In diesem Kurzportrait geht um Union Pacific. Die Union Pacific Corp. ist über ihre Tochtergesellschaft Union Pacific Railroad Company der führende Eisenbahnbetreiber in den USA. Das Unternehmen wurde 1862 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Omaha, Nebraska.
Omaha ist auch Warren Buffetts Heimatstadt und so verwundert es nicht, dass er sich mit einem dicken Aktienpaket an Union Pacific beteiligt hat, als die Übernahme- und Fusionswelle in den USA eine oligopolartige Struktur herausgebildet hatte und so den Grundstein für nachhaltiges Wachstum und steigende Profitabilität gelegt wurde.
Heute ist Buffett nicht mehr Aktionär, denn während der Globalen Finanzkrise wurde ihm die Komplettübernahme des Wettbewerbers Burlington Northern Santa Fe Railroad angeboten. Buffett griff zu, musste sich aber aus kartellrechtlichen Gründen von seinen anderen Eisenbahn-Engagements trennen. BNSF verschwand von der Börse und ist heute Teil von Berkshire Hathaway und wesentlicher Treiber von dessen Erfolgsgeschichte. Aber auch für Union Pacific hatte die Trennung keine negativen Folgen. Ganz im Gegenteil...
Heute betreibt Union Pacific ein ausgedehntes Schienennetz, das sich über rund 32.000 Meilen in 23 US-Bundesstaaten erstreckt und hauptsächlich die westlichen zwei Drittel der USA bedient. Es verbindet die großen US-Häfen an der Westküste und der Golfküste mit den östlichen Häfen und steuert als einzige Eisenbahngesellschaft alle sechs großen Häfen in Mexiko an. Der stärkste Wettbewerber ist die Berkshire Hathaway-Tochter BNSF, die ein umfangreiches Schienennetz betreibt, das parallel zu den Strecken der Union Pacific verläuft, insbesondere im Westen der Vereinigten Staaten.
Im Jahr 2023 erfolgte eine strategische Neuausrichtung, als Jim Vena den CEO-Posten übernahm. Vena war zuvor bereits Chief Operating Officer des Unternehmens und hatte es in seiner Amtszeit bereits auf Effizienz und Erfolg getrimmt und so die operative Gewinnmarge von 37% im Jahr 2018 auf fast 43% im Jahr 2021 erhöht. In dieser Zeit half Vena Union Pacific dabei, 1 Mrd. Dollar einzusparen und alle Kennzahlen außer dem Gesamtvolumen der Wagenladungen zu verbessern, das angesichts der Größe dieses Eisenbahnbetriebs nur durch makroökonomische Verbesserungen sinnvoll beeinflusst werden kann.
Die nötigen Unterlagen wurden kürzlich bei den Genehmigungsbehörden eingereicht, aber ein Erfolg ist ungewiss. Fusionen unter den Großen der Branche gelten als kaum noch genehmigungsfähig, weil die Angst vor steigenden Preisen dominiert. Doch genau hier will Union Pacific punkten mit dem Verweis auf die seit Jahren und über alle Übernahmen hinweg ständig verbesserten Renditen, die letztlich weitgehend an die Kunden weitergegeben wurden. Auch für BNSF ist der Deal entscheidend, denn würde er durchgewunken, könnte BNSF sich seinerseits mit CSX die "perfekte Ergänzung" östlich ans eigene Netz andocken.
Heute ist Buffett nicht mehr Aktionär, denn während der Globalen Finanzkrise wurde ihm die Komplettübernahme des Wettbewerbers Burlington Northern Santa Fe Railroad angeboten. Buffett griff zu, musste sich aber aus kartellrechtlichen Gründen von seinen anderen Eisenbahn-Engagements trennen. BNSF verschwand von der Börse und ist heute Teil von Berkshire Hathaway und wesentlicher Treiber von dessen Erfolgsgeschichte. Aber auch für Union Pacific hatte die Trennung keine negativen Folgen. Ganz im Gegenteil...
Heute betreibt Union Pacific ein ausgedehntes Schienennetz, das sich über rund 32.000 Meilen in 23 US-Bundesstaaten erstreckt und hauptsächlich die westlichen zwei Drittel der USA bedient. Es verbindet die großen US-Häfen an der Westküste und der Golfküste mit den östlichen Häfen und steuert als einzige Eisenbahngesellschaft alle sechs großen Häfen in Mexiko an. Der stärkste Wettbewerber ist die Berkshire Hathaway-Tochter BNSF, die ein umfangreiches Schienennetz betreibt, das parallel zu den Strecken der Union Pacific verläuft, insbesondere im Westen der Vereinigten Staaten.
Im Jahr 2023 erfolgte eine strategische Neuausrichtung, als Jim Vena den CEO-Posten übernahm. Vena war zuvor bereits Chief Operating Officer des Unternehmens und hatte es in seiner Amtszeit bereits auf Effizienz und Erfolg getrimmt und so die operative Gewinnmarge von 37% im Jahr 2018 auf fast 43% im Jahr 2021 erhöht. In dieser Zeit half Vena Union Pacific dabei, 1 Mrd. Dollar einzusparen und alle Kennzahlen außer dem Gesamtvolumen der Wagenladungen zu verbessern, das angesichts der Größe dieses Eisenbahnbetriebs nur durch makroökonomische Verbesserungen sinnvoll beeinflusst werden kann.
Übernahme(versuch) von Norfolk Southern Railway
Doch die Reise ist noch nicht zu Ende, denn Union Pacific ist dabei, den kleineren Wettbewerber Norfolk Southern zu übernehmen und damit Amerikas erste transkontinentale Eisenbahngesellschaft zu formen. Norfolk Southern ist überwiegend im Osten der USA tätig und ergänzt das Schienennetz von Union Pacific geradezu ideal. Dieses würde sich künftig über 50.000 Meilen durch 43 Bundesstaaten erstrecken und dabei 10 internationale Gateways mit Mexiko und Kanada bedienen, rund 100 Häfen betreiben sowie einen Single-Line-Service bieten und seinen Kunden dabei zwischen 24 und 48 Stunden Transitzeit sparen.Die nötigen Unterlagen wurden kürzlich bei den Genehmigungsbehörden eingereicht, aber ein Erfolg ist ungewiss. Fusionen unter den Großen der Branche gelten als kaum noch genehmigungsfähig, weil die Angst vor steigenden Preisen dominiert. Doch genau hier will Union Pacific punkten mit dem Verweis auf die seit Jahren und über alle Übernahmen hinweg ständig verbesserten Renditen, die letztlich weitgehend an die Kunden weitergegeben wurden. Auch für BNSF ist der Deal entscheidend, denn würde er durchgewunken, könnte BNSF sich seinerseits mit CSX die "perfekte Ergänzung" östlich ans eigene Netz andocken.
Eine positive Meldung zum Verlauf der Fusionsbemühungen gab es kürzlich, als das Surface Transportation Board die Anträge der Fusionsgegner auf Ablehnung des überarbeiteten Fusionsantrags der Unternehmen einstimmig abgelehnt hat und seine Prüfung der umfassendsten Fusionsanalyse fortsetzen wird. Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass die Transaktion in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 abgeschlossen sein wird.
Die jüngsten Ergebnisse von UNP für das 2. Quartal 2026 spiegelten diese Stärke wider: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 12% auf 6,9 Mrd. Dollar und bereinigt um höhere Kraftstoffkosten hätte die operative Marge bei soliden 58% gelegen und damit nahe bei den 58,1% des Vorjahreszeitraums. Das Volumenwachstum steuerte 225 Basispunkte zum Anstieg des Frachtumsatzes bei, während die Preise der Kern-Güter und der Mix des Transportguts weitere 175 Basispunkte zum Wachstum des Frachtumsatzes beitrugen. Der Kraftstoffzuschlag machte mit 750 Basispunkten einen Großteil des verbleibenden Umsatzbeitrags aus. Diese Kennzahlen spiegeln die inhärente Preissetzungsmacht von UNP und die Fähigkeit wider, die Inflation mehr als auszugleichen.
Die Geschäfte laufen so gut, dass die Quartalsdividende um 2,9% auf 1,42 Dollar je Aktie angehoben wurde, was annualisiert eine Dividendenrendite von 1,9% ergibt. Die Steigerung liegt am unteren Ende der Erhöhungen, denn in den letzten 10 Jahren wurde die Dividende um durchschnittlich 9,6% pro Jahr erhöht. Die Zahlungen erfolgen ununterbrochen seit 36 Jahren und Steigerungen gibt es seit 19 Jahren. Der Aktienkurs hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdreifacht, wobei die letzten 5 Jahre nur gut 30% beigesteuert haben. Die großen Herausforderungen in diesen Jahren dürften nun aber hinter der Branche liegen und damit wieder mehr Spielraum für Dividendensteigerungen und Kurszuwächse bieten. Das Hauptaugenmerk richtet sich aber auf die Übernahme von Norfolk Southern.
Starkes Zahlenwerk
Die US-Konjunktur läuft recht robust, während die hohen Benzinpreise überall belasten. Allerdings nicht die Eisenbahn, denn die kommt mit sehr viel geringeren Energiemengen aus, so dass steigende Benzinpreise den Wettbewerbsvorteil sogar noch vergrößern.Die jüngsten Ergebnisse von UNP für das 2. Quartal 2026 spiegelten diese Stärke wider: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 12% auf 6,9 Mrd. Dollar und bereinigt um höhere Kraftstoffkosten hätte die operative Marge bei soliden 58% gelegen und damit nahe bei den 58,1% des Vorjahreszeitraums. Das Volumenwachstum steuerte 225 Basispunkte zum Anstieg des Frachtumsatzes bei, während die Preise der Kern-Güter und der Mix des Transportguts weitere 175 Basispunkte zum Wachstum des Frachtumsatzes beitrugen. Der Kraftstoffzuschlag machte mit 750 Basispunkten einen Großteil des verbleibenden Umsatzbeitrags aus. Diese Kennzahlen spiegeln die inhärente Preissetzungsmacht von UNP und die Fähigkeit wider, die Inflation mehr als auszugleichen.
Die Geschäfte laufen so gut, dass die Quartalsdividende um 2,9% auf 1,42 Dollar je Aktie angehoben wurde, was annualisiert eine Dividendenrendite von 1,9% ergibt. Die Steigerung liegt am unteren Ende der Erhöhungen, denn in den letzten 10 Jahren wurde die Dividende um durchschnittlich 9,6% pro Jahr erhöht. Die Zahlungen erfolgen ununterbrochen seit 36 Jahren und Steigerungen gibt es seit 19 Jahren. Der Aktienkurs hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdreifacht, wobei die letzten 5 Jahre nur gut 30% beigesteuert haben. Die großen Herausforderungen in diesen Jahren dürften nun aber hinter der Branche liegen und damit wieder mehr Spielraum für Dividendensteigerungen und Kurszuwächse bieten. Das Hauptaugenmerk richtet sich aber auf die Übernahme von Norfolk Southern.
Meine Einschätzung zu Union Pacific
Union Pacific hat einen unüberwindbaren Burggraben, denn heute könnte niemand mehr ein solch umfangreiches Eisenbahnnetz errichten. Es fehlt an bezahlbarem Land, Umweltauflagen würden die Kosten explodieren lassen und niemand könnte die Billionen aufbringen, um die zigtausenden von Kilometern an Stahlschienen zu gießen. Es ist ein unkaputtbares Business, das dank seiner oligopolistischen Struktur sehr auskömmlich ist und dennoch die Preise für die Kunden über Jahrzehnte gesenkt hat.Union Pacific ist eine Klasse für sich, in die man sich nur günstig genug einkaufen muss, um selbst starke Renditen zu erzielen.
Disclaimer: Habe Berkshire, CSX auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

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