(Warren Buffett)
Mittwoch, 30. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 30.09.2026
"Große Gelegenheiten im Leben müssen ergriffen werden. Wir tun nicht sehr viele Dinge, aber wenn wir die Chance bekommen, etwas Richtiges und Großes zu tun, müssen wir es tun."
Dienstag, 29. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 29.09.2026
"Permabären verdienen ihr Geld mit Newslettern und Vortragshonoraren, nicht damit, dass sie Recht haben."
(Ian Cassel)
Montag, 28. September 2026
Gastartikel von Konstantin Mitropetros zu Itron: Der unterschätzte Digitalisierungshebel bei Utilities?
Heute präsentiere ich euch einen weiteren interessanten Gastartikel. Dieses Mal von Konstantin Mitropetros, der analysiert, ob Itron der unterschätzte Digitalisierungshebel bei Utilities ist und sich damit als einer der aussichtsreichsten Unternehmen innerhalb des AI-Trades präsentieren würde.
Konstantin, den regelmäßige Leser seit Jahren als konstruktiv-kritischen Kommentator auf diesem Blog kennen, investiert seit mehr als 25 Jahren überwiegend in Aktien aus Europa und den USA und ihr lest hier seine erste jemals veröffentlichte Aktienanalyse. Und das Lesen lohnt sich...
Börsenweisheit des Tages | 28.09.2026
"Menschen, die erwarten, in diesem Jahrhundert jährlich 10% mit Aktien zu verdienen - wobei davon 2% aus Dividenden und 8% aus Kurssteigerungen stammen - implizieren damit einen Stand von etwa 24.000.000 Punkten im Dow Jones Index bis zum Jahr 2100."
(Warren Buffett, 2024)
Sonntag, 27. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 27.09.2026
"Krieg ist immer eine Belastung für Geld. Bei einem drohenden oder tatsächlichen Ausbruch von Feindseligkeiten Aktien zu verkaufen, um sich Geld zu verschaffen, ist ein extremer finanzieller Wahnsinn. Eigentlich sollte man genau das Gegenteil tun."
(Philip A. Fisher)
Samstag, 26. September 2026
Kissigs Wochenrückblick 39/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Rocket Lab, Deutsche Rohstoff, Costco, Quanta Services und Rheinmetall. Scheinbar schlecht gerüstet und energielos...
Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
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Kissigs Beobachtungsliste
Meine Beobachtungsliste ist eine Anregung. Sie enthält Aktien, die ich für langfristig interessant und aussichtsreich halte und hier im Blog begleite. Trotz vieler Überschneidungen ist sie weder identisch mit meinem Investmentdepot noch mit meinen Wikis und sie ist auch kein Musterdepot.
Sie enthält deutsche Aktien, vor allem Nebenwerte, die internationalen Aktien werden von US-Werten dominiert, es gibt BDCs und REITs, Turnaround-Spekulationen, FinTech-Engagements sowie Royalty-Plays. Inzwischen haben sich hier Tenbagger angesammelt, viele Verdoppler, aber einige Werte liegen auch deutlich zweistellig im Minus. Da ist von jedem und für jeden was dabei...
Börsenweisheit des Tages | 26.09.2026
"Wenn man sich die größten Bullenmärkte des letzten Jahrhunderts ansieht, dann ist die beste Umgebung für Aktien eine öde, gebremste Konjunktur."
(Stanley Druckenmiller)
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Freitag, 25. September 2026
[Kissigs Nebenwerte-Analyse] grenke: Leasing-Spezialist zwischen Wachstum, Zinsen und steigenden Risiken
Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.
Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 21/2026 vom 24.09.2026
Aktien in dieser Ausgabe: ATOSS Software, grenke, Wüstenrot & Württembergische
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Börsenweisheit des Tages | 25.09.2026
"Früher habe ich Aktien, die auf ihren Höchstständen lagen, nicht gekauft. Ich habe versucht, auf Einbrüche zu warten. Ich zog es vor, Aktien mit großen Abschlägen zu ihren 52-Wochen-Höchstständen oder Aktien nahe ihren Tiefstständen zu kaufen. Ein dummer Irrglaube, der mich im Lauf der Jahre viel Geld gekostet hat."
(Chris Mayer)
Donnerstag, 24. September 2026
2G Energy goes USA - mit dezentraler Stromversorgung für KI-Rechenzentren und mächtig Dampf unterm Kessel
Den deutschen Blockheizkraft- und Biogasanlagenspezialisten 2G Energy habe ich schon öfter präsentiert, aber so richtig habe ich mich nie für ein Investment erwärmen können. Auch nicht, als das Management vollmundig die großen Chancen in bunten Farben ausmalte, die man in den USA wittert im Bereich der dezentralen Stromversorgung für KI-Rechenzentren. Klang für mich erstmal wie ein "me too", um sich attraktiver dazustellen als man ist. Bis vor einigen Wochen...
Denn 2G Energy zieht's wirklich durch und hat einige Großaufträge zur Energieversorgung von Rechenzentren in Nordamerika erhalten und damit die größten Einzelaufträge der Unternehmensgeschichte. Geliefert werden containerisierte Energieversorgungsanlagen und das über mehrere Jahre hinweg. Und mit der Stromversorgung moderner Rechenzentren positioniert sich 2G Energy direkt im Flaschenhals der KI-Revolution.
Während ständig neue KI-Rechenzentrumsprojekte verkündet werden und alle Welt über die Finanzierung und den Cashflow aus diesen Investitionen spricht, ist die größte Herausforderung die Stromversorgung. Denn die Stromnetze sind gar nicht für solche Höchstleistungen ausgelegt und die Stromerzeugung kann die benötigte Leistung gar nicht liefern. Zwei Widerstände, die nicht einfach zu überwinden sind. Zumal die Kosten auch auf die privaten Stromkunden abgewälzt werden, die höhere Netzentgelte, deutliche steigende Stromkosten und immer öfter auch Stromrationierungen zu beklagen haben. Der Widerstand gegen KI-Rechenzentren wächst also und ist längst zu einem politischen Brandthema geworden.
Dabei betrifft der Rechenzentrumsboom vor allem die USA, obwohl Deutschland weltweit das Land mit den zweitmeisten Rechenzentren ist. Allerdings nur, wenn man die herkömmlichen Rechenzentren in die Rechnung mit einbezieht. In Sachen KI hinkt Deutschland - wie so oft - hinterher.
Energieversorgung, oder genauer gesagt Stromversorgung, ist ein weltweites Problem geworden, nicht zuletzt durch den KI-Boom. Denn die großen Hyperscaler benötigen für KI-Cluster immer größere Energiemengen, gleichzeitig dauert der Ausbau klassischer Stromnetze oft viele Jahre. Gasturbinen sind vielfach ausverkauft und Netzanschlüsse fehlen. Deshalb entstehen zunehmend Übergangslösungen auf Basis modularer dezentraler Stromsysteme - und genau hier setzt 2G Energy nun an.
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Kissigs Börsengeschichte(n): Am 24.09.1869 platzte der Gold-Squeeze von Jay Gould und James Fisk und dieser Goldcrash löste den ersten "Black Friday" an der Wall Street aus
Am 24.09.1869 erlebt die Wall Street einen Börsentag, der in die amerikanische Finanzgeschichte als "Black Friday" eingehen sollte. Der Begriff hat dabei nichts mit dem heutigen Einkaufsereignis nach Thanksgiving zu tun. Gemeint ist ein spektakulärer Zusammenbruch des Goldpreises, ausgelöst durch den Versuch der beiden Spekulanten Jay Gould und James "Jim" Fisk, den amerikanischen Goldmarkt zu kontrollieren.
Ihr Plan war zunächst erstaunlich erfolgreich: Durch massive Käufe wollten sie das verfügbare Gold verknappen, den Preis immer weiter nach oben treiben und anschließend mit hohen Gewinnen verkaufen. Das Problem war allerdings, dass sie nicht nur gegen andere Spekulanten antraten, sondern letztlich gegen die Vereinigten Staaten selbst.
Die Geschichte des Black Friday ist deshalb mehr als die Episode zweier skrupelloser Börsenspieler. Sie zeigt, wie eng Politik, Insiderinformationen, Eisenbahnkonzerne, Banken und Börsenspekulation im Amerika des Gilded Age miteinander verbunden waren. Sie zeigt außerdem, wie ein scheinbar funktionierender "Corner" des Marktes in sich zusammenbrechen kann, sobald ein mächtiger Akteur mit ausreichend Liquidität gegen die Spekulanten vorgeht. Und sie zeigt, dass die Verluste am Ende keineswegs auf die Börse beschränkt blieben: Händler, Banken, Bauern und Unternehmen bekamen die Folgen des Goldcrashs zu spüren...
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Börsenweisheit des Tages | 24.09.2026
"Wir liegen in 50,75 Prozent der Fälle richtig. Aber wir liegen in 50,75 Prozent der Fälle zu 100 Prozent richtig. So verdient man Milliarden."
(Jim Simons)
Mittwoch, 23. September 2026
[Im Fokus] Union Pacific arbeitet am ganz ganz großen Wurf
In diesem Kurzportrait geht um Union Pacific. Die Union Pacific Corp. ist über ihre Tochtergesellschaft Union Pacific Railroad Company der führende Eisenbahnbetreiber in den USA. Das Unternehmen wurde 1862 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Omaha, Nebraska.
Omaha ist auch Warren Buffetts Heimatstadt und so verwundert es nicht, dass er sich mit einem dicken Aktienpaket an Union Pacific beteiligt hat, als die Übernahme- und Fusionswelle in den USA eine oligopolartige Struktur herausgebildet hatte und so den Grundstein für nachhaltiges Wachstum und steigende Profitabilität gelegt wurde.
Heute ist Buffett nicht mehr Aktionär, denn während der Globalen Finanzkrise wurde ihm die Komplettübernahme des Wettbewerbers Burlington Northern Santa Fe Railroad angeboten. Buffett griff zu, musste sich aber aus kartellrechtlichen Gründen von seinen anderen Eisenbahn-Engagements trennen. BNSF verschwand von der Börse und ist heute Teil von Berkshire Hathaway und wesentlicher Treiber von dessen Erfolgsgeschichte. Aber auch für Union Pacific hatte die Trennung keine negativen Folgen. Ganz im Gegenteil...
Heute ist Buffett nicht mehr Aktionär, denn während der Globalen Finanzkrise wurde ihm die Komplettübernahme des Wettbewerbers Burlington Northern Santa Fe Railroad angeboten. Buffett griff zu, musste sich aber aus kartellrechtlichen Gründen von seinen anderen Eisenbahn-Engagements trennen. BNSF verschwand von der Börse und ist heute Teil von Berkshire Hathaway und wesentlicher Treiber von dessen Erfolgsgeschichte. Aber auch für Union Pacific hatte die Trennung keine negativen Folgen. Ganz im Gegenteil...
Börsenweisheit des Tages | 23.09.2026
"Ich betone mal das Offensichtliche, aber du bist nicht Stanley Druckenmiller. Du bist nicht George Soros. So verwalten normale Anleger ihr Geld nicht."
(Ben Carlson)
Dienstag, 22. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 22.09.2026
"Wie ich später in meinem Leben lernen sollte, sind es die 'Macher', die Schlanken und Hungrigen, die mit Ehrgeiz in den Augen und Feuer im Bauch und ohne Ansehen der sozialen Kaste, die am weitesten gehen und am meisten erreichen."
(Michael Bloomberg)
Montag, 21. September 2026
Almonty erhält die endgültige Betriebsgenehmigung für die Verarbeitungsanlage in Sangdong. Zündet das Wolfram-Powerhouse jetzt die nächste Turbostufe?
Almonty Industries hat die Bergwerksprüfbescheinigungen für die Aufbereitungsanlage und die Brechanlagen im Bergwerk Sangdong (Provinz Gangwon, Südkorea) erhalten. Diese Bescheinigungen berechtigen Almonty zum kommerziellen Betrieb der Anlagen und waren die letzte zu erfüllende behördliche Voraussetzung, bevor das Wolframkonzentrat für den südkoreanischen Markt und den Export kommerziell verarbeitet werden durfte. "Sangdong Phase I" ist nun kommerziell in Betrieb. Mit erheblichen Folgen...
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Börsenweisheit des Tages | 21.09.2026
"Wenn es sich um ein wirklich wunderbares Geschäft handelt, erzielen wir absehbar höhere Wertzuwächse als bei den meisten anderen."
(Warren Buffett)
Sonntag, 20. September 2026
Kissigs Wochenrückblick 38/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Almonty, 2G Energy, Rocket Lab, Vincorion und Rheinmetall. Neue Favoriten, alter Top-Loser...
Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
Samstag, 19. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 19.09.2026
"Diejenigen, die täglich ihr Depot überprüft haben, haben nicht so viel Geld verdient wie diejenigen, die ihres vergessen haben."
(Warren Buffett, 2024)
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Freitag, 18. September 2026
Kissigs Börsengeschichte(n): Am 18.09.1837 legten Charles Lewis Tiffany und John B. Young den Grundstein zu Tiffany & Co, das als Luxusikone bis heute weltweit Frauenherzen schneller schlagen lässt
Am 18.09.1837 beginnt eine der ungewöhnlichsten Erfolgsgeschichten der amerikanischen Luxusindustrie. Charles Lewis Tiffany und John B. Young eröffnen in New York ein Geschäft für Schreibwaren und sogenannte "fancy goods". Das Startkapital beträgt gerade einmal 1.000 Dollar, die Tiffany von seinem Vater erhält. Die ersten drei Geschäftstage bringen lediglich 4,98 Dollar Umsatz. Fast zwei Jahrhunderte später ist aus dem kleinen Laden eine der bekanntesten Schmuckmarken der Welt geworden.
Tiffany & Co. steht heute für Diamanten, Verlobungsringe, die berühmte Tiffany Blue Box und eine Form von amerikanischem Luxus, die sich von den traditionsreichen europäischen Juwelieren unterscheidet. Der Aufstieg beruht dabei nicht allein auf außergewöhnlichen Schmuckstücken. Charles Tiffany verstand früh, dass Luxus auch eine Frage von Inszenierung, Markenführung, Exklusivität und öffentlicher Wahrnehmung ist. Später kamen spektakuläre Edelsteine, wegweisende Designs, der berühmte Tiffany Setting-Verlobungsring, Hollywood und insbesondere Audrey Hepburn hinzu.
Doch die Geschichte von Tiffany ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte. Im 21. Jahrhundert geriet das Unternehmen zunehmend unter Druck. Das Wachstum verlangsamte sich, die Marke verlor in Teilen an Dynamik, der chinesische Markt entwickelte sich zugleich zum großen Hoffnungsträger und zum erheblichen Risiko. Schließlich wurde Tiffany 2021 von dem französischen Luxuskonzern LVMH übernommen. Der Kaufpreis lag ursprünglich bei 16,2 Milliarden Dollar und wurde im Zuge der späteren Anpassung auf rund 15,8 Milliarden Dollar reduziert.
Die Geschichte von Tiffany zeigt damit exemplarisch, wie eine Luxusmarke über Generationen aufgebaut wird – und wie schwierig es sein kann, eine solche Marke dauerhaft relevant zu halten...
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Börsenweisheit des Tages | 18.09.2026
"Ich glaube fest daran, dass im Leben alles zyklisch verläuft, und im Speziellen in der Investment-Welt."
(Jean Marie Eveillard)
Donnerstag, 17. September 2026
[Kissigs Kloogschieterei] The Day after...
Nun ist es also passiert: die erste Zinsanhebung der Fed seit 2023. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat seinen Worten Taten folgen lassen, nachdem er immer wieder betont hatte, Preisstabilität sei der zentrale Auftrag der US-Notenbank neben einem robusten Arbeitsmarkt. Und der Arbeitsmarkt steht ziemlich gut da, während die Inflation wieder und immer stärker zulegt.
US-Präsident Trump hat dann auch nicht lange auf sich warten lassen und eine Schimpfkannonade gegen die Fed losgelassen. Der von ihm selbst ernannte Warsh sei ein "guter Mann", aber er sei umgeben von inkompetenten Wirrköpfen. Die Fed muss (!) die Zinsen auf 1% senken, so Wüterich Trump. Und weiter behauptet er, die Zinserhöhung sei politisch motiviert und alleine gegen ihn persönlich gerichtet. Selbstüberschätzende Irrlichterei!
In der Realität hat die Fed ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf die Spanne von 3,75% bis 4,00% angehoben. Damit folgt sie nur der Inflation, denn die Preisentwicklung zieht gewaltig an. Die Gründe dafür liegen in
- Trumps Strafzöllen, die wie eine Steuer für US-Verbraucher und -Unternehmen wirken,
- Trumps Krieg gegen den Iran, der den Ölpreis über 100 Dollar getrieben hat mit weiter steigender Tendenz,
- Trumps Ausgabenwut, die das US-Defizit ebenso auf Rekordhöhe treibt wie die Verschuldung, die nun bereits über 40 Billionen Dollar liegt, so dass die Neuverschuldung 6% des BIP übersteigt und die Zinsen für die neuen Staatskredite nur noch aus neuen Schulden beglichen werden können.
Trumps wirtschafts- und steuerpolitischer Kamikazekurs ist das Übel, doch Trump zeigt mit dem Finger auf andere. Natürlich. Zuletzt erklärte er allen Ernstes, die hohen Dieselpreise lägen nur daran, dass die Ukraine in ihrem Selbstverteidigungskampf gegen Russland deren Öl-Infrastruktur angreife und zerstöre. Das solle sie doch lieber lassen. Na klar...
Während sich Kevin Warsh nun zunehmend ins Fadenkreuz Trumpscher Attacken bewegt und damit seinem Vorgänger Jerome Powell nacheifert, kommt die Haltung der Fed außerhalb des Weißen Hauses gut an. Dort wird die demonstrierte Unabhängigkeit der US-Notenbang mit Erleichterung aufgenommen, wenngleich höhere Zinsen die Märkte durchaus belasten.
Wie so oft gehen das Positive und das Negative Hand in Hand und es liegt an jedem selbst, wem er folgt. Wobei Optimisten an der Börse auf lange Sicht die Gewinner sind, denn die Märkte steigen öfter als sie fallen und sie steigen stetig an, wenn auch bisweilen unter heftigen Schwankungen.
Optimismus zahlt sich aus. Nicht nur, aber vor allem an der Börse...
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[Kissigs Nebenwerte-Analyse] technotrans: Vom Kühlspezialisten zum Anbieter von Thermomanagement für die Zukunftsmärkte
Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.
Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 20/2026 vom 10.09.2026
Aktien in dieser Ausgabe: Befesa, PFISTER Holding, technotrans
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Börsenweisheit des Tages | 17.09.2026
"In 58 Jahren trafen wir ein halbes Dutzend oder ein Dutzend großartiger Entscheidungen und keine einzige, die auch nur annähernd fatal war."
(Warren Buffett, 2024)
Mittwoch, 16. September 2026
Kissigs Börsengeschichte(n): Am 16.09.1992 brachte George Soros das britische Pfund zu Fall und hätte damit beinahe den Euro verhindert
Am 16.09.1992 erlebte Europa einen der spektakulärsten Tage der modernen Finanzgeschichte. Das britische Pfund geriet massiv unter Verkaufsdruck, die Bank of England stemmte sich mit Devisenmarktinterventionen und drastischen Zinserhöhungen gegen den Angriff – und musste schließlich aufgeben. Großbritannien suspendierte seine Mitgliedschaft im Europäischen Wechselkursmechanismus, dem Exchange Rate Mechanism (ERM). Der Tag ging als "Black Wednesday" in die Börsengeschichte ein.
Im Mittelpunkt stand George Soros, dessen Quantum Fund mit einer milliardenschweren Wette gegen das Pfund enorme Gewinne erzielte. Doch die Geschichte war keineswegs die eines einzelnen Spekulanten, der eine Notenbank im Alleingang besiegte. Einen entscheidenden Beitrag leistete Soros’ damaliger Chefstratege Stanley Druckenmiller. Gemeinsam erkannten sie einen fundamentalen Widerspruch in der britischen Wirtschaftspolitik: Großbritannien versuchte, einen festen Wechselkurs zu verteidigen, obwohl die wirtschaftlichen Bedingungen eigentlich eine deutlich niedrigere Zins- und Währungspolitik nahelegten. Die Krise erschütterte das Europäische Währungssystem, führte zu einer grundlegenden Erweiterung der Wechselkursbandbreiten und beeinflusste damit indirekt auch den weiteren Weg zum Euro.
Börsenweisheit des Tages | 16.09.2026
"Was ich brauchte, um Erfolg zu haben, war gegen Idioten anzutreten. Zum Glück gibt es ein großes Angebot."
(Charlie Munger)
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Dienstag, 15. September 2026
Kissigs Börsengeschichte(n): Am 15.09.2008 meldete Lehman Brothers Insolvenz an, nachdem die US-Regierung dieser Investmentbank die Rettung verweigerte - und aus der US-Bankenkrise wurde so eine globale Finanzkrise
Am 15.09.2008 endete eine mehr als 150 Jahre währende Unternehmensgeschichte auf dramatische Weise. Lehman Brothers Holdings Inc. beantragte beim Insolvenzgericht in New York Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts. Mit bilanzierten Vermögenswerten von rund 639 Milliarden Dollar und Schulden von etwa 613 Milliarden Dollar war es damals die größte Unternehmensinsolvenz der US-Geschichte.
Doch Lehman Brothers war weit mehr als nur eine weitere Investmentbank, die an der Immobilienkrise gescheitert war. Das Unternehmen war ein Symbol für den Aufstieg der modernen Wall Street, für die zunehmende Bedeutung von Verbriefungen und Fremdfinanzierung – und schließlich für die Risiken eines Finanzsystems, in dem Banken mit immer komplexeren Produkten immer größere Risiken eingingen.
Der Zusammenbruch von Lehman war deshalb ein Wendepunkt. Bereits zuvor hatten die US-Behörden Bear Stearns, Fannie Mae und Freddie Mac stützen müssen. Kurz nach Lehman musste der Versicherungsriese AIG gerettet werden. Merrill Lynch verschwand durch die Übernahme durch Bank of America, während Morgan Stanley und Goldman Sachs ihre Geschäftsmodelle änderten und zu Bankholdinggesellschaften wurden. Innerhalb weniger Wochen verwandelte sich eine Immobilien- und Kreditkrise in eine globale Finanzkrise...
Börsenweisheit des Tages | 15.09.2026
"Konsens ist nicht immer gut, Meinungsverschiedenheiten sind nicht immer schlecht. Wenn du zu derselben Meinung kommst, nimm deine Zustimmung nicht als Beweis dafür, dass du Recht hast. Höre nie auf zu zweifeln."
(Philip Tetlock)
Montag, 14. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 14.09.2026
"Wir glauben, dass unsere Formel - der Kauf von Unternehmen zu vernünftigen Preisen, die eine gute wirtschaftliche Grundlage haben und von ehrlichen und fähigen Menschen geführt werden - mit Sicherheit zu vernünftigen Ergebnissen führt."
(Warren Buffett)
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Sonntag, 13. September 2026
[Kissigs Börsentheater] Starinvestor Chris Hohn pickt seine Investments nicht etwa wegen starker Wachstumsaussichten, sondern wegen dominanter Wettbewerbsvorteile
Chris Hohn hat über die letzten 30 Jahre eine knapp doppelt so hohe Rendite eingefahren wie der S&P 500. Das lässt aufhorchen. Dabei nutzt er keine Zaubertricks, sondern hält sich einfach an Buffetts Rat: Hohn fokussiert sich nicht auf Wachstumspotenziale, sondern auf den ökonomischen Burggraben, den Moat. Denn Unternehmen, die entscheidende Wettbewerbsvorteile aufweisen und diese lange Zeit verteidigen können, gehen den Erfolgsweg – und ihre Aktionäre mit ihnen.
"Wir fokussieren uns auf Industrien mit beständigen komparativen Vorteilen und Preissetzungsmacht. Starke Unternehmen, die trotz schlechter Wirtschaftslage ihre Erträge steigern können, sind extrem wertvoll."(Sir Christopher Hohn)
Die gängigsten Burggräben sind niedrige Produktionskosten, hohe Wechselkosten, Preissetzungsmacht und Netzwerkeffekte. Wer andere auf der Kostenseite schlägt, ist immer im Vorteil, denn der Gewinn liegt bekanntlich im Einkauf. Wenn Kunden gewaltige finanzielle Lasten und ein enormer Zeit- und Personalaufwand erwartet, wenn sie den Anbieter wechseln wollen, bremst das die Wechselambitionen gründlich aus. Wer die Preise anheben kann, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, ohne dabei Kunden zu verlieren, kann ruinösen Preiswettbewerben einfach aus dem Weg gehen. Und wenn mehr Kunden zu größeren Vorteilen für die Kunden führen, führt dies zu mehr Kunden – das Netzwerk wächst beinahe von selbst und wird dabei immer stärker.
Es gibt noch weitere Burggräben und das in vielen Branchen. Manchmal kommen zwei oder drei Burggräben zusammen und wenn diese für längere Zeit Bestand haben, hat man sein perfektes Unternehmen und ein ideales Investment gefunden. Wenn es einem nun noch gelingt, hier zu einem vernünftigen Preis einzusteigen, kann man sich einfach zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen. Denn dann sind starke Renditen schier unvermeidlich.
Es lohnt also, genau hinzusehen und sich (nur) auf die besten der Besten zu konzentrieren…
Samstag, 12. September 2026
Kissigs Wochenrückblick 37/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Almonty, 2G Energy, KKR, Comfort Systems und Quanta Services. Der AI-Trade und Energiewerte legten erneut zu, der Rest bekam weiter ordentlich auf die Mütze
Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
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Börsenweisheit des Tages | 12.09.2026
"Große Summen werden nicht dadurch verdient, dass man das kauft, was allen gefällt, sondern dadurch, dass man das kauft, was von allen unterschätzt wird."
(Howard Stanley Marks)
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Freitag, 11. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 11.09.2026
"Ich musste lernen, dass man Recht haben kann und dennoch Geld in einem Markt verliert, und zwar wenn man zu stark gehebelt ist."
(Stanley Druckenmiller)
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Donnerstag, 10. September 2026
[Kissigs Nebenwerte-Analyse] PFISTERER Holding: Spezialist für die kritischen Verbindungen der globalen Stromnetze
Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.
Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 20/2026 vom 10.09.2026
Aktien in dieser Ausgabe: Befesa, PFISTER Holding, technotrans
Börsenweisheit des Tages | 10.09.2026
"Die Menschen wissen nicht so viel, wie sie zu wissen glauben. Der Gesellschaft fällt es schwer, sich auf Dinge vorzubereiten, die in weiter Ferne liegen, die aber möglich sind und früher oder später eintreten werden."
(Warren Buffett)
Mittwoch, 9. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 09.09.2026
"Kluge Menschen sind diejenigen, die die durchdachtesten Fragen stellen - im Gegensatz zu denen, die glauben, alle Antworten zu kennen. Gute Fragen sind ein viel besserer Indikator für zukünftigen Erfolg als gute Antworten."
(Ray Dalio)
Dienstag, 8. September 2026
Börsenweisheit des Tages | 08.09.2026
"Ich hasse es, mich zu irren. Aber ich hasse es noch mehr, an meinem Irrtum festzuhalten."
(Paul Samuelson)
Montag, 7. September 2026
Kissigs Börsengeschichte(n): Am 07.09.2008 wurden Freddie Mac und Fannie Mae unter staatliche Kontrolle gestellt, um die beiden US-Hypothekenriesen vor der Insolvenz zu bewahren
Als am 07.09.2008 die US-Regierung die Übernahme der Kontrolle über Fannie Mae und Freddie Mac bekannt gab, markierte dies einen der entscheidenden Wendepunkte der Globalen Finanzkrise. Die beiden Institute waren keine gewöhnlichen Banken. Sie standen seit Jahrzehnten im Zentrum des amerikanischen Immobilienfinanzierungssystems und spielten eine entscheidende Rolle dabei, Hypotheken für Millionen von US-Haushalten verfügbar und bezahlbar zu machen. Zugleich waren sie börsennotierte Unternehmen mit privaten Aktionären und einem auf Gewinn ausgerichteten Geschäftsmodell, deren besondere Beziehung zum Staat ihnen erhebliche Vorteile verschaffte. Genau diese Konstruktion – privatwirtschaftliche Gewinne bei einer impliziten staatlichen Absicherung – wurde während der Immobilienkrise zu einem zentralen Problem.
Der Zusammenbruch von Fannie Mae und Freddie Mac hätte im Herbst 2008 vermutlich weite Teile des amerikanischen und internationalen Finanzsystems zusätzlich destabilisiert. Ihre Verbindlichkeiten und garantierten Hypothekenpapiere erreichten ein Volumen von mehreren Billionen Dollar. Die US-Regierung entschied deshalb, dass ein Konkurs der beiden Hypothekenfinanzierer nicht akzeptabel war. Am 6. September 2008 wurden beide Unternehmen formell unter die Kontrolle der Federal Housing Finance Agency gestellt; am folgenden Tag wurden die Details der Rettungsmaßnahmen öffentlich bekanntgegeben. Seitdem befinden sich Fannie Mae und Freddie Mac in einer sogenannten Conservatorship, einer staatlichen Zwangsverwaltung. Bemerkenswert ist, dass dieser ursprünglich als Übergangslösung gedachte Zustand auch 18 Jahre später noch nicht endgültig beendet ist...
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Börsenweisheit des Tages | 07.09.2026
"Meine Vorstellung von einem großartigen Unternehmen ist eines mit einem Mangel an Konkurrenten."
(Peter Lynch)
Sonntag, 6. September 2026
[Kissigs Kloogschieterei] Trumps venezolanische Öl-Possenreiterei
Donald Trump hat den "größten Öl-Deal der Weltgeschichte" verkündet und meint damit den US-Zugriff auf die Öl-Reserven Venezuelas.
Und es ist wirklich ein großer Schritt, denn Venezuela verfügt mit geschätzt 303 Mrd. Barrel über die größten Öl-Reserven der Welt. Wenn die USA nun hierauf den Zugriff erhalten und damit dann insgesamt mehr als 7% aller bestätigten Öl-Vorkommen kontrollieren, könnte dies durchaus bisherige Kräfteverhältnisse rund um den Globus verschieben. Der Fokus auf den Nahen Osten würde sinken, das Gewicht "des Westens" steigen.
Der Deal zwischen Washington und Caracas sichert der Firma North American Blue Energy Partners für 100 Jahre die Förderrechte an insgesamt 17 venezolanischen Ölfeldern. Die USA halten 35% passiven Unternehmensanteil und ein Vorzugsrecht über 20% des künftig geförderten Öls zum Selbstkostenpreis. Das veranlasste Trump zu einer selbst beweihräuchernden Jubelarie und dem Versprechen, dass die Benzinpreise in den USA schnell und deutlich sinkenden würden.
Dummerweise besteht auch dieser Trump'sche Deal nicht den Praxistest. Ja, die USA sichern sich den Zugriff auf das venezolanische Öl. Ja, die USA haben die Öl-Vorräte übernommen und können die verkaufen. Das ist auch schon alles für die nahe Zukunft.
Denn Venezuelas Ölindustrie geht am Stock. Es müssen erst einmal zwei- und vielleicht sogar dreistellige Milliardensummen investiert werden, um ihr wieder Leben einzuhauchen. Zudem liegen dort keine produzierten Barrel in Ölfässern rum, sondern die sind alle noch in der Erde - verteilt über 17 Ölfelder. Die berichteten 303 Mrd. Barrel Öl sind also nicht verfügbar!
Zudem ist venezolanisches Öl sehr schwer und säurelastig. Es ist daher kaum geeignet für die Verarbeitung zu Benzin und auch nicht zum Auffüllen der gefährlich stark geleerten strategischen Öl-Reserven der USA. Darüber hinaus haben die USA kaum Raffineriekapazitäten frei, in denen dieses Öl überhaupt verarbeitet werden kann.
Viel Lärm um (fast) nichts
Konkrete Auswirkungen des Deals gibt es also nicht wirklich. Auf Sicht von drei und fünf Jahren könnten - nach den ersten Milliardeninvestitionen von Chevron und Co. - vielleicht 1,5 bis 2 Mio. Barrel pro Tag gefördert und Richtung USA verschifft werden. Tendenz dann steigend.
Aber selbst dann ist dieses raffinierte Öl eher für den asiatischen Markt interessant - was nicht heißt, dass die USA es nicht dorthin exportieren könnten. Aber eben auch nicht morgen, sondern erst in einigen Jahren. Wenn überhaupt. Denn ob sich noch irgendjemand an Absprachen bzw. erzwungene Verträge mit den USA hält, wenn Trump in zweieinhalb Jahren endlich aus dem Amt geschieden ist, wird sich noch zeigen.
Trump täuscht sich also mal wieder – auch sich selbst. Das merken inzwischen auch immer mehr US-Bürger und verweigern ihm die Gefolgschaft. Konsequenzen könnten sich aus den Midterm-Wahlen im November ergeben, wo Trumps Republikaner beste Chancen haben, ihre Mehrheit in beiden Kongresskammern zu verlieren. Es bleibt spannend…
Alles Gute für euer Geld!
Michael C. Kissig
Börsenweisheit des Tages | 06.09.2026
"Es läuft den Interessen der Armen zuwider, Lotto zu spielen. Die Lotterie ist wie eine Steuer auf Unwissenheit."
(Charlie Munger)
Samstag, 5. September 2026
Kissigs Wochenrückblick 36/2026: Die Kurstreiber in meinem Depot waren Rheinmetall, Comfort Systems, 2G Energy, Vincorion und Quanta Services. Der AI-Trade und Energiewerte zeigten sich erholt, während Rüstungswerte in die Defensive gingen
Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.
Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung sowie altkluge Einschätzungen. Natürlich... ツ
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Börsenweisheit des Tages | 05.09.2026
"Kurzfristig mag Mr. Market die Aktienkurse auf der Grundlage von Emotionen festlegen, langfristig ist es jedoch der Wert des Unternehmens, der für Mr. Market am wichtigsten wird."
(Joel Greenblatt)
Freitag, 4. September 2026
Kissigs Börsengeschichte(n): Am 04.09.1998 wurde Google gegründet und aus der Suchmaschine wurde inzwischen der Dominator der globalen digitalen Infrastruktur
Am 04.09.1998 wurde Google, Inc. offiziell gegründet. Was zunächst wie ein weiteres akademisches Projekt aus dem Silicon Valley aussah, entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zum Synonym für die Suche im Internet.
Heute ist Google weit mehr als eine Suchmaschine: Das Unternehmen steht hinter Android, YouTube, Chrome, Google Maps, Gmail, Gemini und einer Vielzahl weiterer Dienste und ist über seine Muttergesellschaft Alphabet zu einem der wertvollsten Technologieunternehmen der Welt geworden. Im Zentrum dieser Entwicklung stand über lange Zeit jedoch ein vergleichsweise einfaches Produkt: eine Suchmaschine, die relevantere Ergebnisse liefern sollte als alles, was zuvor existierte.
Der Aufstieg Googles ist eine der außergewöhnlichsten Unternehmensgeschichten der modernen Wirtschaftsgeschichte. Er beruht auf technologischer Innovation, einem revolutionären Werbemodell, aggressiver Expansion in angrenzende Märkte und einer Reihe strategischer Partnerschaften. Besonders bedeutsam war dabei die Beziehung zu Apple. Die Kooperation der beiden Unternehmen sorgte dafür, dass Google auf Milliarden von Apple-Geräten zur Standardsuchmaschine wurde, und entwickelte sich zu einem der wichtigsten wirtschaftlichen Bündnisse der Technologiebranche. Inzwischen ist die Beziehung noch komplexer geworden: Apple und Google konkurrieren in zahlreichen Bereichen, bleiben aber wirtschaftlich eng miteinander verbunden und haben ihre Zusammenarbeit zuletzt sogar auf künstliche Intelligenz ausgeweitet...
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Börsenweisheit des Tages | 04.09.2026
"Das größte Risiko von allen ist das Risiko, nicht in der Lage zu sein, dem Risiko auszuweichen."
(Howard Stanley Marks)
Donnerstag, 3. September 2026
[Kissigs Nebenwerte-Analyse] ProSiebenSat.1 Media wandelt sich zum fokussierten Entertainment-Konzern
Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.
Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" Ausgabe 19/2026 vom 26.08.2026
Aktien in dieser Ausgabe: Aumovio, ProSiebenSat.1 Media, Teamviewer, Hornbach Holding, MBB
Börsenweisheit des Tages | 03.09.2026
"Sie müssen die Kontrolle über Ihr Geld erlangen, oder der Mangel daran wird Sie für immer beherrschen."
(Dave Ramsey)
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