Montag, 16. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: Die neue Berkshire Hathaway? Kannste gleich vergessen!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 20/2022

"Wenn die Notenbanken viel Geld drucken, um eine Krise zu entschärfen, sollte man Aktien, Gold und Rohstoffe kaufen, denn deren Wert wird steigen und der Wert des Papiergeldes wird fallen."
(Ray Dalio)

Sonntag, 15. Mai 2022

Warren Buffett und sein gespaltenes Verhältnis zu Dividenden. Und Aktienrückkäufen...

Zum Thema Dividenden äußert sich Warren Buffett gerne und regelmäßig. Doch man könnte glatt zu der Ansicht gelangen, er würde je nach Blickwinkel unterschiedliche Ansichten vertreten. Und das gilt durchaus auch für Aktienrückkäufe.

Buffett liebt Dividenden. Eigentlich...

Buffet bevorzugt Unternehmen mit saftigen Dividenden, denn sie bringen ihm für seine Beteiligungsholding Berkshire Hathaway einen steten Zustrom frischen Geldes, das er dann wieder reinvestieren kann. Aufgrund seiner vielen Beteiligungen landet nicht alle paar Wochen mal ein Dividendenscheck im Briefkasten, sondern es gehen täglich viele Dividendenzahlungen auf dem Konto von Berkshire Hathaway ein. Und die warten geradezu auf neue Anlageideen von Warren Buffett und Charlie Munger. Zwischenzeitlich hatte sich sein Cashbestand auf atemberaubende 150 Mrd. USD hochgeschraubt, doch seit Jahresbeginn investierte Buffett bereits mehr als 50 Mrd. USD für Aktienkäufe und so liegen jetzt "nur" noch rund 100 Mrd. USD in der Kasse. Die heftigen Börsenturbulenzen haben also auch ihr Gutes - für Buffett und Berkshire-Aktionäre.

Wenn jedoch die eigenen Investoren seiner Holding - Buffett betrachtet sie als Partner - die Forderung an Buffett herantragen, diese hohen Cash-Reserven auch für Dividendenzahlungen an die Berkshire-Aktionäre einzusetzen, blockt Buffett kurzerhand ab. Und dafür hat er natürlich seine Gründe. Auch Gute?!

Samstag, 14. Mai 2022

Volatilität ist...

Volatilität ist... wenn der DAX morgens mit zwei Prozent im Minus startet und Du Dich entspannt zurücklehnst, weil es heute nach einem eher ruhigen Börsentag aussieht.

Kissigs Beobachtungsliste

Meine Beobachtungsliste ist eine Anregung. Sie enthält Aktien, die ich langfristig für interessant und aussichtsreich erachte und hier im Blog begleite. Trotz vieler Überschneidungen ist sie weder identisch mit meinem Investmentdepot noch mit meinen Wikis und sie ist auch kein Musterdepot.















































































▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Beobachtungsliste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht und euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder Mensch zum guten Aktieninvestor taugt; z.B. mangels Zeit, mangels Interesses, mangels notwendiger charakterlicher Eigenschaften (wie Geduld und Coolness in Stresssituationen). Ist nun mal so, muss sich niemand für schämen. Entscheidend ist aber, dass man dies für sich erkennt und dann die richtigen Konsequenzen daraus zieht. Warren Buffett, der wohl beste Investor aller Zeiten, rät für diese Fälle, sein Geld nicht in Einzelwerte zu stecken, sondern kostengünstige Indexfonds (auf den S&P 500) zu kaufen und einfach unberührt im Depot für sich arbeiten lassen. Geht auch...

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Updates

In meinen Investor-Updates beschreibe ich quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben und erläutere meine aktuelle TOP 10.

▶ Performance-Updates

In meinen Performance-Updates beschreibe ich monatlich, wie sich die Börsen in den vergangenen Wochen so geschlagen haben und meine drei Wikis.

Donnerstag, 12. Mai 2022

Kissigs Portfoliocheck: Ken Fisher will mit DIY punkten und kauft bei Home Depot

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 191. Portfoliocheck nehme ich wieder das Depot von Ken Fisher vor, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Obwohl der Coronacrash den vorherigen langen Bullenmarkt der Definition nach beendete, hat die "kürzeste Baisse aller Zeiten" dafür gesorgt, dass sich der neue Bullenmarkt nicht wie ein solcher verhält, sondern wie ein sehr alter. Und dabei können vor allem die großen Technologiewerte ihre Stärken ausspielen. Die aktuellen Marktturbulenzen stuft Fisher als W-Formation ein, also die Ausbildung eines doppelten Bodens, bevor die Kurse sich im Jahresverlauf dann zu neuen Höhen aufschwingen. Eine Botschaft, die leidgeprüfte Anleger wohl gerne glauben möchten.

Im 1. Quartal 2022 dominieren in Fishers Portfolio weiterhin die Technologieaktien mit 29,8 % Anteil. Auf dem zweiten Rang folgen nun Gesundheitswerte mit 11,0 %, die sich an den zyklischen Konsumwerten und den Finanzwerten mit jeweils knapp 10,8 % vorbeigeschoben haben. Kommunikationsanbieter liegen mit 8,3 % auf Platz 5. Das von Fisher verwaltete Vermögen beläuft sich auf 170 Mrd. USD und verteilt sich auf 1.017 Aktien, von denen 96 im letzten Quartal neu aufgenommen wurden. Die Turnoverrate lag bei für Fisher vergleichsweise hohen 7 %.

Beim Bergbaukonzern BHP verdoppelte er seinen Einsatz, bei Amazon, AMD, Nvidia stockte er auf. Cisco, UnitedHealth, Walmart, Walt Disney verkaufte er hingegen fast vollständig. Zugekauft hat er hingegen bei der weltweit größten Baumarktkette Home Depot, die auf Platz 15 in seinem Depot vorgerückt ist.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, Nvidia, Walt Disney auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 10. Mai 2022

FS KKR Capital steigert Gewinn, NAV und Dividende in Q1/22 - Dividendenrendite 13 %

Business Development Companies haben einen festen Platz in dividendenorientierten Depots. Neben der Dividendenrendite ist dabei auch immer die Kursentwicklung im Auge zu behalten, da beides zusammen die Gesamtrendite des Investments ergibt. Auf den Kursverlauf hat man als Anleger kaum Einfluss, sehr wohl aber auf die Auswahl der Aktien mit den besten Kursaussichten. Grundsätzlich gilt: Wenn das Business floriert, wird der Kurs letztlich folgen.

In meinen BDC-Earnings-Reports richte ich meinen Blick vor allen auf die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen einer BDC, also von Net Asset Value (NAV bzw. Buchwert), Net Investment Income (NII) und die Payout Ratio. Und erst ganz zuletzt auf die Dividendenrendite.

FS KKR Capital Corp. Earnings-Report Q1/2022

FS KKR Capital (FSK) lieferte überzeugende Zahlen für das 1. Quartal ab. Das bereinigte Net Investment Income (NII) lag bei 0,72 USD je Aktie und damit deutlich über den 0,65 USD aus Q4/21. Das Total Investment Income von 396 Mio. USD hat sich ggü. den 163 Mio. USD aus Q4/21 mehr als verdoppelt und liegt auch meilenweit vor den 151 Mio. USD aus dem Vorjahresquartal (Q1/21). Der Gesamtmarktwert der Investitionen (Total Fair Value) belief sich am 31. März 2022 auf 16,6 Mrd. USD gegenüber 16,1 Mrd. am 31. Dezember und der Nettoinventarwert (NAV) konnte auf 27,33 USD je Aktie weiter zulegen (Q4/21: 27,17). Aber das ist noch nicht alles...

Montag, 9. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: Wie kann man jetzt noch in China investieren?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 19/2022

"Es ist ein Fehler, zu denken, man begrenze sein Risiko, indem man sein Geld zu sehr auf Unternehmen verteilt, von denen man wenig weiß und denen man nicht richtig vertraut. Eigenes Wissen und Erfahrung sind definitiv begrenzt und es gibt selten mehr als zwei oder drei Unternehmen, in die ich zu einem Zeitpunkt volles Vertrauen setze."
(John Maynard Keynes)

Samstag, 7. Mai 2022

Warren Buffett weiß, was Anleger beim Investieren unbedingt vermeiden sollten

Warren Buffett, der wohl bekannteste und erfolgreichste Investor der Welt, macht aus seiner Investment-Philosophie kein Geheimnis. Seine Investmentholding Berkshire Hathaway führt er nach diesen Prinzipien und versteht es immer wieder, auch schwierige Zusammenhänge leicht verständlich zu präsentieren.

Auf CNBC beantwortet er schon seit Jahren immer mal wieder mehrere Stunden lang Fragen von Anrufern und gibt dabei kluge Ratschläge, wie Anleger sich verhalten und was sie auf jeden Fall vermeiden sollten.
»Worauf es für die meisten Menschen beim Investieren ankommt, ist nicht, wie viel sie wissen, sondern wie realistisch sie definieren, was sie nicht wissen. Ein Investor muss nur ganz wenige Dinge richtig machen, solange er große Fehler vermeidet.«
(Warren Buffett)
Leichter gesagt als getan? Eigentlich nicht...
 

Freitag, 6. Mai 2022

Steico: Ungebremst rekordverdächtig erfolgreich

Steico hat nach einem sehr starken 2021 im 1. Quartal 2022 einfach weiter Gas gegeben. 2021 war geprägt durch eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach ökologischen Holzfaser-Dämmstoffen und Konstruktionsprodukten, so dass ein Wachstumssprung um 25,7 % auf einen neuen Umsatzrekord von 388,2 Mio. EUR realisiert werden konnte. Der Jahresüberschuss konnte sogar um 109,7 % auf 48,2 Mio. EUR zulegen. Trotz größerer Herausforderungen konnte der Umsatz im 1. Quartal 2020 um weitere 27,9 % gegenüber Vorjahr auf 115,9 Mio. EUR gesteigert werden. Das EBITDA konnte mit 23,5 Mio. EUR um 23,9 % gesteigert werden, das EBIT um 24,6 % auf 17,2 Mio. EUR. Und selbst die Dividenden steigt um überdurchschnittliche 33,33 % von 0,30 auf 0,40 EUR je Aktie. Steico ist einfach eine Klasse für sich und irgendwie spielen dem Unternehmen alle Entwicklungen in die Karten...

Dienstag, 3. Mai 2022

Kissigs Portfoliocheck: Value Investor Tom Russo setzt hochprozentig auf Jack Daniel‘s-Hersteller Brown-Forman

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 190. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15 % einbrachte.

Tom Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 4. Quartal 2021 ließ er es gewohnt ruhig angehen. Obwohl er nicht völlig untätig blieb, liegt seine Turnoverrate mit unter 3 % weiterhin auf niedrigstem Niveau. Die größte Auswirkung auf das Portfolio hatte die Reduzierung der Position von AB InBev um knapp 84 %, die Russo ursprünglich zwischen 2010 und 2011 aufgebaut hatte. Mit 38,6 % nehmen defensive Konsumwerte weiterhin den größten Anteil in Russos Depot ein, auch wenn ihre Gewichtung um knapp 2 % sank. Ihnen folgen nach wie vor Finanzwerte mit 31,3 % und Kommunikationswerte mit 13,1 %. Seine fünf größten Positionen bringen es zusammen auf einen Depotanteil von 50,9 % und bezieht man darin beide Berkshire-Aktiengattungen ein, wären es sogar 55,75 %.

Spirituosenhersteller Brown-Forman rangiert nicht unter Russos Top 10-Positionen und wird vielen Anlegern nichts sagen. Sein Spitzenprodukt hingegen schon: Jack Daniel's Tennessee Wiskey. Und Brown-Forman hat noch einiges mehr zu bieten...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 2. Mai 2022

Kissigs Aktien Report: Vom Biotech-Boom profitieren – ausgerechnet mit Sartorius?!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 18/2022

"Wenn ich mir den Jahresbericht eines Unternehmens ansehe und ihn nicht verstehe, will man nicht, dass ich ihn verstehe."
(Warren Buffett)

Samstag, 30. April 2022

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im April

Der April forderte einen Großteil der Kursgewinne aus dem März zurück. Eigentlich ging es den ganzen Monat hindurch brutal abwärts, weil es irgendwie auch keine positiven Nachrichten gab. Alle Themenfelder, die die Börsen schon seit Monaten belasten, bekamen weiter neue Nahrung: die Lieferketten stocken, auch dank Chinas Zero-COVID-Lockdown in Shanghai, die Preis und ihnen folgend die Inflation schnellen ungebremst in die Höhe, weshalb die Notenbanken immer hysterischere Töne Richtung Zinsanhebungen aussenden und damit die Wahrscheinlichkeit einer Rezession weiter erhöhen. Und der Ukrainekrieg? Da gibt es auch wenig Zeichen der Entspannung, so dass alle vorgenannten Problemfelder zusätzlich Futter bekommen.

Gute Nachrichten? Fehlanzeige. Außer... dass die Stimmung bei den Bürgern, in der Wirtschaft und an der Börse inzwischen ziemlich pessimistisch ist. Was grundsätzlich schon wieder positiv zu werten ist. Ken Fisher erklärte jüngst, die aktuelle Korrektur sei nicht mehr als eine solche. Anleger hätten sich zwar an "V-förmige Erholungen" gewöhnt, aber dieses Mal sei es eine "W-förmige" Korrektur, die den Boden für neue Kursaufschwünge in der zweiten Jahreshälfte bereite.

Der gute Ken hat übrigens sehr oft Recht mit seinem Marktvorhersagen - in beide Richtungen. Es besteht also noch Hoffnung. Und dass sich in Frankreich Macron mit 58 % gegen Le Pen durchsetzen und die EU damit vor einer weiteren schweren Krise bewahren konnte, ist ja auch kein schlechtes Omen.

Doch maßgeblich war in den letzten Tagen natürlich die US-Earnings-Season und da lag das Augenmerk nach dem Netflix-Fiasko auf den Schwergewichten Alphabet, Amazon, Apple, Meta Platforms und Microsoft. Und man kann feststellen: die As haben's versaut, die Ms haben's überzeugt...

Freitag, 29. April 2022

Kissigs Portfoliocheck: Microsoft ist Jeremy Granthams stärkstes Investment

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 188. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007. Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

In seinem Investorenbrief von Anfang April 2022 erklärte Grantham, die seit Ende der Finanzkrise 2009 währende Dominanz der Growth-Aktien über die Value-Aktien sei vorbei, denn Profitabilität werde wieder zu einem ganz entscheidenden Faktor bei der Unternehmensbewertung: "The turn in Value is just getting started". Grantham setzt weiterhin konsequent auf Aktien mit dominierendem Geschäftsmodell und Preissetzungsmacht, die steigenden Zinsen und höherer Inflation am besten trotzen können.

Im 4. Quartal 2021 schichtete Jeremy Grantham 8 % seines Portfolios um und hielt am Ende 677 Werte, darunter 97 Neuaufnahmen. Der Wert der von ihm bei GMO verwalteten Kundenportfolios lag Ende des Quartals um eine halbe Milliarde höher bei 20,8 Mrd. USD. Mit 30,0 % gewichtet er Technologiewerte weiterhin am stärksten vor Gesundheitsaktien mit 18,9 % und Finanzwerten mit 13,5 %.

Trotz einer leichten Reduzierung bleibt Microsoft unangefochtener Spitzenreiter in Granthams Depot. Die Gewichtung legte dank der starken Kursperformance sogar von 4,7 % auf 4,95 % zu. Auf Platz 2 rangiert weiterhin Apple und dahinter folgt immer noch UnitedHealth. Neuer vierter ist Coca-Cola vor U.S. Bancorp, die ihren fünften Platz behaupten konnten. Dass Graham gerade auf Microsoft setzt, hat dabei eine ganze Reihe guter Gründe...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Apple, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 28. April 2022

Starke 2021er Ergebnisse: Bei SBF läuft (fast alles) wie auf Schienen

SBF glänzt mit starken Zahlen. Der Anbieter von LED-Beleuchtungssystemen für Schienenfahrzeuge und die Industrie hat vorläufige noch nicht geprüften Konzernzahlen für ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Der Konzernumsatz stieg um 45,7 % auf 31,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,4 Mio.), das EBITDA erreichte mehr als eine Verdoppelung auf 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio.) und die EBITDA-Marge erreichte 22,7 % (Vorjahr: 15,1 %).

Der Auftragsbestand liegt weiter auf hohem Niveau und SBF geht für 2022 daher von weiter steigenden Umsätzen von mindestens 40 Mio. EUR aus. Dabei werden sich in beiden Geschäftsfeldern "Schienenfahrzeuge" und "Industrielle Beleuchtung" die Preissteigerungen der Materialien im Ergebnis niederschlagen. Dennoch geht SBF von einer auf die Branche gesehen überdurchschnittlichen Marge aus. Darüber hinaus hat man weitere Zukäufe im Visier...

Montag, 25. April 2022

Kissigs Aktien Report: Ungewissheit lässt Kurse purzeln. Aber Costco läuft einfach…

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 17/2022

"In der Spekulation gerät die Selbstkritik, die beste Garantie für ein Minimum an gesundem Menschenverstand, in Gefahr."
(John Kenneth Galbraith)

Sonntag, 24. April 2022

Ken Fisher mahnt: Kurssteigerungen zu verpassen kostet Anleger mehr als ein Crash!

Psychologie bestimmt die Aktienkurse deutlich stärker als die Faktenlage. Und die menschliche Natur neigt dazu, Negatives deutlich stärker zu gewichten, als Positives. Das liegt in unseren Genen, die auf Überleben getrimmt sind - bei Gefahr schüttet unser Körper Adrenalin aus und aktiviert unseren Fluchtreflex. Diese Reflexe sicherten unserer Spezies das Überleben, doch in unserer modernen Welt benötigen wir diese Überlebenstechniken immer seltener. Und beim Investieren stehen sie unserem Erfolg sogar im Weg.

Wenn die Aktienkurse steigen, will jeder dabei sein und die Kursgewinne mitnehmen. Und wenn die Börse abwärts rauscht, will jeder aussteigen, möglichst schnell und zu jedem Preis. Was psychologisch nachvollziehbar ist ("Behavioral Finance"), ist dann allerdings auch der Grund, weshalb Anleger nicht besser, sondern überwiegend schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt. Sie folgen der Herde und können daher nicht besser sein. In der Wahrnehmung konzentrieren sich immer mehr Anleger auf die gleichen Risiken und Themen und überhöhen somit ihre Bedeutung (sog. "Attention Bias") - mit entsprechend starken Auswirkungen auf die Aktienkurse. Dabei neigen wir Menschen dazu, Negatives deutlich intensiver wahrzunehmen, als positive Erlebnisse. Auch negative Nachrichten geben wird wesentlich häufiger weiter als positive. Dass wir also Verluste viel stärker empfinden als Gewinne, nennt man "Dispositionseffekt". Und diese Erkenntnis führt uns zurück zu den Bullen und Bären...

Freitag, 22. April 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu SHS Viveon: Noch eine Chance für den Risikomanager?!

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer es oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel, nicht nur die von mir verfassten, vorab in ihr Email-Postfach und das Magazin mit allen Artikeln erscheint dann alle 14 Tage.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Donnerstag, 21. April 2022

Kissigs Portfoliocheck: Ray Dalio setzt bei McDonald’s auf Burger und Immobilien

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 187. Portfoliocheck nehme ich mir erstmals Ray Dalio vor, der den 1975 von ihm gegründeten Hedgefonds Bridgewater Associates zum größten Hedgefonds der Welt aufgebaut hat. Seit einigen Jahren kritisiert Dalio die Geldflut der Notenbanken und warnt vor den negativen Konsequenzen, wenn diese Blase platzt. In den letzten Monaten gewann seine Kritik an Bedeutung, nachdem die Preise explosionsartig in die Höhe schossen und die Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die Zinswende eingeläutet haben. Doch eine grundsätzliche Abkehr vom Aktienmarkt empfiehlt Ray Dalio Anlegern nicht. Vielmehr rät er zu ausgesuchten Investments in Unternehmen, die auch in Krisenzeiten hohe Kundennachfrage auf sich ziehen.

Dalio blieb auch im 4. Quartal seinem aktiven Stil treu krempelte 10 % seines breit diversifizierten Portfolios um. Es umfasst nun 732 Aktien, darunter 137 Neuaufnahmen. Am stärksten hat Dalio seine Emerging Markets-Wetten reduziert und seine dies bezüglichen ETF-Positionen zwischen 29 % und 56 % abgebaut. Daneben standen vor allem Walmart auf der Verkaufsliste, wo er seine Position um 44 % verkleinerte, sowie Danaher, die nach dem Verkauf von 98 % wohl vor dem vollständigen Depotexitus stehen. Mit 28,1 % sind defensive Konsumwerte am höchsten gewichtet. Ihnen folgen die zyklischen Konsumwerte mit 17,9 % und Gesundheitswerte mit 17,5 %. Finanzwerte mit 3,5 % und Industriewerte mit 3,1 % folgen mit großem Abstand.

Zu den defensiven Konsumwerten zählt auch Burger-König McDonald's, die mit 2,6 % Gewichtung in Dalios Portfolio auf dem zehnten Rang liegen. Seine Position hat Dalio zuletzt weiter aufgestockt und sich dabei wohl auch von den erheblichen stillen Reserven aus dem enormen Immobilienvermögen leiten lassen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Danaher auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 19. April 2022

Kissigs Aktien Report: Elon Musk greift bei Twitter zu – läuft‘s bei Tesla etwa zu rund?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 18. April 2022

Börsenweisheit der Woche 16/2022

"Das zentrale Prinzip des Investierens besteht darin, der allgemeinen Meinung zu widersprechen, da die Investition unweigerlich zu teuer und daher unattraktiv ist, wenn sich alle einig sind."
(John Maynard Keynes)

Sonntag, 17. April 2022

Buffett erklärt, wie der 'Float' ihn ganz einfach immer reicher macht

Warren Buffett ist der wohl beste Investor aller Zeiten. In seinem 2009er Aktionärsbrief erklärte er, was es mit dem "Float" auf sich hat und welch ungeheure Kraft ihm innewohnt. Neben dem Zinseszinseffekt und extremer Geduld ist er die dritte Säule, auf der Berkshire Hathaways mehr als 50-jährige Erfolgsgeschichte basiert.

Die größte Ehre ist es ja, kopiert zu werden. Und Buffett widerfährt diese Ehre nun seitens der Alternativen Asset Manager wie Apollo Global Management, Blackstone, KKR und jüngst auch Brookfield Asset Management, die reihenweise Versicherungskonzerne aufkaufen, um sich deren Float und sich selbst somit einen steten Strom an frischen Finanzmittel zu sichern. Und genau so arbeitet der Float für Warren Buffett...

Freitag, 15. April 2022

Weshalb sich solide Dividendenwerte für Anleger richtig auszahlen können

Am Sinn von Dividendenausschüttungen scheiden sich die (Anleger-) Geister. Während die einen Dividenden für elementar halten, vertreten andere die Auffassung, sie seien schlicht Geldverschwendung. Man solle lieber auf Unternehmen setzen, die ihre Gewinne thesaurieren, also komplett einbehalten, denn dadurch erhöhe sich der Wert des Unternehmens. Und folglich auch der Aktienkurs.

Auf die Dividendenrendite bin ich schon eingegangen, daher möchte ich jetzt andere wichtige Aspekte in den Fokus nehmen. Denn Dividenden polstern in Zeiten von Kursflauten das Konto erfreulich auf und stellen auf lange Sicht immerhin rund 40 % des Gesamtertrages eines Depots aus. Grund genug also, Dividenden ein wenig (mehr) Beachtung zu schenken!

Donnerstag, 14. April 2022

Kissigs Portfoliocheck: DoorDash bleibt Chase Colemans Lieferheld

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 186. Portfoliocheck nehme ich mir erneut Chase Coleman III vor. Coleman begann seine Investmentkarriere 1997 beim Hedgefonds Tiger Management von Julian Robertson und als dieser seinen Fonds im Jahr 2000 schloss, betraute er Coleman mit der Verwaltung von über 25 Mio. USD, was ihn zu einem der über 30 sogenannten "Tiger Cubs" machte, den Tigerwelpen. Chase Coleman gründet seine eigene Investmentfirma Tiger Global Management und war einer der frühen Investoren bei Facebook und LinkedIn. Inzwischen managt Coleman in seiner Tiger Global Management über 50 Mrd. USD; er ist ein aktiver Investor, der sein Depot häufiger umschlägt. Dennoch ist sein Portfolio fokussiert und seine zehn größten Positionen bringen es auf ein Gewicht von beinahe 50%. Auf der 2019er Forbes-Liste der Milliardäre der Welt rangiert er auf Platz 458 mit einem Nettovermögen von 4,5 Mrd. USD und hat nach Angaben von Institutional Investor im Jahr 2020 schätzungsweise 2,5 Mrd. USD verdient.

Coleman blieb auch im 4. Quartal seinem aktiven Stil treu und wirbelte sein 45,9 Mrd. USD schweres Depot kräftig durcheinander. Seine Turnoverrate lag bei 15 % und zum Quartalsende hielt er 169 Positionen, darunter 16 neue. Mit 51,8 % hat der Technologie-Sektor in Colemans Depot weiter zugelegt. Es folgen weiterhin die zyklischen Konsumwerte mit einer etwas reduzierten Gewichtung von 20,9 % vor Communication Services mit 17,1 % und Financial Services mit 8,4 %.

Nach dem Verkauf von 35 % der Aktien rutschte Microsoft auf Platz 2 in Colemans Depot; neuer Spitzenreiter ist nun JD.com. Auf Rang 3 liegt weiterhin Sea Ltd, und vom 4. auf den 6. Platz abgerutscht ist DoorDash - mit über 55 % Marktanteil der führende Anbieter für Food Delivery in den USA.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Microsoft, Sea Limited auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 13. April 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Amadeus FiRe: Erfolgspersonaldienstleister auf Rekordjagd

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer es oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel, nicht nur die von mir verfassten, vorab in ihr Email-Postfach und das Magazin mit allen Artikeln erscheint dann alle 14 Tage.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Dienstag, 12. April 2022

Charlie Munger's Daily Journal halbiert in Q1/22 die Alibaba-Position

Charlie Munger
halbierte sein Paket an Alibaba Group.  Und zwar nicht bei seiner mit Warren Buffett betriebenen Investmentholding Berkshire Hathaway, sondern bei seiner eigenen Vermögensverwaltung, der Daily Journal Corp, die er 1977 übernahm und bei der er seitdem Chairman ist war.

Munger agiert äußerst selten und zwar immer nur dann, wenn er sich absolut sicher ist, eine Jahrhundertgelegenheit gefunden zu haben. Dann steigt er groß ein und zwar nicht mit Kleckerbeträgen. Nach vielen Jahren hatte er im Frühjahr 2021 erstmals wieder zugeschlagen und zwar ausgerechnet bei Alibaba. Im Herbst hatte er seinen Bestand annähernd verdoppelt, doch der Aktienkurs befindet sich weiterhin im Sturzflug und Munger und Munger verdoppelte seinen Einsatz gleich noch einmal im 2021er Schlussquartal. Doch im 1. Quartal 2022 ist nun auf einmal alles anders!?

Montag, 11. April 2022

Kissigs Aktien Report: Mit Funkwerk und SBF auf Schnäppchenjagd bei deutschen Nebenwerten

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 15/2022

"Ich mag mein heutiges Portfolio, aber ich weiß auch, dass unter diesen Aktien in 12 Monaten einige Verlierer sein werden. Bei der Aktienauswahl geht es nicht nur um die Auswahl der Gewinner, sondern auch um das Herausfiltern der Verlierer im Portfolio, bevor sie offensichtlich werden."
(Ian Cassel)

Sonntag, 10. April 2022

Verbilligen oder Verluste begrenzen? Peter Lynch weiß, wie's richtig geht. Und wann...

Wenn die Kurse fallen, stellt sich Anlegern die Frage, wie sie damit richtig umgehen sollten. Sollten sie ihre bestehende Position ausbauen, also den Einstandskurs verbilligen, oder lieber konsequent die Reißleine ziehen und die Verluste begrenzen?

Eine pauschale richtige Antwort gibt es auch in diesem Fall nicht, denn es kommt entscheidend auf die jeweilige Situation an. Beide Verhaltensweisen können genau das Richtige sein. Es kommt daher darauf an, dass Anleger sich nicht von Angst oder Gier treiben lassen, sondern möglichst emotionslos analysieren, ob ein Nachkauf oder ein Verkauf die positivere Auswirkung auf ihre Gesamtrendite hat.
»Du wirst Deine Ergebnisse nicht verbessern, indem Du die Blumen ausreißt und das Unkraut gießt.«
(Peter Lynch)
Investorenlegende Peter Lynch, der erfolgreichste Fondsmanager der 1980er Jahre, hat hier eine sehr passende Metapher gewählt, um Anlegern eine erste wichtige Entscheidungshilfe zu geben. Aber natürlich steckt noch etwas mehr dahinter...

Freitag, 8. April 2022

Kissigs Portfoliocheck: Bei IAC InterActiveCorp wettet Mason Hawkins auf den nächsten Spin-off-Coup

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 185. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street.

Im 4. Quartal 2021 lag lag Mason Hawkins Turnoverrate bei 16 % Unter seinen 35 Depotwerten finden sich gleich 8 Neuzugänge. Sein Portfolio ist stark fokussiert. Die drei größten Positionen gut ein 25 % aus und die fünf größten bringen es zusammen auf 40 % Gewichtung. Die mit Abstand größte Position bleibt Lumen Technologies, wenngleich ihre Gewichtung um mehr als 3 % auf jetzt noch 13,6 % gesunken ist. Mattel hat mit CNX Resources die Plätze getauscht und ist neuer Zweitplatzierter. Auf Rang vier folgt nun FedEx, die sich um drei Plätze verbessert haben, vor der weiterhin fünftplatzierten Hyatt Hotels Corp.

Die größte Auswirkung hatte der Wiedereinstieg bei Biogen. Neu an Bors ist Vimeo mit knapp 1 % Gewicht. Vimeo ist ein Business, das IAC InterActiveCorp. aufgebaut und dann an seine Aktionäre via Spin-off verschenkt hat. Bei IAC war Mason Hawkins erst im 3. Quartal neu eingestiegen und hat nun um weitere 0,7 % aufgestockt; es ist mit 4,4 % seine neuntgrößte Position. Interessanterweise kaufte er auch bei MGM Resorts weiter zu, bei denen IAC auf dem Hochpunkt des Coronaabsturzes mit einem Milliardenbetrag eingestiegen war. Mit diesen Wetten, vor allem aber mit IAC, setzt Mason Hawkins antizyklisch auf eine Renaissance der Online-Geschäftsmodelle. Und auf eine Fortsetzung der IAC-Erfolgsgeschichte, die so großartige Unternehmen an die Börse gebracht hat wie Expedia, TripAdvisor, HSN Home Shopping Network, Ticketmaster, LendingTree, Match Group (Tinder) und zuletzt Vimeo. Und die nächsten stehen schon in den Startlöchern...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe IAC InteractiveCorp, Match Group auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 6. April 2022

Renditekiller Ankereffekt: Passiert fast jedem, ganz unbewusst. Ist aber echt teuer...

Psychologie hat einen enormen Einfluss auf unsere Entscheidungen, auch an der Börse. André Kostolany meinte sogar, die Börsenkurse würden zu 90 % von psychologischen Faktoren beeinflusst. Grund genug, sich als Anleger mit "Behavioral Finance" (Verhaltensökonomie) zu beschäftigen und dabei einem Phänomen auf die Schliche zu kommen, das so natürlich zu unserem Lebensalltag gehört, dass wir es gar nicht mitbekommen. Und das uns viel Rendite kostet, wenn wir uns nicht bewusst dagegen zu Wehr setzen: der Ankereffekt.

Dienstag, 5. April 2022

Kissigs Aktien Report: Alphabet - Die Alphawette unter den Tech-Durchstartern?!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 4. April 2022

Kissigs Investor-Update Q1/22 mit Funkwerk, Energiekontor, PNE, Costco, SBF, Berkshire Hathaway, Mutares, Microsoft, Nynomic, Netfonds und FS KKR Capital

Mein Investor-Update zum Ende des 1. Quartals 2022

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die Top-Werte meines Investmentdepots; es ist in gewisser Weise mein persönliches 13F. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mal mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Börsenweisheit der Woche 14/2022

"Niemand kann die Zinssätze, die künftige Richtung der Wirtschaft oder den Aktienmarkt vorhersagen. Ignoriere derartige Prognosen und konzentriere Dich darauf, was mit den Unternehmen passiert, in die Du investiert hast."
(Peter Lynch)

Sonntag, 3. April 2022

Einfach gedacht: Eine Aktiendividende könnte das Dividendendilemma von Mutares lösen

Bei Mutares nähert sich die Hauptversammlung und damit rückt das Thema Dividende wieder in den Mittelpunkt. Denn Dividendenfans kaufen gerne Aktien von Unternehmen mit hoher Dividendenrendite. Zu denen gehörte Mutares in den letzten Jahren. CEO Robin Laik hatte bereits Mitte 2019 Mutares als "dividendenfreudiges" Unternehmen positioniert und die Dividendenrendite lag damals um die 10 %.

Doch Mutares hat erst vor einigen Monaten eine große Kapitalerhöhung durchgezogen und diese damit begründet, dass man "gerade jetzt in diesem Umfeld" eine Jahrhundertchance an Möglichkeiten vor der Nase hat. Auf der Buyside hat sich die Lage nun sogar noch verbessert. Auf der Sellside nicht. Hier will Mutares abwarten und keinesfalls zu niedrige Verkaufspreise akzeptieren. Richtig so! Aber... wenn man nichts verkauft, kommt kein Geld rein (außer durch die Ergebnisbeiträge bzw. Gewinnabführungen der inzwischen gut laufenden Töchter). Schüttet man nun also auch noch eine (zu) hohe Dividende aus, schmilzt das freie Kapital deutlich. Doch... genau das braucht man gerade jetzt, eben weil sich so viele Möglichkeiten bieten und Mutares fast überall zum Zuge kommen kann. Mutares hat damit ein Dividendendilemma.

CIO Laumann hat sich kürzlich hinsichtlich der Dividende für das Geschäftsjahr 2021 auch schon weit aus dem Fenster gelegt, als er eher "einen Fortschritt als einen Rückschritt" ankündigte. Ich hoffe, es werden max. 0,10 EUR auf die letztjährige Ausschüttung oben drauf gelegt. Ein Hintertürchen gibt es allerdings noch. Für 2020 gab es eine Basisdividende von 1,00 EUR je Aktie und eine ertragsabhängige Performance-Dividenden von 0,50 EUR. Theoretisch könnte Mutares also auf die Basisdividende auf 1,10 EUR anheben und die Performance-Dividenden entfallen lassen.

Meine Einschätzung

Mir wäre daher eine niedrigere Dividende lieber. Bei 1,10 EUR je Aktie läge die Dividendenrendite bei rund 4,8 % und damit wäre sie vergleichsweise attraktiv. Aus meiner Sicht hoch genug. Dies würde jedoch wohl vom Kapitalmarkt als Taschenspielertrick aufgefasst und als Kürzung wahrgenommen werden. Und Mutares will es sich wohl kaum mit seinen Aktionären verscherzen. Daher wird es wohl mindestens 1,50 EUR geben.

Mutares könnte natürlich auch so schlau sein, dass sie künftig eine Aktiendividende anbieten. So kommt/bleibt einiges von dem Geld im Unternehmen und steht weiterhin fürs operative Business zur Verfügung. Und das bisschen an Extraverwässerung sollte auch kein Problem sein.

Disclaimer: Habe Mutares auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

"Pure New Energy": PNE erzielt in 2021 Rekordwerte - und dreht jetzt erst richtig auf...

Clean Energy Solutions Provider PNE glänzt mit starken Zahlen. Der Geschäftsbericht für 2021 zeigt: PNE hat die eigene Guidance von 24 bis 32 Mio. EUR mit einem EBITDA von 32,7 Mio. EUR (Vorjahr: 26,3 Mio.) übertroffen. Das EBIT beläuft sich auf 9,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio.) und das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 0,33 EUR (Vorjahr: 0,02). Auch die Gesamtleistung wurde in 2021 auf 252,0 Mio. EUR (Vorjahr: 151,7 Mio. EUR) deutlich ausgebaut.

In der Projektentwicklung wurden große Fortschritte erzielt, trotz einiger Verzögerungen in Folge der Corona-Pandemie. Die PNE-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 Windpark- und Photovoltaikprojekte mit rund 1.076,1 MW/MWp (im Vorjahr nur Windenergie: 461,2 MW) fertiggestellt, verkauft oder mit deren Bau begonnen. Damit wurde dieser Wert gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und ein neuer Rekordwert in der Unternehmensgeschichte erreicht.

Und der Blick ins Jahr 2022 stimmt noch zuversichtlicher, denn 2021 war ein vergleichsweise schwaches Windjahr. Dabei hat PNE seinen Eigenbestand massiv ausgebaut, während die Strompreise auf neue Rekordwerte hochschnellten. Menge x Preis = Gewinn, so lautet verkürzt die Zauberformel, die auch in 2022 und darüber hinaus für starken Rückenwind sorgen dürfte. Sowohl beim Business als auch beim Aktienkurs.
 

Freitag, 1. April 2022

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im März

Der März startete mit brutalen Kursverlusten aufgrund des Ukrainekriegs und der hieraus resultierenden Sanktionen des Westens. In den letzten Tagen kam es aber zu einer geradezu "V-förmigen" Erholung der Börsenkurse, auch wenn die Daten aus Wirtschaft immer negativer werden. Die Börsen und die Wirtschaft laufen nicht synchron, die Börsenkurse nehmen die Entwicklung für 12 Monate vorweg.

Die Earnings Season nähert sich ihrem Ende und die meisten Unternehmen konnten starke 2021er Ergebnisse vermelden. Aber der Ausblick auf 2022 wird oft weggelassen oder steht unter massivem Vorbehalt. Die Börse reagiert(e) oft mit Abstrafung, dabei verkünden die Unternehmenslenker nichts, was man sich mit einer normalen Portion gesundem Menschenverstands nicht selbst denken kann/könnte. Vieles ist also in den Kursen längst drin, vor allem Negatives, so dass positive Überraschungen schnell auch zu satten Kurssprüngen führen.

Dabei sollten Anleger aber unbedingt selektieren zwischen spekulativen Eintagsfliegen, die nur eine Bärenmarktrallye hinlegen, und solchen Aktien, bei denen die Unternehmen fundamental solide dastehen und auch in den aktuellen unsicheren Zeiten ordentliche abliefern werden. Mit solchen Unternehmen im Depot braucht man auch diese herausfordernden Zeiten nicht zu fürchten, selbst wenn der eine oder andere Aktienkurs trotzdem mal kurz unter die Räder kommen sollte. Top-Unternehmen haben immer Konjunktur, sowohl bei Global Champions als auch bei den Hidden Champions im Nebenwertesektor...

Kissigs Portfoliocheck: Stanley Druckenmillers Rohstoffwette Freeport-McMoRan zahlt sich richtig aus

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 184. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 % erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil und legt den Schwerpunkt auf einige wenige, ausgesuchte Werte. Er war auch im 4. Quartal 2021 wieder sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 21 %; unter seinen nun 49 Positionen finden sich 15 Neuaufnahmen. Er steht dem Gesamtmarkt weiterhin skeptisch gegenüber und geht von einer bevorstehenden starken Korrektur aus. Seinen Portfoliowert hat er daher sukzessive weiter reduziert und Cash aufgebaut. Ende des Quartals lagen seine Aktienpositionen noch bei 2,75 Mrd. USD, vor einem Jahr waren es noch beinahe 4,0 Mrd.

Der "digitale Fußabdruck" in Druckenmillers Portfolio ist stark geschrumpft; inzwischen sind die Technologiewerte mit einem Anteil von 20,8 % auf Rang zwei zurückgefallen. Die zyklischen Konsumwerte stellen mit einem Gewicht von 39,8 % inzwischen den mit Abstand stärksten Sektor vor Communication Services mit 18,6 %, Basic Materials mit 7,3 % und Industrials mit 5,0 %. Dabei stand Starbucks ganz oben auf seiner Verkaufsliste, aber auch bei Amazon verkaufte er 32 % und bei Alphabet 19 %. Neu eingestiegen ist er bei Chevron und bei Coupang stockte er weiter auf. Der südkoreanische Onlinehändler ist mit 19,2 % Gewichtung nun seine mit Abstand größte Position. Die meiste Freude dürfte Druckenmiller aber "Kupfer-King" Freeport-McMoRan machen, bei dem er im Sommer 2020 massiv einstieg und der seitdem von einem Kurshoch zum nächsten eilt...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 31. März 2022

Mutares im Krisenmodus: Goldgräberstimmung beim Sanierungsspezialisten?!

Beim Sanierungsspezialisten Mutares nimmt der Deal-Flow wieder Fahrt auf, nachdem die große Kapitalerhöhung im Herbst die Kassen prall gefüllt hat. Die explodierenden Preise in allen Bereichen, auch und vor allem bei den Energieträgern, und der Ukraine-Krieg mit seinen massiven Auswirkungen auf die Lieferketten und die Verfügbarkeit von Roh- und Betriebsstoffen sowie Arbeitskräften und Getreide sendet zusätzliche Schockwellen durch die europäischen Volkswirtschaften. Kaum ein Unternehmen spürt nicht die Einschränkungen und leidet und umso mehr Firmen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Im Hinblick auf die aktuelle und künftige Lage, die Unternehmensnachfolge oder "einfach nur" als Sparte eine Konzerns, der sich auf andere Bereiche fokussieren will.

Für Mutares sind das "Goldgräberzeiten". Böse Zungen könnten von Krisenprofiteuer sprechen, eine freundlichere Formulierung wäre "Neustartermöglicher". Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen und bietet auch für Anleger interessante Perspektiven...

Mittwoch, 30. März 2022

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu GESCO: Die Perlentaucher des deutschen Mittelstands

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer es oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel, nicht nur die von mir verfassten, direkt nach dem Verfassen vorab in ihr Email-Postfach und das Magazin mit allen Artikeln erscheint dann alle 14 Tage.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Dienstag, 29. März 2022

Kissigs Aktien Report: China-Aktien Xiaomi und JD.com: Zwischen Totalverlust und Jahrhundertchance

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 28. März 2022

Photonicspezialist Nynomic trotzt allen Widrigkeiten und dreht weiter mächtig auf

Wieder einmal Rekordwerte hat Nynomic vorgelegt. Das Geschäftsjahr 2021 glänzte nach vorläufigen Zahlen nochmals heller und die unterjährig zweimal erhöhten Prognosen wurden am Ende erneut übertroffen. Der Umsatz lag konzernweit bei €105,2 Mio. 105,2 und damit um 34% über dem 2020er Wert von €78,6 Mio. Das EBIT betrug rund €13 Mio. und überbot den 2020er Wert von €8,0 Mio. damit um 63%, so dass sich die EBIT-Marge entsprechend von 10% auf 12% erhöhte. Und auch beim Auftragsbestand kann Nynomic einen weiteren Rekordwert verbuchen: Ende 2021 standen Aufträge im Volumen von €73,5 Mio. in den Büchern (31.12.2020: €72,6 Mio.).

Aber hinter Nynomic steckt viel mehr als nackte Zahlen. Es ist eine piekfeine Equitystory, die eigentlich noch ganz am Anfang steht...

Börsenweisheit der Woche 13/2022

"Geschäftsmodelle, nicht Industrien, sind das, was wirklich zählt."
(Mariko Gordon)

Samstag, 26. März 2022

Buffetts bester Rat? Mach es einfach statt kompliziert, suche nachvollziehbare Geschäftsmodelle, die Bestand haben werden!

Value Investoren können weitgehend ohne komplizierte mathematische Formeln auskommen, indem die Anhänger des Wert orientierten Investierens einfach auf den gesunden Menschenverstand setzen. Und auf Geduld.

Je einfacher und langweiliger das Geschäftsmodell ist, desto interessanter ist es grundsätzlich für Value Investoren. Man kauft Anteile an soliden Unternehmen, die von ehrlichen und fähigen Leuten geführt werden und das zu einem Kurs, der unterhalb des fairen Wertes liegt, also das Gewinnpotenzial des Unternehmens (noch) nicht widerspiegelt...

Donnerstag, 24. März 2022

Kissigs Portfoliocheck: Chris Davis setzt auf den Finanzsektor und besonders auf Bank of New York Mellon

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 183. Portfoliocheck beschäftige ich mich wieder mit Chris Davis, dessen familiengeführte Investmentfirma Davis Advisors seit ihrer Gründung vor 50 Jahren stets ein und dieselbe bewährte Anlagephilosophie verfolgt: man versteht Aktien als Eigentumsanteile an realen Unternehmen und nicht als Wettscheine auf Kursschwankungen. Daher investiert Davis Advisors viel Zeit und Ressourcen in gründliche fundamentale Analysen der Unternehmen und setzt den Schwerpunkt auf dem Konzept der "Owners Earnings", das auch Warren Buffett bei der Auswahl von Aktien für Berkshire Hathaway bevorzugt.

Im 4. Quartal kam Chris Daivs auf eine Turnoverrate von 3%. Im Bestand befanden sich 120 Unternehmen, darunter drei Neuaufnahmen. Im $21,5 Mrd. schweren Portfolio von Davis Advisors liegen Finanzwerte mit 44,4% weiter unangefochten an der Spitze gefolgt von Technologiewerten mit 15,6%, Communication Services mit 14,0%, zyklischen Konsumwerten mit 9,4% sowie Gesundheitswerten mit 8,7%.

Unter den 10 größten Positionen finden sich fünf aus dem Finanzsektor. Wells Fargo ist mir gut 8,5% Anteil der dickste Brocken vor Capital One, die es auf knapp 8% bringen. Berkshire Hathaway liegt auf dem vierten Rang mit 5,1%; hier wurde Chris Davis zusammen mit Warren Buffetts Tochter Susan kürzlich in das Board of Directors berufen. U.S. Bancorp folgt mit 4,7% auf den fünften Rang und auf Platz neun schließlich mit der Bank of New York Mellon ein ganz besonderes Finanzunternehmen...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 21. März 2022

Kissigs Aktien Report: Russen-Öl-Boykott crasht Uniper, pusht Deutsche Rohstoff

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 12/2022

"Eine Value-Strategie nützt dem ungeduldigen Anleger wenig, da sie normalerweise Zeit braucht, um sich auszuzahlen."
(Seth Klarman)