Freitag, 1. September 2023

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im August '23

Der August bot uns ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem anfänglichen kräftigeren Einbruch tendierten die Börsen zum Ende hin wieder deutlich nach oben, schlossen aber unisono in Rot. Die Earnings-Season in den USA ist weitgehend durch und die Inflationsängste bzw. die Sorgen vor einer weiteren Verschärfung der Zinspolitik durch die US-Notenbank hatte die Märkte wieder im Griff. Daran wird sich auch erstmal nichts grundlegend ändern, denn FED-Chef Jerome Powell gab keine Entwarnung. Für die Anleger bleibt es also ungemütlich bis herausfordernd, den richtigen Trend zu erwischen. Und die richtigen Aktien sowieso...

Die bestimmenden Themen blieben uns auch im August erhalten: Inflation, Zinspolitik der Notenbanken, Ukraine-Krieg, Rezession in Europa und Pseudo-Rezession in den USA. Die Nachfrage nach Öl und Gas steigt weiter und Energiewerte gehörten wie schon die letzten drei Monate zu den Gewinnern, während die beiden schuldenlastigen Sektoren Energieversorger und Immobilien weiter an Boden verloren.

Die Zinsen in den USA erreichen neue Mehrjahres-Höchstwerte und bremsen damit die Nachfrage der Konsumenten und Unternehmen weiter ab. Der Zinssatz für 30-jährige Immobilienkredite ist dort auf 7,25 % gestiegen und damit auf das höchste Niveau seit 22 Jahren. Die Auswirkungen zeigen sich am Immobilienmarkt, wo immer weniger neue Häuser gebaut und auf den Markt gebracht werden; auf Sicht von 12 Monaten ist die Zahl der aktiv gelisteten Immobilien in den USA um 19,5 % gesunken. Gleichzeitig sinkt auch das Angebot an gebrauchten Immobilien weiter (-17 % auf 12 Monatssicht), aber... inzwischen trifft das sinkenden Angebot auf eine solide Nachfrage, so dass sich die Preise sogar wieder erholen. Nach dem scharfen Einbruch liegen die aktuellen Preise sogar nur noch geringfügig unter dem Rekordniveau aus dem Sommer 2022. Und verglichen mit dem Wert von vor 12 Monaten liegen sie sogar bereits 1,9 % höher. Der Einbruch am US-Immobilienmarkt betrifft also inzwischen weniger die Preise als vielmehr das Volumen. Und eine der Folgen ist, dass die Mahl der Mieter in Wohnungen und Häusern weiter steigt. Dabei zeigt auch der Trend zu Work-from-Home seine Folgen. Denn die Arbeitnehmer in den USA bleiben gerne und öfter zuhause. In den großen Metropolen sind es oft 50 % der Belegschaft, was zu deutlich erhöhten Leerständen in den Büros von San Francisco oder New York führt. Und die Arbeitnehmer sind nicht nur verstärkt in die Vororte gezogen und wollen nicht wieder zurück in die Innenstädte, sondern auch verstärkt nach Süden, nach Texas und Florida. Auch hier verzeichnet insbesondere New York den stärksten Rückgang an finanzstarken jungen Familien. Es wird am Immobilienmarkt also weiter spannend bleiben und das betrifft natürlich auch die Investorenseite, wie z.B. Office-REITs oder den weltgrößten Immobilieneigentümer Blackstone Group.

Ich versuche weiterhin mit Stock-Picking die Unternehmen zu finden, die sich durch alle Börsen- und Wirtschaftslagen hinweg am besten schlagen. Aber das klappt nicht immer. Und damit meine ich einerseits die Aktienauswahl und andererseits die Hoffnung Erwartung, dass Unternehmen sich  als resilient erweisen. So kann mein favorisierter MedTech-Sektor weiterhin (noch?) nicht punkten und gehört weiter zu den Underperformern, da die Corona-Sonderkonjunktur nach wie vor ausgepreist wird. Bei Danaher rückt zunehmend das Spin-off der Umweltsparte Veralto Corp in den Fokus, das für das für den 30. September angekündigt wurde.

Unterm Strich hat sich der von mir höher gewichtete Finanzsektor auch im August recht gut geschlagen, jedenfalls zum Ende hin. Auf ein herausragenden Wert möchte ich vorab noch besonders eingehen, weil er zu den Schwergewichten in meinem Depot und in zweien meiner Wikis zählt - und zu den volatilen Werten:

Exkurs: Opendoor Technologies

Opendoor Technologies ist eine Turnaround-Spekulation und bisher eine sehr erfolgreiche. Ich habe bei dem Unternehmen Mitte Januar zugegriffen und da das Unternehmen stark vom US-Immobilienmarkt abhängig ist, sind Tagesschwankungen von 10 % und mehr eher die Regel als die Ausnahme.
Anfang August hatte ich mich ausführlich mit den Zahlen zum 2. Quartal beschäftigt, die meine positive Sicht auf das Unternehmen nochmals bekräftigt haben, aber der Markt drückte die Aktie kräftig ins Minus. Ende Juli stand die Aktie bei 4,65 Euro, am 1. August sogar bei 4,80, doch dann ging es auf Talfahrt bis auf 2,90 Euro runter. Das war in der Spitze ein Kursrutsch von fast 40 % und das hatte Auswirkungen auf mein Depot, auf das Turnaround-Wiki und auf das Financial Power Investing-Wiki. Auswirkungen, die sich in der Monats-Performance unterschiedlich darstellen.

Im Financial Power Wiki war Opendoor von mir mit rund 5 % gewichtet gewesen und dank des Kursverdopplung hat sich der Wert schnell auf den zweiten Platz hochgearbeitet und lag beinahe schon gleichauf mit Spitzenreiter Blackstone Group. Der heftige Kurseinbruch hat das Wiki daher stärker getroffen, aber ich habe die Position nicht aufgestockt, weil in diesem Wiki eine höhere Gewichtung eines Turnaroundwerts nicht passend wäre - sofern sie nicht alleine durch Kurssteigerungen 'verdient' wurde.

Im Turnaround-Wiki habe ich weniger Werte und die einzelnen Unternehmen entsprechend eine höhere Gewichtung. Auch war ich hier früher und zu niedrigeren Kursen bei Opendoor eingestiegen, so dass der iBuying-Spezialist Ende Juli mit rund 20 % Gewichtung klar die höchste Gewichtung aufwies. Den starke Kurseinbruch habe ich auch hier nicht genutzt, weil eine noch höhere Gewichtung aus der Chance-Risiko-Betrachtung heraus nicht darstellbar erschien. Mit der gleichen Einschränkung, dass 'verdiente' Kursgewinne kein Grund sind, die Position zu verkleinern. Vor allem bei Turnarounds machen die meisten schlapp und nur einige wenige erweisen sich als die starken Gewinner, die dann die Gesamtrendite erwirtschaften müssen. Wenn man diese Gewinner zu früh 'rasiert', hat man keine Aussicht auf überdurchschnittliche Ergebnisse.

Etwas anders stellte sich die Situation in meinem Investmentdepot dar. In meinem Investor-Update zum Ende des 2. Quartals hatte ich Opendoor mit gut 5,5 % Gewichtung ausgewiesen. Damit hatte sich die Aktie dank des starken Kurszuwachses auf den fünften Platz hochkatapultiert und zwischenzeitlich Gewinne von 200 % zu verzeichnen. Meine vier davor liegenden Top-Werte (Costco, Blackstone, Apollo Global Management, KKR & Co) brachten es jeweils auf mehr als 10 % Gewichtung. Als der Kurs von Opendoor nun so heftig einbrach, zog das mein Depot kräftig runter - in der Spitze verlor es in den ersten drei August-Wochen knapp 8 %. Ich bin aber nach wie vor von Opendoor überzeugt und glaube, dass sich das Unternehmen bei den aktuell herausfordernden Rahmenbedingung sehr gut schlägt und sich hervorragend positioniert hat, so dass eine Normalisierung am US-Immobilienmarkt seine Geschäftsaktivitäten, Umsätze, Margen und Gewinne enorm anschwellen lassen wird. Ich habe nach dem ersten Kursrutsch nach Vorlage der Quartalszahlen einige Opendoor-Aktien gekauft, aber den Schwerpunkt 'damals' auf den ausgebombten Energiesektor gelegt und hier vor allem Texas Pacific Land gekauft - der Kurszuwachs von 30 % ist sehr erfreulich.

Als dann aber der Opendoor-Kurs so extrem einbrach, habe ich meine Position deutlich ausgebaut. Genauer gesagt habe ich im August meinen Aktienbestand nochmal kräftig erhöht zu einem Durchschnittskurs von 3,10 Euro - mein durchschnittlicher Kaufkurs ist damit auf 2,12 Euro gestiegen. Noch ist der Kurs weit von seinem vorherigen Höchststand von 4,80 Euro entfernt, aber die Erholung von mehr als 25 % seit dem Zwischentief zusammen mit der deutlich höheren Aktienzahl haben mein Depot kräftig angetrieben. Unterm Strich konnte ich den August damit sogar doch noch im leicht positiven Terrain abschließen. Und meine Opendoor-Position nimmt weiterhin den fünften Platz ein, ist aber an das Spitzen-Quartett näher herangerückt und sollte sich der Kurs wieder auf sein Hoch von 4,80 Euro einschwingen, läge Opendoor sogar auf dem dritten Rang. Aber das ist Schnee von morgen.

Und warum schreibe ich so ausführlich darüber? Weil dieselbe Aktie aufgrund unterschiedlicher Ausgangssituationen unterschiedliche Einschätzungen und Aktionen bei mir hervorgerufen hat mit entsprechenden Auswirkungen auf die betroffenen Wikis und mein Depot. Was für alle drei gleich bleibt ist, dass ich Opendoor als Unternehmen und Aktie noch eine viel stärkere Entwicklung zutraue und keine Bauchschmerzen damit hätte, wenn diese Aktie sich ihren Spitzenplatz in meinem Portfolios erkämpft - solange dies durch die fundamentale Entwicklung gestützt wird und nicht alleine auf einen Kurs-Hype zurückzuführen ist. Aber von zu viel Euphorie ist bei Opendoor bisher nicht viel zu spüren.

Die Börsenentwicklung

Der August war durchwachsen und reichte von tiefrot bis unfreundlich; die Rallye der US-Technologiewerte hat sich nicht fortgesetzt, weil Zins- und Rezessionsängste wieder Oberwasser bekamen. Alle Indizes sind teilweise deutlich im Minus, wobei Deutschland sich erneut doppelt so ängstlich zeigte wie Amerikaner. Hierzulande zieht die Rezession inzwischen tiefere Furchen durch die Bilanzen und Gewinnwarnungen sind mittlerweile an der Tagesordnung, insbesondere bei Industrie lastigen Branchen.

• Dow Jones: -1,60 % (YTD: +5,26 % // 1 Jahr: +9,75 %)
S&P 500: -1,85 % (YTD: +17,14 % // 1 Jahr: +12,83 %)
NASDAQ: -1,83 % (YTD: +41,34% // 1 Jahr: +25,28 %)
DAX: -3,51 % (YTD: +14,14 % // 1 Jahr: +22,61 %)
MDAX: -4,13 % (YTD: +9,57 % // 1 Jahr: +8,37 %)
SDAX: -3,08 % (YTD: +11,34 % // 1 Jahr: +11,16 %) 
TecDAX: -4,48 % (YTD: +7,99 % // 1 Jahr: +7,14 %) 
  Quelle: finanzen.net

Nachdem die NASDAQ das beste 1. Halbjahr ihrer Geschichte hinter sich gebracht hat, obwohl das Anfang des Jahres wohl niemand erwartet hätte, startete sie im Juli auch fulminant in die 2. Jahreshälfte. Doch der August gab den erwarteten ersten Eindruck auf einen 'ungemütlichen Börsenherbst', denn statistisch gesehen sind September und Oktober die schlechtesten Börsenmonate. Dennoch sollten Anleger das nicht überbewerten und sich schon gar nicht davon einschüchtern lassen.
"Es wird zu viel Wert auf die Makroökonomie und zu wenig auf die Mikroökonomie gelegt. Die Menschen liegen in der Makroökonomie oft falsch, weil das System, das sie verstehen wollen, extrem komplex ist. (...) Ich habe mein Vermögen nicht dadurch verdient, dass ich makroökonomische Veränderungen besser vorhergesagt habe als andere Menschen. Buffett und ich haben vielversprechende Unternehmen gekauft und manchmal hatten wir Rückenwind von der Wirtschaft und manchmal Gegenwind."

Entwicklung meiner Wikifolios

Soweit mein kurzer Monatsrückblick. Jetzt kommen wir zur Entwicklung meiner vier Wikis:

Kissigs Nebenwerte Championszum Wiki

Investiertes Kapital: 1.715.100,- EUR
Preis: 117,73 (31.07.23: 121,43)

Rendite seit Start am 19.08.20: +17,7 %
Rendite 1 Monat: -3,7 %
Rendite in 2023: +5,2 % (YTD)
Rendite in 2022: -24,9 %
Rendite in 2021: +17,3 %
Rendite in 2020: +27,0 % (ab 19.08.)

Das Nebenwerte-Wiki hat in diesem Monat etwas schlechter abgeschnitten als der SDAX. Ich habe mich von MBB getrennt, weil ich hier in absehbarer Zeit keine positiven Entwicklungen oder gar Überraschungen erwarte. Im Gegenzug habe ich bei drei Werten aufgestockt, die operativ weiterhin punkten: Nynomic, Deutsche Rohstoff AG und JDC Group.

LendingClub, die in allen meinen Wikis enthalten und zumeist hoch gewichtet ist, musste einiges der vorherigen Gewinne wieder abgeben und schloss den August mit -15 % ab. Das hat das Nebenwerte-Wiki belastet, wo LendingClub mit 8 % der drittgewichtigste Wert ist.


Kissigs Quality Investmentszum Wiki

Investiertes Kapital: 582.200,- EUR
Preis: 92,86 (31.07.23: 93,12)

Rendite seit Start am 13.08.20: -7,1 %
Rendite 1 Monat: -0,5 %
Rendite in 2023: +5,4 % (YTD)
Rendite in 2022: -33,9 %
Rendite in 2021: +24,0 %
Rendite in 2020: +7,0 % (ab 13.08.)

Mein Quality Investments-Wiki hat sich relativ gut gehalten und im schwachen Marktumfeld kaum verloren. Die MedTechs Danaher, GE HealthCareThermo Fisher neigen weiterhin zu Schwäche, während die erst im Juni eingekaufte Texas Pacific Land bereits 25 % im Plus liegt. Wiki genommen, um auch hier von den steigenden Ölpreisen zu profitieren. LendingClub hat auch hier Rendite gekostet und ist mit 7,5 % Gewichtung der viertschwerste Wert im Wiki.

Kissigs Turnaround-Spekulationen ▶ zum Wiki

Investiertes Kapital: 77.300,- EUR
Preis: 71,17 (31.07.23: 83,32)

Rendite seit Start am 12.10.21: -28,8 %
Rendite 1 Monat: -11,4 %
Rendite in 2023: +46,8 % (YTD)
Rendite in 2022: -38,1 %
Rendite in 2021: -9,4 % (ab 12.10.)

Bei meinen Turnaround-Spekulationen gab es nach vier Monaten mit sehr starken Zuwächsen nun einen heftigen Rücksetzer. Wie auch der vorherige Anstieg liegt das vor allem an Opendoor Technologies, deren Plus von 250 % auf 'nur noch' 180 % zusammenschrumpfte; die Gewichtung sank dem entsprechend von 28 auf 25 %. Es folgt mit 13,5 % Gewichtung LendingClub, was die überdurchschnittlich schlechte Performance des Wikis im August erklärt. Genworth Financial liegt mit über 40 % im Plus und meine Turnaround-Spekulation ist voll aufgegangen; ich habe die Position nochmals halbiert und sie liegt nun mit knapp unter 4 % Gewichtung am Depotende. Die Gewichtung von PayPal habe ich etwas reduziert und die freien Mittel in eine neue Turnaround-Spekulation gesteckt: in UET. Hier habe ich mich privat bereits 2016 erstmals mit einer kleinen Position eingekauft und liege gut 350 % im Plus. Aber es ist ein sehr zäher Weg zur finanziellen Gesundung und noch immer gibt es beträchtliche Risiken. Vor einem Jahr ist die Blackstone Group zum Großaktionär geworden (23 % Anteil), allerdings wohl nicht ganz freiwillig, sondern man hatte 3,5 Mio. Aktien von Palace Park Investments Ltd übernommen, die inzwischen liquidiert wurden. Vermutlich war Blackstone dort Kreditgeber und bekam die UET-Aktien im Rahmen der Verwertung von Sicherheiten, so dass man dies nicht überbewerten sollte. Und doch mehren sich bei UET die positiven Signale.


Financial Power Investing ▶ zum Wiki

Investiertes Kapital: 21.500,- EUR (in das Wiki kann seit 28. Juni investiert werden!)
Preis: 117,20 (31.07.23: 122,48)

Rendite seit Start am 12.05.23: +17,2 %
Rendite 1 Monat: -3,2 %
Rendite in 2023: +17,2 % (ab 12.05.)

In diesem Wiki war ich im August etwas aktiver. Ich habe Genworth Financial, StoneCo und Netfonds verkauft sowie PayPal halbiert. Im Gegenzug habe ich JDC Group und Mutares aufgestockt und auch Kinsale Capital.
BlackStone Group hatte ich vom Start weg doppelt so hoch gewichtet und sie haben sich prächtig entwickelt; die Gewichtung liegt aktuell bei 12,5 %.
Dennoch lag der Wert vor vier Wochen nur noch knapp vor Opendoor Technologies, denn der iBuying-Spezialist hatte bereits über 140 % zugelegt. Der deutliche Kursrücksetzer ließ den Gewinn auf 90 % schrumpfen und die Gewichtung auf 9 %. Die solide Performance der Alternativen Asset Manager KKR & Co, Apollo Global und Blackstone Group mit Kurszuwächsen zwischen 25 und 35 % verortet die drei in der Top 5 des Wikis und diese Werte dürften auch künftig für eine überdurchschnittliche Rendite sorgen. BlackRock kann da nicht ganz mithalten und Brookfield Corp erst recht nicht. Aber die höchste Volatilität dürfte weiterhin von Opendoor ausgehen.

Ende, aus, vorbei...

Es war ein weiterer emotional fordernder Börsenmonat. Ich bedanke mich an dieser Stelle wieder bei allen Anlegern, die mir mit ihren Investments das Vertrauen aussprechen und in die vier Wikis zusammen knapp 2,4 Mio. EUR investiert haben. Das sind knapp 200.000 EUR weniger als vor einem Monat.

Meine durchschnittliche jährliche Zielrendite ist 15 %. Hinsichtlich meines 'operativen Net Worth' habe ich in den letzten acht Jahren sechs Jahre mit Renditen zwischen 22 % und 37 % angeschlossen, während 2018 knapp 10 % Verlust einspielte und 2022 sogar -16,75 % - mein schlechtestes Ergebnis der letzten 20 Jahre (im Jahr 2000 habe ich prozentual noch deutlich mehr versenkt, aber mit einem viel kleineren Depotvolumen).

2023 steht hier mit +30,75 % (+1,0 % ggü. Juli) außergewöhnlich gut da; neben dem saustarken Januar haben auch ein guter Mai, sehr starke Juni und Juli und ein letztlich doch noch gewinnträchtiger August die Performance ordentlich hochgeschraubt. Aber... da fließen ja auch noch die operativen Ergebnisse meiner Firma und mein privates Budget mit ein, so dass die Entwicklung nicht 1:1 mit meinen Investment(miss)erfolgen vergleichbar ist. Der Rebound im von mir hoch gewichteten Finanzsektor (Blackstone, Apollo Global, KKR, Opendoor, LendingClub, Mutares) hat hieran einen großen Anteil.

Disclaimer: Habe die genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wikifolio.

2 Kommentare:

  1. Wie berechnen Sie diese Rendite? Fakt ist, dass die Wikifolios nach über 3 Jahren im Minus stehen während der Gesamtmarkt freundlich verlaufen ist.

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    1. Die Entwicklung der Wikis kann man in dem jeweiligen Wiki-Datenblatt ablesen unter dem Reiter 'Kennzahlen' - und genau die verwende ich immer.

      Mein 'operativer Networth' ist mein Vermögen, jedenfalls der liquide Teil davon. Aus dem Gesamtvermögen rechne ich zB meine private und betriebliche Altersversorgung raus, die nicht in Fonds investiert ist. Ansonsten fließt hier alles ein, was Marktschwankungen unterliegt zzgl. der jeweiligen Kontostände (GmbH und privat) von Depots, Girokonten, Tagesgeldkonten. Enthalten ist hier auch eine betriebliche Altersversorgung auf Fondsbasis, die ich aber seit 10 Jahren nicht mehr füttere, sowie ein alter VL-Sparplan, in den ich monatlich noch immer 100 Euro einzahle. Die von mir als 'operativer Networth' ausgewiesene Rendite ist also nicht identisch mit der Rendite meines Investmentdepots. Obwohl dieses den mit großem Abstand gewichtigsten Teil davon und von meinem Vermögen ausmacht.

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