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Mittwoch, 19. August 2026

Börsenweisheit des Tages | 19.08.2026

"Bärenmärkte haben drei Phasen: erst scharfer Fall, dann reflexartige Gegenbewegung und schließlich eine langfristige fundamental bedingte Abwärtsbewegung."
(Bob Farrell)

Montag, 17. August 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 17.08.2000 endete in Deutschland der Milliardenpoker um die teuersten UMTS-Lizenzen der Welt mit einem Rekordergebnis von 50,8 Mrd. Euro

Am 17.08.2000 endete einer der spektakulärsten Bieterwettbewerbe der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Nach 173 Bieterrunden hatten sechs Unternehmen beziehungsweise Konsortien die begehrten deutschen UMTS-Lizenzen ersteigert. Die Summe der Gebote belief sich zunächst auf 98,8072 Mrd. Deutsche Mark, also rund 50,5 Mrd. Euro. Durch eine zusätzliche Frequenzversteigerung am folgenden Tag erhöhte sich der Gesamterlös schließlich auf 99,3682 Mrd. DM, also 50,806 Mrd. Euro.

Die Dimension dieser Summe war damals kaum vorstellbar. Jeder der sechs erfolgreichen Bieter musste durchschnittlich mehr als 16,5 Mrd. DM beziehungsweise knapp 8,5 Mrd. Euro für seine Lizenz bezahlen. Dabei handelte es sich zunächst nur um das Recht, bestimmte Frequenzen zu nutzen. Damit war noch kein einziges UMTS-Funknetz gebaut, keine Basisstation errichtet, kein Mobiltelefon verkauft und noch kein einziger Kunde gewonnen. Die Unternehmen standen also erst am Anfang eines gewaltigen Investitionsprogramms.

Gleichzeitig schien die Zukunft des Mobilfunks geradezu grenzenlos. Das Internet hatte sich innerhalb weniger Jahre von einem Spezialmedium zu einem Massenphänomen entwickelt, Mobiltelefone verbreiteten sich rasant und die Börsen bewerteten Telekommunikations- und Internetunternehmen mit teilweise absurden Multiplikatoren. UMTS versprach, diese beiden Welten miteinander zu verschmelzen: das Mobiltelefon sollte zum mobilen Internet-Terminal werden. E-Mail, Webseiten, Online-Banking, E-Commerce, Videotelefonie, Musik, Nachrichten und andere digitale Dienste sollten jederzeit und überall verfügbar sein.

Die Euphorie war so groß, dass die hohen Lizenzpreise zunächst nicht als Warnsignal, sondern als Ausdruck einer gewaltigen wirtschaftlichen Chance interpretiert wurden. Nur wenige Monate später sollte sich das Bild dramatisch verändern. Die Dotcom-Blase platzte, die Aktienkurse von Telekommunikations- und Internetunternehmen brachen ein, die Finanzierungsmöglichkeiten trockneten aus und gleichzeitig erwies sich die neue Technologie als technisch schwieriger und langsamer marktreif als erwartet. Aus dem vermeintlichen Goldesel UMTS wurde für zahlreiche Unternehmen ein finanzieller Mühlstein.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Börsenweisheit des Tages | 24.06.2026

"Es gibt nichts Besseres als von jemandem zu kaufen, der während eines Crashs zu jedem Preis verkaufen muss. Viele unserer besten Käufe gelangen uns aus diesem Grund."
(Howard Stanley Marks)

Samstag, 6. Juni 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 06.06.1934 wurde die US-Börsenaufsicht SEC gegründet und hält seitdem Wertpapierbetrüger in Schach

Am 06.06.1934 wurde die U.S. Securities and Exchange Commission als Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde des USA gegründet und dies weit mehr als die Schaffung einer neuen Behörde. Die SEC war das Ergebnis einer tiefen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Erschütterung. Die Vereinigten Staaten hatten innerhalb weniger Jahre den spektakulärsten Börsenboom ihrer Geschichte erlebt, gefolgt vom verheerendsten Zusammenbruch der modernen Finanzwelt. Millionen Menschen verloren ihre Ersparnisse, Unternehmen gingen massenhaft bankrott, Banken kollabierten und die Weltwirtschaft stürzte in eine Krise, die bis heute als Maßstab für wirtschaftliche Katastrophen gilt.

Die Gründung der SEC markierte einen Wendepunkt im Verhältnis zwischen Staat und Finanzmärkten. Erstmals übernahm die Bundesregierung eine umfassende Verantwortung für die Überwachung des Wertpapierhandels. Ziel war es, Transparenz zu schaffen, Betrug zu bekämpfen und das Vertrauen der Anleger wiederherzustellen.

Die Geschichte der SEC ist deshalb zugleich die Geschichte des modernen amerikanischen Kapitalmarkts – von den Exzessen der 1920er Jahre über die Skandale der 1980er Jahre bis zur globalen Finanzkrise von 2008 und den Herausforderungen des digitalen Zeitalters sowie aktuell politisch verordneter Bisslosigkeit...

Dienstag, 26. Mai 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 26.05.1896 wurde erstmals der Dow Jones Industrial Average Index veröffentlicht. Es war die Geburtsstunde des modernen Börsenbarometers

Am 26.05.1896 wurde an der New Yorker Börse ein Index veröffentlicht, der die Finanzwelt dauerhaft verändern sollte: der Dow Jones Industrial Average, kurz Dow Jones oder schlicht "Dow". Was damals mit lediglich zwölf Industrieunternehmen begann, entwickelte sich zu einem der bekanntesten Aktienindizes der Welt. Über mehr als ein Jahrhundert hinweg wurde der Dow Jones zum Symbol für die Kraft der amerikanischen Wirtschaft. Seine Bewegungen spiegelten Wirtschaftskrisen, technologische Revolutionen, Kriege, Börsenblasen und globale Umbrüche wider.

Der Index gilt bis heute als eines der wichtigsten Börsenbarometer überhaupt. Obwohl moderne Indizes wie der S&P 500 in vielerlei Hinsicht repräsentativer sind, besitzt der Dow Jones einen historischen und psychologischen Stellenwert, der weit über seine mathematische Konstruktion hinausgeht. Wenn Nachrichtensprecher verkünden, "der Dow steigt um 500 Punkte" oder "der Dow stürzt ab", dann ist damit oft ein Signal verbunden, das weltweit Aufmerksamkeit erzeugt.
 
Die Geschichte des Dow Jones ist eng mit zwei Männern verbunden: dem Journalisten und Finanzanalysten Charles Dow und dem Statistiker Edward Jones. Gemeinsam legten sie nicht nur den Grundstein für einen der berühmtesten Indizes der Welt, sondern prägten auch den modernen Finanzjournalismus...

Mittwoch, 13. Mai 2026

Börsenweisheit des Tages | 13.05.2026

"Die Panik des Publikums nach dem Crash vom 19. Oktober 1987 resultierte zweifellos aus dem Vergleich mit 1929, den die Gurus ununterbrochen anstellten, ohne zu überlegen."
(André Kostolany)

Dienstag, 10. März 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 10.03.2000 markierte die Börse ein neues Rekordhoch, bevor die Dotcom-Blase platzte und die Börsen in den Abgrund riss. Und eine ganze Generation zu Losern machte...

Der 10.03.2000 markierte einen symbolischen Höhepunkt der modernen Börsengeschichte. An diesem Tag erreichte der Technologieindex NASDAQ Composite mit rund 5.048 Punkten ein neues Allzeithoch. In den Jahren zuvor hatte eine außergewöhnliche Börsenrally eingesetzt, die vor allem von Technologie- und Internetunternehmen getragen wurde. Investoren glaubten an eine neue Ära wirtschaftlichen Wachstums, die durch das Internet ausgelöst werden sollte. Die Erwartungen waren enorm, die Bewertungen vieler Unternehmen stiegen in zuvor kaum vorstellbare Höhen. Doch nur kurze Zeit nach diesem historischen Höchststand begann eine dramatische Kurskorrektur, die schließlich zum Platzen der Dotcom-Blase führte. Und innerhalb von gut zwei Jahren verlor der NASDAQ 100 fast vier Fünftel seines Wertes.

Das Entstehen und das Platzen dieser Spekulationsblase zählen bis heute zu den eindrucksvollsten Beispielen für die Dynamik von Finanzmärkten, technologischer Innovation und wirtschaftlicher Euphorie. Und obwohl so viel aus den damaligen Fehlern zu lernen ist, wird bereits die nächste Spekulationsblase aufgepumpt - der Mensch kann einfach nicht die Finger davon lassen...

Montag, 2. März 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 02.03.2009 verbuchte der Versicherungskonzern AIG den höchsten Quartalsverlust aller Zeiten. Seine Pleite heizte die Globale Finanzkrise weiter an

Am 02.03.2009 veröffentlichte der US-amerikanische Versicherungskonzern American International Group (AIG) seine Zahlen für das vierte Quartal 2008 – und schockierte die Finanzwelt. Mit einem Quartalsverlust von 61,7 Milliarden Dollar meldete das Unternehmen den bis dahin größten Verlust in der Geschichte der US-Wirtschaft. Die Dimension der Schieflage zwang die US-Regierung, den Konzern mit insgesamt rund 180 Milliarden Dollar zu stabilisieren, um den Meltdown des globalen Finanzsystems abzuwenden.

Der Fall AIG wurde zu einem der zentralen Lehrstücke der globalen Finanzkrise und offenbarte die Risiken eines Versicherungsriesen, der sich weit über sein traditionelles Geschäftsmodell hinaus in den Schattenbankensektor vorgewagt hatte und durch seine Gier und Selbstüberschätzung nicht nur sich selbst, seine Aktionäre und Gläubiger, sondern ganze Staaten mit an den Rand des Abgrund brachte - und darüber hinaus...

Dienstag, 3. Februar 2026

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 03.02.1637 endete die Tulpenmanie und gipfelte in den ersten Börsencrash der Weltgeschichte

Am 03.02.1637 kam es in den Niederlanden zu einem Ereignis, das heute als der erste große Spekulationscrash der Weltgeschichte gilt. In Haarlem und Amsterdam fanden routinemäßige Auktionen von Tulpenzwiebeln statt, doch erstmals blieben die Käufer aus. Zwiebeln, die wenige Tage zuvor noch für enorme Summen den Besitzer gewechselt hatten, fanden plötzlich keine Nachfrage mehr.

Dieser Moment markierte das abrupte Ende der sogenannten Tulpenmanie – einer Spekulationsblase, die das Vertrauen in Märkte und Preise nachhaltig erschütterte und bis heute als Lehrbeispiel für ökonomische Übertreibung dient. Doch um zu verstehen, warum eine Blume ein ganzes Wirtschaftssystem in Aufruhr versetzen konnte, muss man die besonderen Bedingungen der niederländischen Gesellschaft im frühen 17. Jahrhundert betrachten, das ansonsten vor allem durch den 30-Jährigen Krieg in Herzen Europas Geschichte geschrieben hat...

Dienstag, 23. Dezember 2025

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 23.12.1913 wurde die Fed gegründet und rettet seitdem immer mal wieder das globale Finanzsystem - mehr oder weniger

Am 23.12.1913 unterzeichnete der damalige US-Präsident Woodrow Wilson den Federal Reserve Act. Mit diesem Gesetz wurde das Federal Reserve System geschaffen und damit die erste dauerhaft institutionalisierte Zentralbank der USA - die Fed. Die Gründung der Fed markierte einen tiefgreifenden Einschnitt in der amerikanischen Wirtschafts- und Finanzgeschichte und hatte weitreichende Auswirkungen, nicht nur auf die Vereinigten Staaten, sondern auf das internationale Finanzsystem insgesamt.

Die Etablierung der Fed war das Ergebnis jahrzehntelanger wirtschaftlicher Instabilitäten, politischer Auseinandersetzungen und theoretischer Debatten über Geldschöpfung, Kreditsteuerung und staatliche Eingriffe in Märkte. Gleichzeitig entwickelte sich die Fed im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem der einflussreichsten wirtschaftspolitischen Akteure weltweit. Ihre Rolle während der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1932, aber auch in späteren Krisen – etwa der Finanzkrise 2007/08 oder der COVID-19-Pandemie – wird bis heute kontrovers diskutiert.

Grund genug, die historischen Hintergründe der Fed-Gründung, die politischen und ökonomischen Motive, ihre institutionelle Ausgestaltung sowie ihre kurz-, mittel- und langfristigen Wirkungen auf Wirtschaftskrisen und das globale Finanzsystem zu beleuchten...

Dienstag, 2. Dezember 2025

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 02.12.2001 kollabierte US-Energiehändler Enron und zog Kunden, Mitarbeiter, Wirtschaftsprüfer und die Börsen in seinen Skandalstrudel hinein

Am 02.12.2001 jagte die Pleite des Energiekonzerns Enron Schockwellen um den Globus. Die Insolvenz gilt als einer der größten Unternehmensskandale der modernen Finanzgeschichte und ihre Auswirkungen für die globale Wirtschaftswelt sind bis heute zu spüren

Der spektakuläre Kollaps entlarvte ein weitreichendes Netzwerk aus Bilanzmanipulationen, Zweckgesellschaften und systematischen Täuschungen, die jahrelang unentdeckt geblieben waren. Als Folge dieses Skandals änderte sich das Verständnis von Unternehmensführung, Wirtschaftsprüfung und Finanzaufsicht nachhaltig und führte zu tiefgreifenden regulatorischen Reformen. Um nachvollziehen zu können, wie ein angebliches Vorzeigeunternehmen so vollständig kollabieren konnte, wagen wir einen Blick auf Enrons Geschäftsmodell, die perfiden Betrugsmethoden und die weitreichenden Folgen des Zusammenbruchs...

Sonntag, 30. November 2025

[Kissigs Börsentheater] Ken Fisher mahnt Anleger, dass Kurssteigerungen zu verpassen sie mehr Geld kostet als ein Crash!

Psychologie bestimmt die Aktienkurse deutlich stärker als die Faktenlage. Und die menschliche Natur neigt dazu, Negatives deutlich stärker zu gewichten als Positives. Das liegt in unseren Genen, die auf Überleben getrimmt sind - bei Gefahr schüttet unser Körper Adrenalin aus und aktiviert unseren Fluchtreflex. Diese Reflexe sicherten unserer Spezies das Überleben, doch in unserer modernen Welt benötigen wir diese Überlebenstechniken immer seltener. Und beim Investieren stehen sie unserem Erfolg sogar im Weg.

Wenn die Aktienkurse steigen, will jeder dabei sein und die Kursgewinne mitnehmen. Und wenn die Börse abwärts rauscht, will jeder aussteigen, möglichst schnell und zu jedem Preis. Was psychologisch nachvollziehbar ist ("Behavioral Finance"), ist dann allerdings auch der Grund, weshalb Anleger nicht besser, sondern überwiegend schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt. Sie folgen der Herde und können daher nicht besser sein. In der Wahrnehmung konzentrieren sich immer mehr Anleger auf die gleichen Risiken und Themen und überhöhen somit ihre Bedeutung (sog. "Attention Bias") - mit entsprechend starken Auswirkungen auf die Aktienkurse. Dabei neigen wir Menschen dazu, Negatives deutlich intensiver wahrzunehmen, als positive Erlebnisse. Auch negative Nachrichten geben wird wesentlich häufiger weiter als positive. Dass wir also Verluste viel stärker empfinden als Gewinne, nennt man "Dispositionseffekt". Und diese Erkenntnis führt uns zurück zu den Bullen und Bären...

Sonntag, 26. Oktober 2025

Kissigs Kloogschieterei: Der Oktobercrash ist längst Geschichte!

Am 19. Oktober 1987 beendete der "Schwarze Montag" mit einem Absturz des Dow Jones um 21 % die Ära der feindlichen Übernahmen und vernichtete ganze Existenzen. Und während sich dieses Datum sich gerade zum 38sten Mal jährte, fand der aktuelle Börsenhöhenflug jäh sein Ende. Die großen US-Banken eröffneten die neue Earnings Season und präsentierten Rekordgewinne, doch JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte von "Kakerlaken" in den Bankbilanzen, nachdem Abschreibungen auf Kreditausfälle zunahmen. Und bekanntlich sind Kakerlaken keine Einzelgänger, so dass die Börsen in Angst vor einer weiteren Finanzkrise die stärksten Einbrüche seit Trumps Zollkriegseröffnungszug im April erlebten.
Bankaktien stürzten ab und mit ihnen der gesamte Finanzsektor. Déjà-vu. Ähnlich lief es auch im Frühjahr 2023, als mehrere US-Regionalbanken in die Pleite rutschten - die "kleine Finanzkrise" war geboren und bereitete Angst und Schrecken. Und auch aktuell sind es Regionalbanken, die unter steigenden Kreditausfällen leiden. Doch ein systemisches Risiko baut sich hier nicht auf, da die Großbanken solide dastehen und auch der Private Credit-Sektor wenig Anzeichen von Schwäche zeigt.
Aber wie heißt es so treffend? Achte nicht so sehr darauf, was die Leute sagen, sondern auf das, was sie tun

Freitag, 24. Oktober 2025

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 24.10.1929 killte der "Schwarze Donnerstag" die Goldenen Zwanziger und führte direkt in die Weltwirtschaftskrise

Der 24.10.1929 ging als "Schwarzer Donnerstag" in die Finanzgeschichte ein. An ihm begann an der New Yorker Börse eine Panik, die in wenigen Tagen das Fundament des modernen Kapitalismus erschütterte.

Was als Korrektur an einem überhitzten Aktienmarkt begann, entwickelte sich zum größten Börsencrash der Geschichte – und leitete die Weltwirtschaftskrise ein, die Millionen Menschen in Armut und Arbeitslosigkeit stürzte.

Sonntag, 19. Oktober 2025

Kissigs Börsengeschichte(n): Am 19.10.1987 brachte der "Schwarze Montag" die Börsen und Michael Milkens Junk Bond-Imperium zu Fall. Und beinahe auch Übernahmeking KKR

Der 19.10.1987 ging als "Schwarzer Montag" in die Finanzgeschichte ein. An diesem einzelnen Handelstag verlor der Dow-Jones-Index 22,6 % seines Wertes und das stellt bis heute den größten prozentualen Tagesverlust in der Geschichte des US-amerikanischen Aktienmarktes dar. Und auch andere Börsen rund um den Globus riss es ähnlich schlimm mit in die Tiefe.

Was diesen dramatischen Tag so besonders macht, ist, dass es keinen einzelnen Auslöser gab. Der Börsencrash war vielmehr das Resultat einer Verkettung struktureller Überhitzungen, automatisierter Handelsmechanismen und riskanter Finanzinnovationen, die das System extrem anfällig machten. Der "Schwarze Montag" beendete die Ära der feindlichen Übernahmen und raffte Börsenhändler, Spekulanten und ganze Existenzen dahin...

Freitag, 13. September 2024

Kissigs Aktien Report: "Börsenhorrormonat September" - Lieber gleich alles verkaufen?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 179 vom 06.09.2024

Montag, 1. Juli 2024

Börsenweisheit des Tages | 01.07.2024

"Die einzigen wichtigen Dinge beim Investieren sind Blasen und deren Zerplatzen."
(Jeremy Grantham)

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Kissigs Aktien Report: Bärenmarktgeflüster - Inflation, Zinsen, Energiepreise. Das kann doch nur schlimm ausgehen, oder?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem 'Aktien Report' von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen und Themen vor. Die Ausgaben des 'Aktien Reports' und/oder 'Geld Anlage Reports' erreichen ihre Leser samstags kostenlos und 'druckfrisch' per Email und man kann sich ▶ hier beim 'Geld Anlage Report' anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Artikel dann auch hier veröffentlichen.

Aktien Report Nr. 150 vom 07.10.2023

Sonntag, 19. März 2023

[Kissigs Börsentheater] Der erste Bärenmarkt lösche einen fast aus, im zweiten lerne man zu überleben und den dritten packe man am Genick und genießt ihn, meint Crispin Odey

Der britische Hedgefonds-Manager Crispin Odey hat schon einige Markturbulenzen erlebt und meint: "Es braucht drei Bärenmärkte, um zu wissen, was zu tun ist. Der erste löscht dich fast aus, im zweiten lernst du zu überleben und den dritten packst du am Genick und genießt es."

Jeder Kurseinbruch fühlt sich schrecklich an. Neben den Verlusten leidet man auch emotional: man hat sich geirrt und fühlt sich als Versager. Doch das muss nicht sein. Korrekturen und Crashs gehören zum Börsenleben dazu. Sie kommen sogar regelmäßig vor und jedes Mal erwischt man sich bei dem Gedanken "hätte ich mal da und da verkauft". Beim Blick nach vorn fühlt sich jeder künftige Markteinbruch wie ein Risiko an, während jeder vorangegangene Markteinbruch in der Rückschau nach einer Chance aussieht; der Chart zeigt die emotionalen Verwerfungen, die zu den Kursabstürzen geführt haben, nicht mit an, sondern nur die nackte Kursentwicklung. Doch gerade die Panik der Masse hat zu den Tiefpunkten geführt und damit zu den in der Rückschau so glasklaren Kaufchancen. Die damals aber gar nicht so klar waren, weil die künftige Kursentwicklung genauso unbekannt war wie die heutige.

Hat man dieses "ewige Muster" verinnerlicht, empfindet man Börsenkorrekturen nicht mehr als Katastrophen, sondern als ganz besondere Renditechancen - und genießt sie (vielleicht).

Sonntag, 27. November 2022

John Templeton rät: In der Zeit des größten Pessimismus in Aktien zu investieren, bringt langfristig die höchste Rendite!

In der Zeit des größten Pessimismus zu investieren, ist leichter gesagt, als getan. Denn es bedeutet, sich als gegen den Markt zu stellen in einer Phase, in der man selbst emotional von Zweifeln und (Existenz-) Ängsten geplagt ist.

Um das aushalten zu können, muss man als Anleger charakterlich schon sehr gefestigt sein. Denn die Kurse steigen ja nicht sofort, nur weil man selbst gerade gekauft hat. Vielmehr fühlt sich jeder Kauf wie der berühmte Griff ins fallende Messer an. Und den sollte man doch unbedingt vermeiden, oder etwa nicht...?