Sonntag, 25. Januar 2026

Wochenrückblick 04/2026: Meine stärksten Kurstreiber im Depot waren Almonty, KKR, RocketLab, Apollo Global, TransDigm - und die meisten davon wurden niedergetrumpelt...

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...


Dies waren in der vergangenen Börsenwoche die größten Gewinner und Verlierer in meinem Depot:

📈 Almonty Industries +25,8 %
📉 Amphenol -4,0 %
📉 Rheinmetall -4,0 %
📉 TransDigm -4,2 %
📉 Apollo Global -7,1 %
📉 RocketLab -9,0 % 
📉 KKR -9,5 %

Es war eine eine heftige Börsenwoche, nachdem Donald Trump am letzten Wochenende die feindliche Übernahme Grönlands zum Ziel erklärte und Strafzölle gegen Dänemark und die NATO-Partner und EU-Staaten verkündete, die daraufhin jeweils eine Handvoll Soldaten zur Erkundung der Situation vor Ort entsandt hatten. Die Börsen taumelten, auch wenn sie sich besser schlugen als die Male zuvor, als Trump die Zollkeule rausholte und wild um sich schlug.

Es folgte das übliche Trump-Strafzoll-Playbook
  1. Am Freitag veröffentlicht Trump eine kryptische Botschaft, die Zölle für ein bestimmtes Land oder einen bestimmten Sektor ankündigt. Die Märkte geben nach, da die Unsicherheit steigt. Dies begann am Freitag, als Trump mit Zöllen gegen Dänemark drohte.
  2. Später am selben Tag oder kurz danach (in diesem Fall am Samstag) kündigt Trump einen neuen hohen Zollsatz an, oft 25 % oder mehr.
  3. Am Samstag und Sonntag wiederholt Trump seine erhöhten Zollandrohungen, um Druck auszuüben, während die Märkte geschlossen sind. Damit maximiert er die psychologische Wirkung.
  4. Über das Wochenende reagieren die von den neuen Zöllen betroffenen Länder in der Regel öffentlich oder signalisieren Verhandlungsbereitschaft.
  5. Am Sonntagabend, wenn die Terminmärkte wieder öffnen (in diesem Fall am Montagabend), fallen die Aktienmarkt-Futures als erste emotionale Reaktion auf die Schlagzeilen zu den Zöllen.
  6. Am Montag und Dienstag übt Trump weiterhin öffentlich Druck aus, aber die Anleger beginnen zu erkennen, dass die Zölle noch nicht in Kraft getreten sind und erst Wochen später, beispielsweise am 1. Februar, in Kraft treten sollen.
  7. Am Mittwoch derselben Woche treten Käufer auf den Plan, um den Dip zu kaufen, und lösen damit eine Erholungsrallye aus, die jedoch oft nur von kurzer Dauer ist und meistens von einem weiteren Rückgang gefolgt wird. In der Regel beginnt das "Smart Money" an dieser Stelle mit dem Kauf.
  8. Am folgenden Wochenende, etwa eine Woche später, gibt Präsident Trump bekannt, dass Gespräche im Gange sind und er mit den Staats- und Regierungschefs der von den Zöllen betroffenen Länder an einer Lösung arbeitet.
  9. Am Sonntagabend dieses Wochenende eröffnen die Futures aufgrund der zurückkehrenden Zuversicht deutlich höher, aber die Gewinne schwinden mit der Eröffnung des Kassamarktes am Montag.
  10. Nach der Eröffnung am Montag treten hochrangige US-Regierungsbeamte wie Finanzminister Bessent live im Fernsehen auf, um die Anleger zu beruhigen und die Fortschritte bei den Verhandlungen zu betonen.
  11. In den nächsten zwei bis vier Wochen geben verschiedene Mitglieder der Trump-Regierung weiterhin Hinweise auf Fortschritte bei den Verhandlungen über ein Handelsabkommen.
  12. Ein Handelsabkommen wird angekündigt und die Märkte erreichen neue Rekordhöhen.
  13. Wiederholung von Schritt 1.
Diesmal ging das alles im Zeitraffer, weil die meisten Regierungschefs beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos aufeinandertrafen und miteinander redeten. Und Trump hat zum ersten Mal eine annähernd geschlossene Front der EU-Länder gegen sich gehabt, die darüber hinaus noch mit einer Handels-Bazooka winkten - die EU ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner der USA und sollte die EU den Zugang der US-Unternehmen zu ihrem Markt deutlich beschränken, würde das in den USA zu einem massiven Jobabbau führen (und natürlich auch die EU-Staaten empfindlich treffen, aber Trump interessiert alleine die Wirkung auf die USA und seine immer weiter schwindenden Chancen im Hinblick auf die Zwischenwahlen im November).

Darüber hinaus brachte ein Analyst der Deutschen Bank noch die Finanz-Bazooka ins Spiel. Die EU-Länder kaufen und halten einen erheblichen Teil der US-Staatsanleihen, die das wachsende Budgetminus der USA finanzieren. Die EU-Länder könnten nicht nur den Kauf weiterer Anleihen unterlassen, sondern auch die bestehenden auf den Markt schmeißen. Das würde den Preis für alle US-Staatanleihen massiv einbrechen lassen und im Gegenzug die Zinsen extrem in die Höhe treiben. Egal für die bestehenden Anleihen, aber bei der Ausgabe neuer Schuldtitel würde sich deren Zinscoupon am Niveau der bestehenden orientieren. Bang! Im Grunde ist das viel mehr als eine Bazooka, es ist die Finanz-Nuklear-Option. Denn die darauf folgende Erschütterung des globalen Finanzsystems würde auch die EU-Länder, ihre Börsen und nachgelagert ihre Wirtschaft heftig treffen. Wie bei Nuklearwaffen üblich würden alle verlieren. Aber Trumps Panzer zeigte empfindliche Schwachstellen und er drohte umgehend mit... Strafzöllen.

Übrigens: den größten negativen Effekt erzielte Trump damit, dass er mehrfach betonte, die USA hätten noch nie von der NATO-Mitgliedschaft profitiert. Und auf die Unterstützung der Partner in Afghanistan (und im Irak) erklärte Trump schlicht, die hätten sich ja nur in zweiter Reihe aufgehalten und sich hinter den US-Streitkräften versteckt, "doing nothing for America since 9/11". Und damit hat er eine (emotionale) Grenze überschritten und alle gegen sich aufgebracht.

Während diese "Nichtstuns" hatten die beteiligten NATO-Partner folgende Gefallene zu beklagen:
  • Großbritannien: 636
  • Kanada: 160+
  • Frankreich: 90
  • Italien: 86
  • Polen: 74
  • Deutschland: 62
  • Dänemark: 50
  • Spanien: 46
  • Australien: 43
  • Niederlande: 27
  • Tschechien: 15
  • Estland: 11
  • Norwegen: 10
Trumps Respektlosigkeit gegenüber den gefallenen Soldaten und ihrem Engagement an der Seite ihrer US-Verbündeten hat auch gewaltige Empörung unter den Ländern ausgelöst, die bisher wenig trumpkritisch aufgetreten waren.

Weitere Dümmlichkeiten waren vergleichsweise lächerlich. Dass Trump Grönland und Island ständig verwechselte oder dass er der Schweiz erklärte, ohne das Eingreifen der USA im Zweiten Weltkrieg würden man in der Schweiz heute Deutsch sprechen - was der größte Teil der Schweiz tut, aber nicht erst seit 1939, sondern seit Jahrhunderten (Deutsch ist die meistgesprochene Sprache in der Schweiz vor Französisch).

Trump entmystifiziert sich also zunehmend selbst, aber das macht ihn natürlich nicht weniger gefährlich. Die USA sind die stärkste globale Militärmacht, Wirtschaftsmacht und verfügen über die mit Abstand größte Finanzkraft. Trump wird immer öfter zum Verlierer, aber er hat die Macht, auch alle anderen verlieren zu lassen. Und in einer globalen Schlacht nur zweiter Verlierer zu sein, ist keine erstrebenswerte Aussicht. Insofern versuchen sich alle immer wieder zu beruhigen.

Dabei ist die Earnings Season inzwischen in Gang, auch wenn die Unternehmensergebnisse des 4. Quartal 2025 momentan wenig(er) Aufmerksamkeit finden. Mit Spannung wird vor allem erwartet, wie sich die KI-Hyperscaler schlagen und ob der KI-Boom Ermüdungserscheinungen zeigt. Mit Apple, Microsoft, Meta und Tesla legen vier der Mag7 vor, eine Woche später folgen noch Amazon und Alphabet. Wie hoch war ihr Capex und wird die KI-Party weiter befeuert? Und wie gestalten sich die Einnahmen aus diesen KI-Investments? Entwickeln sich hier tragfähige und profitable Businessmodelle? Und bei wem? Das sind die Fragen zum vierten Quartal, aber natürlich wird der Ausblick auf das laufende erste Quartal und die weiteren Perspektiven noch mehr darüber entscheiden, wie es mit den Aktienkursen weitergeht - und den Börsen insgesamt, denn die Mag7 dominieren in bisher ungekanntem Ausmaß den S&P 500 und auch den MSCI World.

Es gibt eben keine Chancen ohne Risiken. Aber auch keine Risiken ohne Chancen.

Der Fear-and-Greed-Index ist von 62 auf 52 Punkte zurückgegangen. Er hat damit das "Gier-Territorium" wieder verlassen und zeigt sich nun wieder "neutral".


Nun der Blick in mein Depot, das in dieser Woche die Gewinne der Vorwoche wieder abgeben musste - und noch etwas mehr. Ich habe kürzlich meinen Jahresrück- und -ausblick veröffentlicht, in dem ich die allgemeinen Entwicklungen aufgegriffen habe. Die spiegeln sich auch überwiegend in meiner Depotaufstellung wider; in meinem Investor-Update zum 4. Quartal 2025 bin ich detailliert auf meine größten Depotposition eingegangen und was hinter den Veränderungen bzw. der neuen Gewichtung steckt.
Im Grunde haben die Gewinner der Vorwoche ihre Gewinne wieder abgegeben und sogar etwas mehr. Finanzinvestoren gaben stärker ab als KI-Schaufelverkäufer, aber auch Rüstungswerte schwächelten und ebenso Luft- und Raumfahrtwerte.

Während die Exit-Pipeline bei den Finanzinvestoren in den letzten Jahren etwas verstopft war, hellt sich die Lage hier zusehends auf. Dem entsprechend winken deutlich zunehmende Provisionserlöse aus Verkäufen, was die Gewinne antreiben dürfte. Bisher kamen die Steigerungen überwiegend durch das Wachstum der Assets under Management, doch das Wachstumstempo ließ zuletzt nach – weil die Finanzinvestoren ihren Anlegern nicht genügend altes Investmentkapital zurückzahlten, da es noch in Assets gebunden war, hielten die sich mit der Zusage neuer Gelder spürbar zurück. Zudem sanken die durchschnittlichen Provisionssätze, was Kritiker als Red Flag ansehen. Doch der Trend geht Richtung größerer Fonds und dort sind die Gebühren per se niedriger – wie auch die Kosten für die Asset Manager. Daher sinken ihre Margen also nicht, obwohl die Provisionssätze niedriger liegen als früher. Insgesamt behaupten sich die Großen der Branche deutlich besser als die Kleinen und mit ApolloBrookfield und KRR sehe ich mich hier genau richtig positioniert für deutlich zweistellige Zuwachsraten auch in den nächsten Jahren.

Dabei zeigt sich KKR weiterhin besonders aktiv im Bereich Private Equity. So hat man seine Beteiligung an OneStream für 24 USD je Aktie an die Private-Equity-Gesellschaft Hg verkauft und damit zu einem Gesamtkapitalwert von rund 6,4 Mrd. USD. Damit erzielt KKR eine interne Bruttorendite von 24,9 % auf Basis seiner ursprünglichen Investition in OneStream im Jahr 2019. KKR hat damit in relativ kurzer Zeit sein eingesetztes Kapital verviereinhalbfacht; die Investition erfolgte über KKRs Fonds Americas Fund XII und Next Generation Technology, die beide eine starke Performance gezeigt haben. So liegt die Netto-IRR des Americas Fund XII bei 19,9 % und die des NGT-Fonds bei 23,7 %. KKR als Asset Manager erzielte hieraus die stetigen Managementprovisionen und nun auch eine Gewinnbeteiligung.

Solche Erfolge bleiben nicht ohne Wirkung und so vermeldet KKR, man werde wohl sein Ziel von 20 Mrd. USD für seinen neuen Flaggschiff-Private-Equity-Fonds für Amerika übertreffen und peilt nun eher 22 Mrd. USD für den North America Fund XIV an.

Während man in Asien gerade 2,5 Mrd. USD für seinen zweiten auf Asien ausgerichteten Private-Credit-Fonds eingeworben hat, liegt der Investitionsschwerpunkt nun auf Europa. RDer deutsche Energieriese RWE erhielt den Zuschlag für die beiden neuen britische Nordsee-Windparks Norfolk Vanguard East und West und verkauft die Hälfte davon an KKR. Des Weiteren investiert man gemeinsam mit Oak Hill Capital in Global Technical Realty, eine milliardenschwere europäische Plattform für maßgeschneiderte Rechenzentren; KKR übernimmt rund 1,5 Mrd. USD, Oak Hill gut 400 Mio. USD. Zudem erhöht KKR seine Beteiligung an dem kommerziellen Flugzeug-Leasingunternehmen Altavair und dessen Schwesterunternehmen AV AirFinance.

Bei KI-Rechenzentren mischt auch Apollo mit und stellt eine Finanzierung von 3,5 Mrd. USD für Valor Compute Infrastructure zur Verfügung, um deren Kauf und Leasing von Recheninfrastruktur für Rechenzentren für Elon Musks xAI im Wert von 5,4 Mrd. USD zu unterstützen.


Rocket Lab litt unter einem negativen Testergebnis zu seiner neuen Neutron-Rakete. Bei Überbeanspruchung eines Tank hielt dieser nicht stand - dafür sind Tests ja da. Es sollen mögliche Fehlerquellen frühzeitig ausgemerzt werden, damit später bei den Starts im Regelbetrieb nichts schiefgeht. Aber der Kurs preist so viel Zukunftsoptimismus ein, dass kein Platz für Fehlschläge ist. So betrachtet hat sich der Kurs ziemlich wacker gehalten.

Costco meldete für den Einzelhandelsmonat Dezember einen Anstieg der vergleichbaren Umsätze um 7,0 %. Der vergleichbare Umsatz im E-Commerce stieg in dem Monat, in dem auch die Weihnachtsausgaben enthalten sind, um 18,9 %. Der Gesamtumsatz für den vierwöchigen Zeitraum bis zum 31. Dezember stieg um 8,5 % auf 29,9 Mrd. USD und lag damit deutlich über dem Durchschnitt des Einzelhandelssektors. Die nächste Quartalsdividende wird wieder 1,30 USD je Aktie betragen und am 13. Februar gezahlt; Ex-Dividendentag ist der 30. Januar.

Gegen den allgemeinen Trend kletterte Almonty Industries auf neue Höchststände, nachdem die Mine in Sangdong endlich die Wolfram-Produktion aufgenommen hat. Viele Jahre der Verzögerungen und uneingelöster Versprechungen haben das Vertrauen der Anleger in das Unternehmen und seine Führung um Lewis Black untergraben - zu Recht. Doch inzwischen wurde vieles in die richtige Richtung gewendet und auch der Wolfram-Kurs treibt die Rentabilitätserwartungen immer weiter hoch. Aus meiner Turnaround-Spekulation wird (langsam) ein Rohstoff-Investment, also ein produzierendes, aber tendenziell zyklisches Business. Es werden in den nächsten Jahren weitere große Investments in zusätzliche Produktionsanlagen erforderlich sein, doch nach der jüngsten Kapitalmaßnahme ist Almonty dafür ausreichend gerüstet. Zumal künftig ja der Cashflow durch die Wolfram-Verkäufe zu einem wichtigen Faktor wird und die Kassen füllt. Läuft (endlich)...


Mein Vermögen hatte am ersten Januartag schon mal um +1,0 % zugelegt und auch in den beiden ersten vollen Handelswochen des Jahres weiter kräftig Gas gegeben. Im Jahr 2025 hatte mein Vermögen insgesamt um +7,5 % zugelegt und nach acht Tagen für 2026 konnte ich bereits dasselbe Ergebnis verbuchen. Aber das ist nur eine kurzfristige Momentaufnahme mit wenig bis null Aussagekraft, denn die hohe Volatilität der Märkte und die noch höhere Unsicherheit (auch, aber nicht nur durch Trumps Aktionismus) werden für deutliche Schwankungen sorgen - in beide Richtungen. Für den Moment freue ich mich jedenfalls über einen positiven Jahresstart, trotz eines Wochenminus von -2,75 %. Meine 2026er Vermögensveränderung liegt nun bei +7,25 % (YTD).

Die von Trump bewusst lancierte Dollarschwäche belastet US-Werte auf Euro-Basis im Jahr 2025 mit rund 12 %. Ich gehe davon aus, dass diese Tendenz auch in 2026 anhalten wird, wenngleich nicht derselben Größenordnung. Da ich einen hohen Anteil an US-Werten im Depot halte (knapp 75 %), wirkt sich die Dollarschwäche natürlich entsprechend negativ auf meine Performance aus.

Mein Investor-Update zu Q4/2025 - brandneu und in Farbe!

Auf welche Unternehmen und welche Schwerpunkte ich in meinem Depot setze zeigt mein Investor-Update, das ich immer zu Ende eines Quartals veröffentliche - quasi mein persönliches 13F.
Meine langfristige durchschnittliche Zielrendite liegt bei +15 % pro Jahr. Bei diesem Wert lande ich selten; meistens liegt meine Performance bei über +20 %, aber alle drei bis vier Jahre auch im Minus, teilweise satt. Seit ich meiner Ergebnisse ermittle, also seit 2011, komme ich auf rund 20 % pro Jahr. Auch dank einiger herausragender Jahresergebnisse, zu denen insbesondere 2023 und 2024 zählen.

Die Börse verläuft nicht linear und auch wenn sie auf lange Sicht rund 10 % pro Jahr zulegt, tut sie dies doch unter teilweise heftigen Schwankungen. Die sollte man aushalten und sich nicht aus seinen Qualitätsaktien herausdrängen lassen. Auch wenn heftige Korrekturen emotional stressig sind und der Weg zur Wunschrendite anschließend sehr viel länger ist. Ich versuche immer im Hinterkopf zu behalten, dass ich nicht mit Aktien spekuliere, sondern in herausragenden Unternehmen investieren, dort also Miteigentümer werde. Auch deshalb fahre ich einen fokussierten Investmentstil mit selten mehr als 15 Werten im Depot. Ich will und muss mich in "meinen" Unternehmen eben gut auskennen. Ansonsten lasse ich lieber die Finger davon.

Der Kompetenzkreis gewinnt also immer mehr Bedeutung. Je älter ich werde und je länger ich an der Börse aktiv bin, desto größer wurde er (naja, etwas zumindest). Vor allem erkenne ich immer besser, welche Themen und Branchen außerhalb meins Kompetenzbereichs liegen - dummerweise zählen dazu meistens auch die neuen, besonders aussichtsreichen, aber auch gehypten Themen. In "den neuen heißesten Scheiß" investiere ich daher selten(er) - und wenn, dann mit einer kleinen spekulativ orientieren Position. Mein Weltraumabenteuer Rocket Lab gehört definitiv in diese Kategorie. Selbst wenn ich als jahrzehntelanger Fan von Star Wars und Star Trek hier durchaus Insiderwissen habe... ツ
Es bleibt spannend - wie eigentlich immer an der Börse. ツ

Disclaimer: Habe die meisten der genannten Werte auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

6 Kommentare:

  1. Interessant, dass du dich so intensiv mit Donald Trump beschäftigst, obwohl du ihn ja offensichtlich nicht magst. Ich hätte gar nicht die Zeit dafür.

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    1. Diese Äußerung kann ich nicht mal ansatzweise nachvollziehen. Selbstverständlich beschäftige ich mich mit Don Trump und es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob ich ihn leiden kann, oder für dumm halte, oder einen Spinner oder Rassisten oder Vergewaltiger oder Pädophilen oder Gottes Geschenk an die Welt. Trump hat größte Relevanz, weil er der amtierende US-Präsident ist. Relevanz für die USA, Europa, die Welt, die Wirtschaft, den Welthandel, die globale Sicherheitslage. Für alles. Sich nicht mit Trump und seinen Auswirkungen auf diese Faktoren zu beschäftigen, wäre geradezu fahrlässig - nicht nur im Hinblick auf das eigene Wertpapierdepot.

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    2. Was ist daran interessant, wo du doch gar keine Zeit hast, dich mit der aktuellen politischen Weltlage zu "beschäftigen"?

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    3. Gute Antwort!

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    4. Volle Zustimmung!

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  2. Was hältst du aktuell von Novo Nordisk? Ergibt sich hier aktuell eine gute Chance zum Einstieg?

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