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Montag, 16. Februar 2026

Kissigs Portfoliocheck: Prem Watsa setzt mit Orla Mining den Goldstandard

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 322. Portfoliocheck schaue ich wieder in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Die vierteljährlich über das 13F-Formular an die US-Börsenaufsicht SEC zu meldenden US-Aktienpositionen geben dabei nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wider. Der Gesamtwert des Vermögens von Fairfax Financial belief sich allerdings am 30.9.2025 auf 73,3 Mrd. USD wovon 11,8 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Drei Monate zuvor waren es noch 70,3 Mrd. und 10 Mrd. USD gewesen. Watsa hatte also erneut ein sehr erfolgreiches Quartal zu verbuchen. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein Anteil von 27 % an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Limited, 31 % an Quess Corp Limited, sowie der bestimmende Anteil an Fairfax India.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 3. Quartal 2025 ist interessant: Das Portfolio von Fairfax Financial legte von 1,87 auf 2,06 Mrd. USD ordentlich zu. Watsas Turnoverrate sank von 5 % auf 1 % und näherte sich der Inaktivität. Unter den nun 29 Positionen befinden sich drei Neuzugänge.

Beim früheren Smartphone-Giganten und heutigen Security-Softwareanbieter BlackBerry ist Watsa schon viele Jahre an Bord und begleitete das Unternehmen durch Dick und Dünn. Seit einiger Zeit reduziert er allerdings seine Position und auch zuletzt gab er erneut 13 % seiner Anteile ab. Vollständig getrennt hat er sich von Autohome und Lifeway Foods. Auf der Kaufseite taucht das Modelabel Lululemon Athletica neu auf und auch Dollar Tree, die beide zu den größten Verlierern der letzten Jahre gehörten. Watsa setzt hier wohl auf einen erfolgreichen Turnaround. Zudem hat Watsa seine Position an Kraft Heinz moderat aufgestockt und agiert damit gegensätzlich zu Warren Buffett, der die anstehende Aufspaltung des Konzerns öffentlich kritisiert hat

In Prem Watsas Aktiendepot dominieren Rohstoffwerte mit einem Anteil von 38,5 % vor Energiewerten mit 15 % und dem Gesundheitssektor mit 12,5 %. Knapp dahinter liegen Technologiewerte mit 9,6 % und defensive Konsumwerte mit 9,5 % Gewichtung. Orla Mining sucht nach Gold-, Silber-, Zink-, Blei- und Kupferlagerstätten und ist mit einem Anteil von knapp 30 % Prem Watsas mit Abstand größte Position im Depot. Watsa begann im 3. Quartal 2022 mit seinen Käufen, als die Aktie zwischen 2,40 und 3,70 USD notierte, und stockte bei steigenden Kursen mehrfach deutich seine Position auf. Die erhöhte Aktienanzahl sowie der auf inzwischen über 17 USD gestiegene Kurs machen Orla Mining zum größten und einem der profitabelsten Investment von Prem Watsa in den letzten Jahren – und das liegt nicht alleine am deutlichen Anstieg des Goldpreises. Insgesamt gehören Watsa inzwischen rund 16,75 % an dem Minenunternehmen. Und Watsa sieht hier noch reichlich Potenzial...

-▶ zum Artikel auf aktienmagazin.de

Disclaimer: Habe Fairfax Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Freitag, 30. Januar 2026

Börsenweisheit des Tages | 30.01.2026

"Gold ist ein auf Glauben basierendes Metall. Es zahlt keine Dividende, es kann nicht gegessen werden, und es wird hauptsächlich dazu verwendet Schmuck herzustellen."
(Jeremy Grantham)

Samstag, 24. Januar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 24.01.1848 löste James Marshall mit seinem Zufallsfund den Kalifornischen Goldrausch aus - und das Goldfieber hält die Welt bis heute in Atem

Am 24.01.1848 schrieb ein Zufallsfund Geschichte, als der Zimmermann James Wilson Marshall beim Bau einer Sägemühle am American River nahe Sutter's Mill in Kalifornien auf ein glänzendes Metall stieß, das sich bald als Gold herausstellte. Diese Entdeckung entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der folgenreichsten Ereignisse der US-amerikanischen Geschichte. Denn der Kalifornische Goldrausch war weit mehr als ein regionales Bergbauereignis. Er löste eine Massenmigration aus, beschleunigte die wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten, veränderte soziale Strukturen und prägte nachhaltig das Verhältnis der Menschen zu Reichtum, Arbeit und Risiko. Zugleich machte er die besondere Faszination des Goldes sichtbar, die bis in die Gegenwart fortwirkt.

Dabei ist Gold einerseits "sicherer Hafen" und Gelanlage und andererseits MEME-Spekulationsobjekt, dem entscheidende Eigenschaften eines Investments fehlen. Es hat daher nicht nur Fans, sondern auch überzeugte Kritiker - und zu den prominentesten zählt Warren Buffett, der als bester Investor der Welt gilt...

Montag, 22. September 2025

Börsenweisheit des Tages | 22.09.2025

"Eine Goldmine ist ist ein Loch im Boden, auf dem ein Lügner sitzt."
(Mark Twain)

Montag, 22. Juli 2024

Börsenweisheit des Tages | 22.07.2024

"Sachwerte werfen keine Rendite ab. Deshalb eignen sie sich als Anlagewerte nicht, es sei denn, man befindet sich in einer Hyperinflation. Das Gleiche gilt auch für Anlagen in Rohstoffe. Während bei der Aktie die Aktiengesellschaft und bei der Anleihe der Emittent mit dem Geld arbeiten, liegt es in Sachwerten brach. Deshalb kann man mit Sachwerten allenfalls spekulieren."
(André Kostolany)

Dienstag, 19. März 2024

Kissigs Portfoliocheck: Rekordjahr für Prem Watsa. Nun holt er sich Gold ins Depot, aber dort glänzt nicht alles…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 249. Portfoliocheck schaue ich erstmals in das Depot von Prem Watsa, einem der erfolgreichsten Value Investoren der Welt, von dem die meisten Menschen noch nie gehört haben. Er gilt als der 'kanadische Warren Buffett' und kann auf spektakuläre Renditen verweisen: auf Sicht von 35 Jahren erzielte Watsa durchschnittlich 15,7 % pro Jahr.

Seit 1985 leitet Prem Watsa bei Fairfax Financial die Geschicke und hält beinahe die Hälfte des Aktienkapitals. Damals lernte Watsa auch Francis Chou kennen, der ihm von Warren Buffetts außerordentlichen Erfolgen durch Investitionen auf Basis des 'Floats' der Versicherungsunternehmen von Berkshire Hathaway erzählte. Diesem überzeugenden Konzept folgte Watsa und baute die Strategie von Fairfax Financial auf dieser Praxis auf. Neben einem diszipliniertem 'Underwriting' in der Versicherungssparte legt er bei der Anlage von deren Vermögenswerten den Schwerpunkt auf einer konservativen Value-Investment-Philosophie; er investiert also auf einer Total-Return-Basis und auf lange Sicht

Fairfax Financial ist eine Holdinggesellschaft, die über ihre Tochtergesellschaften im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung und Rückversicherung sowie der damit verbundenen Anlageverwaltung tätig ist. Die vierteljährlich über das 13F-Formular an die US-Börsenaufsicht SEC zu meldenden US-Aktienpositionen geben dabei nur einen kleinen Teil der gesamten Vermögenswerte von Fairfax Financial wider. Der Gesamtwert belief sich Ende 2023 auf rund 60 Mrd. USD, wovon knapp 6,5 Mrd. USD auf Barmittel und kurzfristige Positionen entfielen. Das Aktienportfolio stand lediglich für 1,5 Mrd. USD. Zu den bedeutenden Anlagen, die nicht im 13F-Bericht enthalten sind, gehören Investitionen in Griechenland und Indien, wobei die griechischen Investments hauptsächlich aus einer 32%igen Beteiligung an der Eurobank bestehen. Weitere wichtige Beteiligungen sind ein 27%iger Anteil an Thomas Cook India, 54 % an Bangalore International Airport Limited und 31 % an Quess Corp Limited.

Doch auch der Blick in sein Aktien-Portfolio im 4. Quartal 2023 ist interessant: Hier dominieren weiterhin Technologiewerte mit 35,6 % (Q3: 34,4 %) vor Energieunternehmen mit 26,1 % (Q3: 27,3 %) und Immobilienwerten mit 11,4 % (Q3: 13 %). Die drei größten Positionen stehen für rund 60 % von Watsas Portfolio. Occidental Petroleum bleibt mit 23 % Gewichtung der Spitzenreiter, dahinter folgen in unveränderter Reihenfolge BlackBerry und Micron Technology, wobei der Kurs des Chipproduzenten dank der Chip-Hausse kräftig zugelegt hat.

Von Kursgewinnen ist bei BlackBerry wenig zu vermelden und Watsa äußerte sich in seinem Investorenbrief ausführlich und sehr selbstkritisch zu diesem Langzeitengagement. Er bezeichnete es als "eine weitere horrende Investition ihres Vorsitzenden" - und stockte dennoch kürzlich seine Position weiter auf. Und dann hat es ihm Gold angetan. Prem Watsa etablierte eine neue Position in Franco-Nevada Corp und baute vor allem seinen Anteil an Orla Mining aus, an der er Ende 2023 bereits knapp 12 % hielt – und er hat auch in den letzten Wochen weitere Anteile erworben. Orla Mining sucht nach Gold-, Silber-, Zink-, Blei- und Kupferlagerstätten und erschließt sie. Orla Mining erwirtschafte dabei einen attraktiven freien Cashflow und verfüge über ausreichend Liquidität, um seine Erschließungs- und Explorationsaktivitäten zu finanzieren. Aussichtsreich, findet Watsa...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway, Fairfax Financial auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Samstag, 27. Januar 2024

Börsenweisheit des Tages | 27.01.2024

"Gold und Silber sind Geld, alles andere ist Kredit."
(John Pierpont Morgan)

Montag, 16. Mai 2022

Börsenweisheit der Woche 20/2022

"Wenn die Notenbanken viel Geld drucken, um eine Krise zu entschärfen, sollte man Aktien, Gold und Rohstoffe kaufen, denn deren Wert wird steigen und der Wert des Papiergeldes wird fallen."
(Ray Dalio)

Mittwoch, 2. September 2020

Kissigs Aktien Repot: Buffetts (un-) erklärliche Aktionen bei Airlines, Banken, Gold

Im Rahmen der Kooperation mit Armin Bracks "Aktien Report" nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen; mit einigen Tagen Zeitverzögerung darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen...

Donnerstag, 16. Januar 2020

Gold: Dieser glanzlose Renditekiller ist alles andere als ein sicherer Hafen!

Gold gehört, wie auch andere Edelmetalle, zu den vermeintlich "sicheren Häfen", zu den Asset-Klassen, in die Leute investieren, wenn sie Zukunftssorgen haben oder Angst vor Geldentwertung. Dabei bringt Gold, das Warren Buffett als "unproduktive Wertanlage" bezeichnet, keinen Ertrag, keine Zinsen. Alleine Angebot und Nachfrage entscheiden darüber, ob sich der Kauf seinerzeit gelohnt hat, oder nicht. Und in den vergangenen Jahren hat er das nicht und auf lange Sicht schon gleich gar nicht!

Dabei war der Glanz des Goldes schier unbeschreiblich, selbst die BILD-Zeitung riet Mitte 2011, und damit etwa beim Höchstkurs von $1.900 je Feinunze, mit einem Großaufmacher auf ihrer Titelseite zum Einstieg und spätestens da musste jedem klar sein, dass die Party vorbei war. Denn wenn alle Profis gekauft hatten, alle institutionellen Anleger, dann folgen als Letztes die Kleinanleger. Aber um danach noch steigende Kurse zu ermöglichen, müssen ja noch mehr Käufer dazukommen - aber wer sollte das sein, wenn schon alle in Gold investiert sind? Also wurden die "Gurus" nicht müde, die goldigen Aussichten des Goldes in alle Welt hinauszuposaunen: George Soros erklärte, weshalb er eine riesige Position in Gold halte und dass es quasi nur weiter steigen könne. Und auch Hedgefonds-Manager John Paulson riet allen, einen erheblichen Anteil ihres Geldes in Gold zu investieren. Wohlgemerkt, nachdem sie selbst schon große Positionen hielten! Und der Kleinanleger zahlte wieder einmal die Zeche...

Montag, 18. Dezember 2017

Börsenweisheit der Woche 51/2017

"Der Goldpreis? Das ist Substanz plus Glaube und Angst minus Zinsen."
(Alan Greenspan)

Montag, 31. Oktober 2016

Börsenweisheit der Woche 44/2016

"Das Problem bei Rohstoffen ist, dass Du darauf wettest, dass jemand anderes in einem halben Jahr mehr dafür bezahlen will. Der Rohstoff selbst bringt Dir nichts. Etwas zu kaufen und darauf zu hoffen, dass Dir jemand in zwei Jahren mehr dafür bezahlt, ist etwas komplett anderes, als etwas zu kaufen, von dem Du in Zukunft ein Einkommen erwartest."
(Warren Buffett)

Montag, 3. Oktober 2016

Börsenweisheit der Woche 40/2016

"Gold wird aus dem Boden geholt - in Afrika oder irgendwo sonst. Dann schmelzen wir es ein, graben ein neues Loch, vergraben es wieder und bezahlen Leute, um dieses Loch zu bewachen. Es ergibt keinen Sinn. Jeder, der uns vom Mars aus beobachten würde, würde nur den Kopf schütteln."
(Warren Buffett)

Montag, 13. Juni 2016

Neue Geschäftsfelder: Deutsche Rohstoff verkauft jetzt Gold für $2.500 je Unze

Thomas Gutschlag, CEO der Deutsche Rohstoff AG, gab der "Welt am Sonntag" ein Interview und dabei kamen interessante Details zutage.

Man fördere Gold am Rhein und die damit geprägten Goldmünzen würden als streng limitierte Auflagen verkauft und erzielten so den doppelten Preis, den ihr Wert in Gold ausmache. Eine stolze Rendite, aber eben auch ein limitiertes Volumen, denn die Auflage auf wenige hundert Stück begrenzt und Gold kein Kerngeschäft der Deutschen Rohstoff AG (mehr). Das war früher anders, bis man sich fast zum Höchststand des Goldpreises von seinen Goldminen verabschiedete. Aufgrund des vergleichsweise niedrigen Goldpreises von 1.100 Dollar je Unze könnte man sich vorstellen, auch "wieder in dieses Geschäft neu einzusteigen", sagte Thomas Gutschlag. Man teste außerdem, Hightech-Metalle wie Seltene Erden aus Gipsabfällen zu gewinnen.

Öl und Gas treiben die GuV
Aktuell spielt die Musik jedoch in anderen Gegenden und anderen Rohstoffen. So hat die Deutsche Rohstoff AG in Sachsen Lizenzen für den Abbau von Zinn und in Kanada ist man Großaktionär eines Unternehmens mit drei Wolfram-Minen. Und auch in Australien ist man an einem Zinnabbaukonzern maßgeblich beteiligt. Doch der wahre Fokus liegt wieder auf dem Öl- und Gasgeschäft, aus dem man Anfang 2014 zum Höchstpreis für mehr als $200 Mio. ausgestiegen war. Inzwischen hat sich der Ölpreis mehr als halbiert und mit ihm die Kosten für Bohrungen, Fördern, Personal und Equipment. Und Lizenzen. Daher hat die DRAG über zwei Tochtergesellschaften in den vergangenen Monaten in den USA mehrere Flächen akquiriert und nun laufen dort 25 erfolgreiche Bohrungen. Ab Herbst soll dann mit der Produktion begonnen werden. Dabei kommt der DRAG zugute, dass man die beim damaligen Verkauf der Aktivitäten der Tochter Tekton gezahlten Steuern von knapp $35 Mio. anteilig zurückerstattet bekommt, wenn man neue Bohrungen in den USA vornimmt. Das schmälert den Kostenaufwand der DRAG zusätzlich und verschafft ihr einen weiteren Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

 Deutsche Rohstoff AG (Quelle: finanzen.net) 
Schon früher hatte Gutschlag erklärt, dass die DRAG auch bei einem WTI-Ölpreis von unter $35 gewinnbringend arbeiten könne und ab $40 "richtig" Geld verdienen würde. Daher freut er sich über den momentan niedrigen Ölpreis, der ihm günstige Zugriffe auf Lizenzen, Rechte, Flächen und Equipment sichert. 2014 seien in den USA noch 1.600 Bohrgeräte im Einsatz gewesen, aktuell seien es vielleicht noch 300. Die Preise sind also entsprechend niedrig. Daher hoffe man, in den nächsten Monaten weitere Flächen akquirieren zu können. Dafür stünden noch rund €80 Millionen zur Verfügung.

Financial Engineering soll viel Geld sparen
Mitte Juli will Gutschlag darüber hinaus eine DRAG-Anleihe kündigen, die 2013 zur Finanzierung des US-Öl- und Gasgeschäfts begeben worden war. Der Zinssatz ist entsprechend hoch und die DRAG könnte sich aktuell wesentlich günstiger Refinanzieren; u.U. durch Begebung einer neuen Anleihe. Creditreform hatte jüngst das Rating der DRAG mit BB+ bewertet aufgrund der guten Finanzausstattung. "Das Timing ist derzeit gut. Zum einen waren die bisherigen Platzierungen 2016 durchweg erfolgreich. Zum anderen kauft jetzt auch die Europäische Zentralbank Unternehmensanleihen. Das treibt die Nachfrage auch für unser Papier nochmal zusätzlich an", ist sich Thomas Gutschlag sicher.

Meine Einschätzung
Die DRAG ist vermutlich eine der sichersten Möglichkeiten, von allgemein steigenden Rohstoffpreisen zu profitieren und insbesondere von einem Wiedererstarken des Ölpreises. Aufgrund der hohen Cashreserven ist man nicht darauf angewiesen, windige Finanzierungen in Anspruch zu nehmen, sondern kann sich solide Finanzieren. Auch bei einem Ölpreis von $35 schreibt man keine Verluste, hat also beim aktuellen Ölpreis von rund $50 einen Sicherheitspuffer von 30%. Und jeder Dollar über 35 spült der DRAG Gewinne in die Kasse. Jedenfalls demnächst, wenn das Bohrprogramm beendet ist und die Förderung beginnt. Das soll im Herbst der Fall sein und dann kann auch der Ölpreis gerne weiter steigen und so die Gewinne der DRAG explodieren lassen. Bis dahin hat das Team um CEO Thomas Gutschlag noch Zeit und Gelegenheit, weitere Flächen zu akquirieren. Ich habe jedenfalls die letzten Tage genutzt, um meine Position von DRAG-Aktien weiter aufzustocken. Am 5. Juli ist jetzt erst einmal Hauptversammlung und am Tag danach gibt es eine Dividendenausschüttung von €0,50 €0,55 je Aktie, was einer Dividendenrendite von 2,9% entspricht.

Die Deutsche Rohstoff AG befindet sich in meinem Depot und auf meiner Empfehlungsliste.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Andere Ansichten: Gold macht dich arm

Christian Thiel hat sich in seinem Blog "Großmutters Sparstrumpf" der Frage angenommen, was hinter dem Mythos des Goldes als Krisenwährung und Inflationsabsicherung steckt und er kommt zu dem Schluss, das Gold arm macht.

Um zu diesem Schluss zu gelangen, hat er die Entwicklung des Goldpreises einer Reihe von Prüfungen und Vergleichen unterzogen, wie z.B. mit dem breiten S&P 500- Index. Während Gold in den vergangenen 100 Jahren um 5.700 Prozent gelegt habe, seien es beim S&P 500 immerhin 1.200.000 Prozent gewesen. Inflationsbereinigt erzielte Gold in den letzten 100 Jahren so eine Jahresrendite von 1,16 Prozent.

Darüber hinaus befasst Thiel sich mit den Perspektiven für Gold und verweist darauf, dass rund 80 Prozent der gesamten bisherigen Goldförderung nach 1900 dem Boden abgerungen wurden, was auf die sich stetig verbessernden Fördermethoden zurückzuführen sei. Und genau hierin erkennt Thiel den größten Risikofaktor für das angeblich knappe Gut Gold: bisher seien über die Jahrtausende hinweg von Menschen 160.000 Tonnen Gold gefördert worden, doch in der Erdkruste befänden sich insgesamt 30 Milliarden Tonnen Gold. Das meiste hiervon ist mit heutigen Fördermethoden kaum abbaubar, doch mit fortschreitender Effizienz der Technik und neuen, effizienteren Fördermethoden ließe sich immer mehr davon aus dem Boden holen. Ein knappes Gut stelle Gold insofern also allenfalls da, solange die Technik nicht weitere große Fortschritte mache.

Zu guter Letzt geht Thiel noch auf Buffets ablehnende Haltung gegenüber Gold ein. Warren Buffett stehe nun seit 50 Jahren an der Spitze seiner Investmentholding Berkshire Hathaway und während Gold in dieser Zeit eine Rendite von 400 Prozent gebracht hätte, schaffte Buffett es, den Aktienkurs von Berkshire Hathaway um atemberaubende 1.800.000 Prozent zu steigern. Mit Investments in Unternehmen, mit Value Investing.

Samstag, 2. Januar 2016

2016 werden wir neue Höchststände sehen. Und dann?

Von 9.764 auf 10.743 Punkte bzw. um 9,56 Prozent legte der DAX in 2015 zu und stieg damit das vierte Jahr in Folge. Doch der Jahresverlauf war alles andere als linear, es war eine wahre Achterbahnfahrt, denn Mitte April waren es sogar schon einmal 1.500 Punkte mehr gewesen, als der DAX sein neues Allzeithoch bei 12.390,75 Punkten erreichte.

Als ich im letztes Jahr schrieb "2015 können die Aktienkurse nicht weiter steigen. Oder doch?" deutet sich bereits meine Skepsis an und doch kam ich letzten Endes zu einem insgesamt positiven Jahresausblick. Und die ersten Wochen des neuen Jahres gaben mir Recht, die Aktienkurse explodierten geradezu, der Ölpreis gab ebenso weiter nach wie der Euro gegenüber dem Dollar. Eine perfekte Anlegerwelt. Fast.

Mittwoch, 25. November 2015

Andere Ansichten, weshalb Gold ein schlechtes Investment ist

Ich halte Gold für eine glanzlose Kapitalvernichtung und teile die Ansicht von Warren Buffett, dem erfolgreichsten Investor aller Zeiten, der Gold als "faule, unproduktive Wertanlage" bezeichnet. "The Motley Fool" führt drei Gründe auf, weshalb Gold ein schlechtes Investment ist und das liege nicht nur daran, dass Gold seit seinem Höchstkurs im Jahr 2011 von 1.918 USD auf nur noch 1.080 USD gefallen ist oder um ganze 44 Prozent. Vielmehr gebe es handfeste Anzeichen, dass der Goldpreis noch weiter fallen werde.

Zum Ersten erhole sich die US-Konjunktur und dies werde zu steigende Zinsen führen, die wiederum die Opportunitätskosten für Gold und andere Edelmetalle erhöhen würden. Denn Gold liege ja nur rum und erziele keine Erträge, so dass höhere Zinsen höhere Kosten bedeuten. Und hier konkurrieren Gold dann verstärkt mit anderen Asset-Klassen, die wiederum Erträge abwerfen würden.

 Gold (Quelle: comdirect.de)
Dann habe Gold jenseits seines Glanzes keinen wirklichen Verwendungszweck, denn seine industriellen Einsatzmöglichkeiten seien mehr als begrenzt. Insofern gäbe es hier keine derartige Nachfrage, sondern nur rein die der Anleger und Schmuckkäufer. Daher bestimme sich der Goldpreis weitgehend nur aufgrund der Währung, in der er notiere: dem Dollar. Steige der Wert des Dollars, dann sinke der Goldpreis und falle der Wert des Dollars, steige der Goldpreis. Ein Erstarken der US-Konjunktur und damit einhergehende höhere Zinssätze werden den Wert des Dollars tendenziell erhöhen und damit den Goldpreis drücken.

Und drittens sei Gold nicht der behauptete "sichere Hafen" gegen geopolitische Spannungen und bei Inflationssorgen. Abgesehen von der Finanzkrise habe Gold in den letzten 40 Jahren eine erbärmliche Performance aufgewiesen und die vielen Krisen der letzten Jahre hätten nicht zu einem Anstieg des Goldpreises geführt, sondern zum Gegenteil. Darüber hinaus zeigten Studien über die letzten 40 Jahre einen sehr geringen Zusammenhang zwischen der Inflationsrate und dem Goldpreis.

Jeder drei Gründe alleine für sich spreche schon für einen fallenden Goldpreis. Alle zusammen machten einen weiteren Kursabsturz ziemlich wahrscheinlich. Und wenn der Goldpreis weiter falle, würden vor allem die Goldminenbetreiber in noch ärgere Bedrängnis kommen, da sie ihre hohen Förderkosten ausschließlich durch den Goldverkauf decken könnten.




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Weitere Artikel zum Thema:

03.07.2015 Gold: Die glanzlose Kapitalvernichtung
16.06.2015 Werden Rohstoffe wie Öl, Gold oder Platin jetzt wieder interessant?
28.11.2014 Andere Ansichten zum trügerischen Glanz von Gold

Dienstag, 16. Juni 2015

Werden Rohstoffe wie Öl, Gold oder Platin jetzt wieder interessant?

Die Weltkonjunktur stottert, die Eurokrise lähmt, die Zinsen notieren nah am historischen Rekordtief dank der weltweiten Interventionen der Notenbanken. Immobilien und Aktien scheinen die einzigen verbliebenen Anlagen zu sein, die noch zufriedenstellende Renditen versprechen, doch der jahrelange Preisanstieg hat beide Assets auch teuer und anfällig für Korrekturen gemacht. Antizyklisch handelnde Anleger sehen sich also nach Alternativen um und da könnten die Rohstoffe wieder in den Blick geraten, denn sowohl die Aktien der Minenunternehmen als auch die Rohstoffpreise an sich haben schon deutlich bessere Tage gesehen.

Was macht das Öl?
Der Ölpreisverfall kam schnell und massiv, um knapp die Hälfte brach "das schwarze Gold" Ende letzten Jahres ein, als Saudi-Arabien einen Kursschwenk in der OPEC vollzog. Man ist nicht mehr bereit, das insbesondere dank der US-Fracking-Industrie herrschende weltweite Überangebot an Öl durch einseitige saudische Fördermengenkürzungen auszugleichen, um die anderen Staaten am dann folgenden unweigerlichen Anstieg des Ölpreises verdienen zu lassen. Die neue Marschroute der Saudis ist, die neue Konkurrenz durch den Ölpreisverfall aus dem Markt zu werfen und darauf zu setzen, dass das hieraus resultierende geringere Angebot dann zu einem Ölpreisanstieg führen wird - mit den Saudis als größtem Produzenten und Profiteur. Und da die Saudis für etwa 5 Dollar das Öl aus dem Wüstensand holen, die US-Amerikaner aber zu Kosten um die 50 Dollar fracken, sehen sich die Wüstenscheichs am längeren Hebel.

Allerdings nehmen nicht nur die Zahlen für neue Bohrlöcher in den USA und Kanada rapide ab, sondern fast ebenso schnell fallen die Kosten für die dortige Förderung. Es kann also durchaus sein, dass die Saudis die amerikanische Konkurrenz nicht aus dem Markt schmeißen können, sondern sie nur zu erheblich höherer Effizienz gezwungen haben. In diesem Markt ist auch die von mir vorgestellte Deutsche Rohstoff AG sehr erfolgreich tätig...

Freitag, 28. November 2014

Andere Ansichten zum trügerischen Glanz von Gold

"Trügerischer Glanz: Gold kaufen ist meist die falsche Entscheidung" meint Thomas Grüner, Partner von Ken Fisher bei Grüner Fisher Investments in "Focus Money". Die Krisenwährung sei in der Krise und der seit Jahren anhaltende Preisverfall ein klassischer Bärenmarkt und weitere Kursrückgänge daher eher keine Kaufgelegenheiten. Es könne Jahrzehnte dauern, bis  beim Gold  wieder neue Höchststände erreicht würden.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Und was tat sich in Warren Buffetts Depot im 4. Quartal 2011?

Im vierten Quartal 2011 hat Warren Buffetts Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einige Änderungen an ihrem Portfolio vorgenommen, wie aus einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Warren Buffett
Neue Investments wurden eingegangen bei Liberty Media mit 1,7 Mio. Aktien und bei dem Dialysespezialisten DaVita.

Aufgestockt hat Buffett bei Direct-TV, wo er mit 20,3 Mio. Aktien seinen Anteil auf rund 1 Mrd. USD beinahe verfünffacht hat und bei CVS Caremark, Intel, VISA, IBM, Verisk Analytics sowie General Dynamics. Und an der Großbank Wells Fargo & Co. hält Berkshire inzwischen Anteile von über 11 Mrd. USD.

Gesenkt wurde der Anteil bei Johnson & Johnson um fast ein Viertel (8,4 Mio. Aktien) und bei Kraft Foods um 2,7 Mio. Aktien. Seinen Anteil an ExxonMobil hat Buffett komplett abgestoßen.

Nachdem Buffett selbst ja eher technikfeindlich eingestellt ist, kann man bei den neuen Engagements zunehmend den wachsenden Einfluss des ehemaligen Hedgefondsmanagers Ted Weschler und des früheren Portfoliomanagers Todd Combs erkennen, die beide als möglicher Nachfolger Buffetts an der Spitze von Berkshire Hathaway im Gespräch sind.

Zur Gesamtlage hatte sich Warren Buffett kürzlich ebenfalls geäußert und von Investments in Gold und Anleihen abgeraten. Nach seiner Auffassung seien Aktien die beste Anlageform auch und gerade in der aktuellen unsicheren Zeit.

Berkshire Hathaway befindet sich auf meiner Empfehlungsliste.