt an die Börse gebracht werden. Es hat sich bewährt, dem Unternehmen anschließend erstmal Zeit zu geben, sich in den nächsten Monaten mit seinen Geschäftszahlen zu beweisen.

Vincorion weckt allerdings mein Interesse. Nicht nur, weil das Unternehmen ein stark positionierter Anbieter im boomenden Bereich Rüstung sowie Luft- und Raumfahrt ist, sondern weil es seinen Sitz in meiner Heimatstadt Wedel hat - und sich die Büroräume meiner Firma früher im selben Gebäude befanden. Das alleine reicht natürlich nicht, um ein attraktives Investment zu sein. Aber Vincorion hat wohl noch einiges mehr zu bieten...

Sonntag, 14. September 2025

Kissigs Kloogschieterei: Zinssenkungen ante portas. Und da kommt Freude auf!?

Während die US-Börsen weiter fleißig neue Allzeithochs erklimmen, trüben sich die Aussichten in der US-Wirtschaft zunehmend ein. Zuletzt hat der Arbeitsmarkt kräftig enttäuscht und auch wenn Donald Trump dies auf fehlerhafte Statistiken zurückführt und deshalb die Behördenchefin rauswarf, verfestigt sich der Eindruck, dass die goldenen Zeiten erstmal vorbei sind.

Das liegt vor allem an Trumps Zoll-Politik, denn die lässt die Einfuhren in die USA und damit den Welthandel kräftig stottern. Und die kräftig erhöhten Staatseinnahmen durch die Strafzölle werden vor Gericht überprüft – es drohen Rückerstattungen in Billionenhöhe und damit erhebliche Turbulenzen an den Bondmärkten. Und in der Folge dann auch an den Aktienbörsen...

Donnerstag, 24. Juli 2025

Börsenweisheit des Tages | 24.07.2025

"Du brauchst dich nicht wirklich darum zu kümmern was bei IPOs eigentlich los ist. Leute gewinnen jeden Tag im Lotto."
(Warren Buffett)

Donnerstag, 17. Juli 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Springer Nature: Kostenlose Inhalte als Wachstumstreiber

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 13/2025 vom 09.07.2025

Aktien in dieser Ausgabe: Steyr Motors, Springer Nature, Pfisterer

Mittwoch, 9. Juli 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Steyr Motors: Endlich ausgestottert?!

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 13/2025 vom 09.07.2025

Aktien in dieser Ausgabe: Steyr Motors, Springer Nature, Pfisterer

Sonntag, 4. Mai 2025

Börsenweisheit des Tages | 04.05.2025

"Ein Börsengang ist wie ein ausgehandeltes Geschäft, bei dem der Verkäufer entscheidet, wann er an die Börse geht, und es ist unwahrscheinlich, dass der Zeitpunkt besonders günstig für den Käufer ist."
(Warren Buffett)

Mittwoch, 28. Juni 2023

Kissigs Aktien Report: Kann man bald mit Börsengängen wieder richtig Geld verdienen?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 138 vom 23.06.2023

Montag, 13. März 2023

Kissigs Aktien Report: IONOS und Porsche – Ein Memo über Chancen und Risiken bei Börsengängen

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 125 vom 04.03.2023

Montag, 10. Oktober 2022

Kissigs Aktien Report: Wenn der "Greater Fool" dein Joker beim Investieren ist, biste selbst der Dumme…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 108 vom 30.09.2022

Montag, 19. September 2022

Kissigs Aktien Report: Porsche rast an die Börse - gibt die Porsche Holding-Aktie jetzt endlich auch Gas?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 7. März 2022

Kissigs Aktien Report: Nur Gewinner?! VW lässt Porsche auf die Börse los

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Sonntag, 4. Juli 2021

Warren Buffett warnt, IPOs hätten mehr Ähnlichkeit mit Lottospielen als mit Investieren

Initial Public Offering (IPO) heißt es neudeutsch, wenn eine Aktiengesellschaft den Sprung aufs Börsenparkett wagt. Hierfür erstellt das Unternehmen einen umfassenden Emissionsprospekt, der alle relevanten Informationen enthalten muss - vor allem aber Erläuterungen zu den Risiken. Die diversen Börsenblättchen (und Blogs) berichten über den Börsengang und geben ggf. Handlungsempfehlungen ab. Da kann ja wohl kaum etwas schiefgehen, oder...?

Samstag, 27. März 2021

Friedrich Vorwerk startet erfolgreich an die Börse und macht auch Mutter MBB glücklich

Es ist vollbracht: Friedrich Vorwerk hat sein IPO hinter sich gebracht und notiert nun eigenständig an der Börse. Der Emissionspreis war auf €45 festgelegt worden und damit im unteren Drittel der zuvor verkündeten Angebotsspanne.

Der erste Kurs wurde am 25. März mit €46,88 festgestellt, nachdem die insgesamt 9,2 Millionen Aktien zugeteilt worden waren. Zum Ausgabepreis wird das Unternehmen mit rund €900 Mio. bewertet, während Friedrich Vorwerk aus dem Börsengang selbst brutto €90 Mio. zufließen, mit denen das Unternehmen vor allem im Wasserstoff-Sektor expandieren will. Das Emissionsvolumen lag bei €414 Mio. und davon fließt ein Großteil in die Tasche von MBB, die Vorwerk erst im Juli 2019 übernommen hatten. Für den Anteil von 60% zahlte MBB €17,67 Mio. und direkt im Anschluss kaufte man noch Wettbewerber Bohlen & Doyen für weitere €5,6 Mio. Allerdings wurde erklärt, dieses Add-on würde über Vorwerk abgewickelt. woraus sich auch erklären dürfte, weshalb MBB in seinen Unternehmenspräsentationen im Februar seinen Anteil an Vorwerk mit 66,67% auswies: MBB dürfte also B&D als Sacheinlage in Vorwerk eingebracht und so seinen Anteil erhöht haben.

> Berichtigung aufgrund eines Leserkommentars vom 28.03.2021, 17:23: 
Der 66,67-prozentige Anteil von der MBB SE an der Friedrich Vorwerk Group SE ist dadurch entstanden, dass MBB und ALX/ CEO Kleinfeld jeweils ihre Anteile an der jetzigen Friedrich Vorwerk SE & Co KG per Sacheinlage in die Friedrich Vorwerk Group SE eingebracht haben (vgl. Unternehmensregister, Jahresabschlüsse 2019 und 2020 bzw. Wertpapierprospekt) und die Witwe des Firmengründers ihre Anteile weiter direkt hält (sie hat ihren 10-prozentigen Anteil an der KG nicht in die Friedrich Vorwerk Group SE eingebracht). Dadurch ist dieses komplexe Konstrukt entstanden. Und damit schlägt auch nicht das Ergebnis der KG zu 100% in die Friedrich Vorwerk Group SE durch, weshalb der Korrekturposten "Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter" in der GuV des Jahres 2020 unterhalb des EBIT entstanden ist.

Wie hoch MBBs Anteil an Vorwerk nach dem Börsengang ist, steht noch nicht abschließend fest. Es gibt auch eine Greenshoe-Option, bei der ggf. weitere Aktien an Interessenten angegeben werden, so dass wir erst in einigen Tagen Gewissheit erlangen. Der MBB-Anteil an Vorwerk dürfte nun aber so um die 35% liegen.

> Ergänzung vom 03.04.2021, 19:36 
Der Greenshoe wurde vollständig ausgeübt. MBB hält nun noch 36% an Friedrich Vorwerk und hat für die insgesamt verkauften 4,8 Mio. Aktien brutto €216 Mio. (netto rund €200 Mio.) eingenommen.

Für MBB ist dies ein weiterer großer Erfolg. Man hat innerhalb von zehn Jahren nun schon zum dritten Mal sehr günstig ein werthaltiges Unternehmen gekauft (Claas, Aumann, Vorwerk), das man dann in nur wenigen Jahren zur Börsenreife geführt und seinen Einsatz vervielfacht hat. Und trotzdem noch einen Großteil der Anteile hält, obwohl man zusätzlich sehr viel Geld in die Kasse bekommen hat.

Viel besser und einen höheren Mehrwert für die eigenen Aktionäre als MBB kann man kaum schaffen. Daher ist und bleibt MBB eine meiner am höchsten gewichteten Langfristpositionen.

Disclaimer: Habe MBB auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.