Sonntag, 31. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zu Lieferkettenstörungen, Earnings Season, Weihnachtsgeschäftschlamassel, Inflation, Zinswende und Alternativen Asset Managern

Am Ende folgte der Oktober seinem Ruf als Crashmonat nicht. Auch wenn es in der ersten Hälfte teilweise deutliche Kursrücksetzer gab, machte die zweite Hälfte diese mehr als wett. Dabei legten die US-Indizes erheblich stärker zu als DAX oder TecDax.

Das dürfte auch daran liegen, dass Dow Jones, S&P 500 und vor allem der NASDAQ viel stärker von Wachstums- und Technologieaktien geprägt werden als unsere heimischen Indizes. Und gerade die Technologiewerte behaupten sich zuletzt ziemlich gut, während konjunktursensible Unternehmen unter Druck stehen.

Hintergrund sind die zunehmenden Störungen in der weltweiten Lieferkette. Diese führt zu immer häufigeren Produktionsausfällen in immer mehr Branchen, was deren Umsätze und Gewinne schmälert. Gleichzeitig sorgen die zunehmenden Staus an Containerschiffen vor den Häfen für weitere Verzögerungen und erheblich steigende Frachtkosten.

In der gerade Fahrt aufnehmenden Earnings Season schlägt sich das auf die Ergebnisse durch. Immer mehr Unternehmen berichten über Störungen und Einschränkungen und auch wenn diese sich teilweise im dritten Quartal noch nicht allzu sehr negativ bemerkbar gemacht haben, fällt der Ausblick der Unternehmen auf das vierte Quartal und darüber hinaus doch zumeist pessimistischer aus. Dabei leiden nicht nur Mittelständler, sondern auch globale Konzerne, wie Apple oder Amazon, deren Kurse beide mächtig unter Druck gerieten. Im Gegenzug konnten die softwarelastigen Giganten Microsoft und Alphabet mit starken Zahlen und besserem Ausblick glänzen.

Industrieunternehmen, wie General Electric, oder Autobauer und –zulieferer sowie Einzelhandelsunternehmen leiden besonders und müssen ihre Prognosen senken. An der Börse wird zwar die Zukunft gehandelt, so dass der Markt heute die Erwartungen einpreist, die in 12 oder 18 Monaten gelten, aber da ein Ende der Lieferkettenproblematik nicht absehbar ist, besteht auch die Unsicherheit fort. Und das belastet die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen. Anderen erwächst eine zusätzliche Chance aus der Lage, denn je digitaler ein Geschäft aufgestellt ist, desto besser kommt es durch die gegenwärtige Lage...

Samstag, 30. Oktober 2021

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im Oktober

Der Oktober hat seinen Ruf als Crash-Monat ebenso wenig bestätigt wie der September. Zunächst startete er mit weiteren Kursabschlägen, aber dann setzte eine breite Erholungsrallye ein. Viele Anleger hatten sich aus dem Markt spülen lassen und mussten dann den steigenden Kursen hinterhersehen - und stiegen dann zu höheren Kursen wieder ein. Dieses Muster verfolgte die Börse schon viele Male seit dem Start des Bullenmarktes Anfang 2009 und der Anstieg entlang der "Wall of Worry" geht weiter.

Doch noch immer sind die Zinsen niedrig, noch immer fließt viel Geld in die Märkte, noch immer verdienen die Unternehmen viel Geld und kaufen Aktien zurück. Daher wird jeder Markteinbruch schnell wieder hochgekauft, denn es gibt einfach keine wirklichen renditeträchtigen Alternativen mit adäquatem Chance-Risiko-Verhältnis. Sofern man sich nicht auf Kryptozockereien oder ähnliche Sperenzchen einlassen will.

»Ich bin mir ziemlich sicher, dass in zwölf Monaten die heutigen Sorgen durch neue Sorgen ersetzt sein werden
(Bill Miller)

Am Ende verabschiedet sich der Oktober - nicht ganz unerwartet - mit einer starken Börsenentwicklung. Die Earnings Season nimmt Fahrt auf und es kristallisiert sich ein klareres Bild heraus...

Freitag, 29. Oktober 2021

Einfach gedacht: Heute ist Weltspartag, nicht WeltsparBUCHtag - also beginnt endlich mit dem Aktiensparen!

Heute, am 29.Oktober 2021, ist wieder Weltspartag. Dieser geht auf den 1. Internationalen Sparkassenkongress im Oktober 1924 zurück und war der Förderung des Spargedankens gewidmet. Inzwischen hat sich der Charakter des Weltspartags in Teilen der Welt deutlich gewandelt. Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern gewinnt der dort oftmals sogenannte "World Thrift Day" dagegen auch im 21. Jahrhundert an Bedeutung und spiegelt hier das zunehmende Bewusstsein für finanzielle Bildung und Finanzerziehung wider. Bei uns hingegen verliert er ständig an Bedeutung, denn angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase drohen Sparern inzwischen sogar Negativ- bzw. Strafzinsen auf ihre Sicht- und Spareinlagen.

Doch der Gedanken des Ansparens von Vermögen ist aktueller denn je. Die Menschen werden immer älter, aber es kommen weniger junge Menschen nach. Die Alterspyramide wankt und damit auch das Rentenniveau. Die so entstehende Rentenlücke muss man selbst auffüllen, denn die Alternative heißt Altersarmut und Grundsicherung. Die beste Art, sich Vermögen fürs Alter aufzubauen, liegt im regelmäßigen Ansparen über Aktiensparpläne. Je früher man damit beginnt, umso mehr Vermögen steht fürs Rentenalter bereit. Das liegt am Zinseszinseffekt.

Also, Leute, es gibt keine Ausreden (mehr), fangt endlich an, in Aktien zu investieren. So oder so!

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: Kansas City Southern ist Jeremy Granthams liebste Eisenbahn. Aus guten Gründen…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 163. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007. Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 2. Quartal 2021 schichtete Grantham 14% seines Portfolios um und hielt Ende März 704 Positionen, darunter 82 Neuaufnahmen. Der Wert der von Jeremy Grantham bei GMO verwalteten Kundenportfolios lag Ende Juni bei gut $20,0 Mrd. Mit 28% gewichtet er Technologiewerte am stärksten vor Gesundheitsaktien mit 18% und Finanzwerten mit 14%.

Granthams absolutes Depotschwergewicht bleibt Microsoft mit einer Gewichtung von knapp 6,3%. Ihm folgen United Health mit 2,95% und Apple mit 2,91%. Ganz frisch an Bord ist Grantham bei Constellation Brands, Nuance Communications und VEREIT. Massiv aufgestockt hat er bei der Eisenbahngesellschaft Kansas City Southern, wo er seine Position um 255% erhöhte. Und dafür gibt es gute Gründe...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Alphabet, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 26. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Shortseller Fraser Perring stürzt Adler Group in den Abgrund. Wer folgt? Oder was?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 25. Oktober 2021

Börsenweisheit der Woche 43/2021

"Den größten Investmenterfolg erzielt, wer durch Glück oder gesunden Menschenverstand gelegentlich ein Unternehmen findet, das seinen Umsatz und seinen Gewinn über die Jahre weit besser steigern kann als die Industrie als Ganzes. Des Weiteren zeigt sich, dass wir, wenn wir glauben, ein solches Unternehmen gefunden zu haben, besser über einen langen Zeitraum investiert bleiben sollten."
(Philip A. Fisher)

Sonntag, 24. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zum Rücktritt von Bundesbankchef Jens Weidmann, steigenden Inflationssorgen, Störungen der Lieferketten, Produktionsausfällen, Apples neuem Werbemonopol und einem weiteren Akt im Evergrande-Drama

Der Oktober zeigt sich von seiner schönen Seite, jedenfalls was die Börsenentwicklung anging. Weltweit haben die Indizes ihren Korrekturmodus verlassen und sich mit deutlichen Steigerungen zurückgemeldet. Dabei entwickelten sich die Technologiewerte am stärksten, obwohl einige der großen US-Werte unter Druck gerieten und das auch die US- und Weltindizes belastet hat.

Geld hatte hingegen eine schlechte Woche, denn die Steigerungen bei den Erzeugerpreisen heizt die Inflationsrate weiter an. Selbst die FED sieht hier inzwischen ein Problem und will mit der Reduzierung ihrer Anleihekäufe nun wohl noch schneller starten, während Zinsanhebungen weiter nicht anstehen. Diesen moderaten Kurs von FED-Chef Jerome Powell teilen nicht alle und manch einer sieht ihn als viel zu lasch an. Jack Dorsey, Gründer und CEO von Square und Twitter, twitterte jedenfalls, er sähe in den USA den Startschuss zur Hyperinflation gefallen.

Samstag, 23. Oktober 2021

"Value Investing ist simpel, aber nicht einfach". Warren Buffett erklärt, wie's geht...

Das Bonmot "Value Investing ist simpel, aber nicht einfach" von Investorenlegende Warren Buffett bringt das Dilemma auf den Punkt: das Grundprinzip des Value Investings ist nicht schwer zu verstehen, es aber anzuwenden, seine Elemente richtig umzusetzen, hingegen schon. Denn sie prallen auf das menschliche Verhalten und das ist (leider) völlig anders konditioniert, als es für Langfristanleger gut ist.

Dabei ist es wirklich einfach: Value Investing ist das langfristig orientierte Investieren in beständige, Ertrag starke Unternehmen, deren Aktien man zu einem attraktiven Kurs einsammelt. Und dann muss man der Saat nur noch genügend Zeit geben, aufzugehen.
»Aktien sind einfach. Man kauft bloß Anteile an einem großartigen Unternehmen mit höchst integerem und fähigem Management für weniger als seinen inneren Wert. Dann behält man diese Anteile für immer.«
(Warren Buffett)

Freitag, 22. Oktober 2021

Einfach gedacht: SBF-Sanierer Elber GmbH ist mit 10% auch Großaktionär bei Mutares

Sanierungsexperte Mutares hat soeben eine voluminöse Kapitalerhöhung durchgezogen samt Bezugsrechten für die Altaktionäre und Bezugsrechtshandel über die Börse (mehr dazu hier). Nun trudeln die ersten Stimmrechtsmeldungen ein und zeigen, dass CEO Robin Laik nun 25,08% an Mutares hält und die Elber GmbH 10,12%. Diese hat über viele Jahre den Sanierungsfall Corona Equity Partners, die heute als SBF firmiert, finanziell unterstützt und ist bis heute deren Mehrheitsaktionär (63,2%).

Mutares selbst stellt ja keinen Sanierungsfall dar, sondern ist auf Sanierungsfälle und Sondersituationen spezialisiert. Elber hat durch sein Engagement und den erfolgreichen Turnaround bei SBF "Blut geleckt" und möchte diesen einen Erfolg möglichst oft wiederholen. Und das nicht in Eigenregie, sondern über den Sanierungsexperten Mutares. Übersetzt man die Zahl der Stimmrechte mit Zahl der gehaltenen Aktien, läge die Beteiligung von Elber an Mutares bei knapp €47 Mio. Elber ist gekommen, um zu bleiben und ein kompetenter Ankeraktionär für Mutares, der auch im Aufsichtsrat vertreten ist.

Disclaimer: Habe Mutares, SBF auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: Sein antizyklischer Einstieg bei EOG Resources spült Value Investor Bill Nygren nun richtig Geld in die Kasse

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 162. Portfoliocheck beschäftige ich mich mal wieder mit Bill Nygren, Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Zum Ende des 2. Quartals hatte er insgesamt 50 Werte im Depot, darunter lediglich einen neuen. Seine Turnoverrate lag erneut bei überschaubaren 6%.

Mit 36,8% bleiben die Financial Services in Nygrens gut $16,5 Mrd. schweren Depot an der Spitze, gefolgt von Communication Services mit 16,0%, Technologiewerten mit 10,1%, zyklischen Konsumwerten mit 9,8% und Energiewerten mit 8,0%. Schon seit vielen Quartalen ist Nygrens größte Position Alphabet und das mit relativ konstanten 4% Depotanteil. Mit CapitalOne und Ally Financial folgen zwei hoch gewichtete Finanzwerte vor Facebook und dem Öl-Exlporer EOG Resources.

Bill Nygren agiert oft antizyklisch. Er stieg bei EOG Resources bereits vor zwei Jahren ein und baute in der Folge seine Position bei fallenden Kursen moderat aus. Im 2. Quartal 2020 und trieb seine Anfangsposition von 1,7 Mio. auf 4,7 Mio. Anteile hoch und im 2020er Schlussquartal dann auf 6,1 Mio. Aktien. Auf diesem Niveau hält er sein Paket seitdem konstant und rangiert mit 1% aller Anteile unter den größten Aktionären auf Platz 18. Sein massives Aufstocken im 2020er Schlussquartal erfolgte zu Kursen zwischen $35 und $50 und seitdem schaut Bill Nygren dem Kurs einfach nur beim Steigen zu. Hannibal, der Anführer des A-Teams, hätte gesagt: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert". Denn der Aktienkurs hat sich inzwischen auf $90 hochgeschraubt und Nygren damit Kursgewinne von mehr als $225 Mio. beschert..

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Facebook auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Apollo Global Management will das verwaltete Vermögen auf eine Billion Dollar und die Gewinne mehr als verdoppeln. Mehr als eine Herausforderung für Marktführer Blackstone!

Apollo Global Management veröffentlichte seine mittelfristigen Wachstumspläne und will sein verwaltetes Vermögen bis 2026 auf $1 Billion mehr als verdoppeln. Damit kontert Apollo Global den weltweit größten alternativen Vermögensverwalter Blackstone Group, der bereits 2018 angekündigt hatte, sein verwaltetes Vermögen bis 2026 auf $1 Billion zu steigern. Apollos Global Wachstumspläne erscheinen dabei noch ambitionierter, denn Blackstone hatte Ende Juni Assets under Management von $684 Mrd., während Apollo Global bei $472 Mrd. lag.

In den letzten anderthalb Jahren blieb Apollo Global im Sektorvergleich deutlich hinter seinen Wettbewerbern Blackstone, KKR & Co. zurück, doch hatte vor einem halben Jahr transformative Schritte in die Wege geleitet, inkl. des Rückzugs von Gründer und CEO Leon Black von der Firmenspitze, um sich künftig wieder deutlich besser zu entwickeln und den Rückstand - mindestens - wettzumachen. Auf genau diesen Zug bin ich aufgesprungen und mein Investmentcase scheint aufzugehen. Dabei befinden sich die gewinn- und kurstreibenden Faktoren aktuell noch in der Umsetzung und werden sich in den Geschäftszahlen ab 2022 so richtig bemerkbar machen...

Montag, 18. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Das steckt hinter dem Volatilitätskollaps bei BioNTech, Mutares und Deutsche Rohstoff AG

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 42/2021

"Die drei dümmsten und gefährlichsten Dinge, die Menschen über Aktienkurse sagen:
1. Wenn er schon so hoch gestiegen ist, wie kann er dann noch höher steigen?
2. Wenn er schon so weit gefallen ist, kann er nicht mehr viel tiefer fallen.
3. Sobald die Aktie wieder meinen Einstandskurs erreicht, verkaufe ich."
(Peter Lynch)

Sonntag, 17. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zu Bullen und Bären, der Erholungsrallye an den Börsen, Energiepreisexplosionen und bevorstehendem Gaspreisschock

"An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil". Diese Worte stammen, wie so viele Börsenweisheiten, von Altmeister André Kostolany. Und er sagte auch "Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief". Genau das haben wir in der letzten Woche erlebt, als zum Wochenende hin die Börsen kräftig Auftrieb bekamen und weltweit mit satten Pluszeichen abschlossen.

Dabei war doch alles so klar, oder? Die Energiepreise steigen weiter und treiben die Inflation in die Höhe, während sie die Konjunkturaussichten abwürgen, die Notenbanken steuern auf ein Ende der Anleihekäufe und steigende Zinsen zu, bei den Störungen in der weltweiten Lieferkette samt Staus der Containerschiffe vor den Häfen deutet sich keine Entspannung an und ohnehin ist Oktober und damit die Zeit der heftigen Kurseinbrüche.

Nun, es war wohl zu klar, zu viele Spieler hatten sich auf genau diese "offensichtlichen" Szenarien vorbereitet, sie haben schon in den letzten Wochen Kasse gemacht und Geld aus der Börse gezogen. Geld, das auf eine Rückkehr an die Börsen wartet, denn wirkliche Alternativen gibt es kaum. So hat die am Mittwoch die Umlaufrendite für 10-jährige Bundesanleihen erstmals seit langer Zeit wieder positives Terrain erreicht – mit 0,02%. Die Realverzinsung, also Zinsen abzüglich Inflation, liegt damit bei rund minus 4,1%. Wenig attraktiv, vorsichtig ausgedrückt. Wer also sein Geld auf dem Sparkonto parkt, verliert richtig viel davon.

Und so stiegen die Kurse weltweit kräftig an. Vermutlich nur, weil der Strom an weiteren negativen Nachrichten, der uns die letzten Wochen so gegängelt hatte, nachließ. Es war eine Woche, die einen an Börsenlegende Bernard Baruch erinnerte, der einmal sagte "Die Bären machen Schlagzeilen, die Bullen machen Geld". Recht hatte er, denn unterm Strich steigen die Börsen um gut sieben Prozent pro Jahr. Und da sind die ganzen Crashs und Korrekturen bereits eingerechnet.

Andererseits sollte man das Fell des Bären nie verteilen, bevor er erlegt ist. Und sich auch über die Erholungsrallye nicht zu früh freuen...

Samstag, 16. Oktober 2021

Turnaround-Spekulationen als Value Investment? Ernsthaft? Ernsthaft!

Spricht man an der Börse von einem Turnaround, hat man es mit einem Unternehmen zu tun, das in erheblichen Schwierigkeiten steckt. Das kommt gar nicht so selten vor und Peter Lynch klassifiziert deshalb in seinem Klassiker "Der Börse einen Schritt voraus" Turnaround-Werte gar als eigene Aktienkategorie. Bei diesen wankenden Unternehmen hat sich der Aktienkurs zumeist entsprechend negativ entwickelt und ist entweder stetig oder plötzlich deutlich zurückgegangen. Die Unternehmen reagieren überwiegend mit den selben Maßnahmen darauf: Stilllegung von Fabriken, Freisetzung von Personal, Veräußerung von Randbereichen, radikale Kostenreduzierung, Konzentration auf das Kerngeschäft.

»Sanierungen sind keine aufregenden Equity-Storys, aber bei Erfolg überaus ertragreich.«
(Hendrik Leber)

Wenn Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen und ihr Börsenkurs abstürzt, kann dies eine lukrative Chance für Anleger sein. Und zwar nicht nur für Spekulanten, die der Nervenkitzel reizt, sondern auch für langfristig orientierte Value-Investoren...

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Start meines dritten Wikifolios: Kissigs Tunraround-Spekulationen

Meine beiden Wikifolios "Kissigs Quality Investments" und "Kissigs Nebenwerte Champions", die zu den Schwerpunkten meiner Investments passen, sind nun seit anderthalb Jahren online.

Regelmäßige Blogleser wissen allerdings, dass ich darüber hinaus auch in aussichtsreiche Turnarounds investiere und dabei durchaus einige Erfolge vorweisen kann. Thematisch passt dies aber nicht zu den beiden vorhandenen Wikis und daher habe ich mich entschieden, ein Spezial-Wiki für Turnarounds und Sondersituationen aufzulegen.

▶ zu meinem Wiki "Kissigs Turnaround-Spekulationen"

Turnarounds bieten erhöhte Chancen, aber auch deutlich höhere Risiken. Wer (dennoch) Interesse hat, kann sich gerne unverbindlich vormerken lassen. Momentan ist das Wiki noch in der Prüfungsphase; sofern genügend Vormerkungen vorliegen, wird der Status irgendwann auf "investierbar" geändert und erst ab diesem Zeitpunkt kann/muss man sich für ein Investment entscheiden. Bis dahin kann man jedoch schon mal reinschnuppern und erfahren, was den Reiz an Turnarounds überhaupt ausmacht, wo Warren Buffett doch mahnt: "Turnarounds seldom turn"...

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: Berkshire Hathaway ist auf Allzeithochkurs und (auch deshalb) Tom Russos Liebling

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 161. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Tom Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 2. Quartal 2021 ließ er es wieder ruhig angekehen und kam auf eine Tornoverrate von lediglich 1%. Mit 41% nehmen defensive Konsumwerte weiterhin den größten Anteil in Russos Depot ein, gefolgt von Finanzwerten, die mit 31,3% zwei Punkte niedriger rangieren. Die drittplatzierten Kommunikationswerte haben sich nur marginal auf 12,5% erhöht. Zusammen bringen es Russos fünf größte Positionen auf einen Depotanteil von fast 52%.

Warren Buffetts Berkshire Hathaway steht mit einem kombinierten Anteil der A- und B-Aktien für 15,5% von Russos Depot und liegt damit inzwischen um knapp die Hälfte vor Mastercard, die noch 10,5% auf die Waage bringen. Beinahe ebenso schwer ist Nestlé mit 10,3%, die vor Alphabet (8,5%) und Phillip Morris (6,6%) liegen. Dass Russo gerade Berkshire Hathaway so hoch gewichtet hat, ist dabei kein Zufall...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Berkshire Hathaway, Mastercard auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 12. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Zalando, HelloFresh, Home24, Shop Apotheke - Abgestrafte Coronagewinner vor dem Comeback?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 11. Oktober 2021

Börsenweisheit der Woche 41/2021

"Der Zauber des Zinseffekts auf Gewinn wird von der Last des Zinseffekts auf Kosten zerdrückt."
(John C. Bogle)

Sonntag, 10. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zur Krise der Konservativen in Europa, dem vertagten US-Schuldenobergrenzenstreit und Facebook im Fegefeuer

Der Oktober bleibt übellaunig und setzt die Aktienkurse unter Druck. Die Nervosität an den Märkten ist weiterhin hoch, auch wenn sie zuletzt etwas nachlässt, weil zentrale Konflikte der Vorwochen doch noch gut oder glimpflich ausgegangen sind. Dem entsprechend ging die Volatilität zurück, während der Angst-und-Gier-Index weiter im Angstterritorium verharrt.

Die Börsen in Deutschland gaben nach, vor allem der TecDAX büßte mehr als 4 Prozent ein. Noch schlimmer traf es den japanischen NIKKEI, während es in Hong Kong sogar Zugewinne gab. Und das gilt auch für die USA, wo die Börsen leicht zulegen konnten. Dabei passt die Nachrichtenlage zur Börsenentwicklung...

Freitag, 8. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: SentinelOne ist Daniel Loebs jüngster Superdeal. Und er kauft noch mehr…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 160. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 23% verdiente sich Daniel Loeb im 2. Quartal die Bezeichnung "aktivistischer Investor" mal wieder redlich. Ende Juni enthielt Loebs Portfolio erneut 125 Aktienwerte, darunter 34 Neuaufnahmen. Das größte Gewicht haben nun Technologiewerte, die um mehr als 10% zulegten und sich mit 27,5% Gewichtung vor die Finanzwerte schieben konnten. Deren Anteil stieg leicht von 21% auf 22%. Auf Rang drei notieren Communication Services mit 11,8% vor den zyklischen Konsumwerten mit 10,8%. Ende 2020 hatten diese noch mit 22% den Spitzenplatz belegt..

Loebs Portfolio ist trotz der Vielzahl an Aktienwerten stark fokussiert: die drei größten Positionen Upstart, SentinelOne und PG&E bringen es zusammen auf gut ein Fünftel Gewichtung. Als größte Veränderung taucht SentinelOne in der Transaktionsliste auf, doch eigentlich ist es für Daniel Loeb kein neues Investment. Hier hatte er sich bereits 2015 in einem sehr früher Stadium eingekauft, wie auch bei Upstart Holdings und SoFi Technologies. Beim IPO Ende Juni konnte er seinen Einsatz mehr als verzehnfachen. Doch es entspricht Loebs "lebenszyklusorientierten Investmentansatz", solche Unternehmen auch nach dem IPO weiter zu unterstützen: mit Knowhow, Managementteams, Geld. Er meint, das IPO sei nur ein Zwischenschritt im Leben des Cybersecurity-Spezialisten und  SentinelOne stehe noch ganz am Anfang seiner Erfolgsgeschichte. Folgerichtig hat er Anfang Juli und Anfang September seine Position weiter aufgestockt auf knapp 10% seines Depots. Wahrhaft zuversichtlich...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Charlie Munger's Daily Journal verdoppelt den Einsatz bei Alibaba

Charlie Munger
hat Aktien der Alibaba Group gekauft. Und zwar nicht für seine mit Warren Buffett gemeinsam betriebene Investmentholding Berkshire Hathaway, sondern für seine eigene Vermögensverwaltung, die Daily Journal Corp., die er 1977 übernahm und Chairman ist.

Munger agiert äußerst selten und zwar immer nur dann, wenn er sich absolut sicher ist, eine Jahrhundertgelegenheit gefunden zu haben. Dann steigt er groß ein und zwar nicht mit Kleckerbeträgen. Nach vielen Jahren hatte er im Frühjahr 2021 erstmals wieder zugeschlagen und zwar ausgerechnet bei Alibaba. Der Aktienkurs befindet sich weiterhin im Sturzflug - und Munger verdoppelt seinen Einsatz...

Airbnb: Das kann ja wohl nur besser werden...

Bei Airbnb bin ich vor einigen Wochen eingestiegen, als die Temperaturen stiegen und der Kurs fiel. Ein Widerspruch!? Nicht unbedingt. Denn die global agierende Plattform zur Buchung und Vermietung von privaten Unterkünften wird zu den größten Profiteuren gehören, je stärker das Corona-Virus zurückgedrängt wird und wir wieder "normal" leben können. Dabei ist die bisherige (kurze) Börsengeschichte von Airbnb durch die Pandemie geprägt und stellt daher auch unter diesem Gesichtspunkt etwas Besonderes dar...

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Compleo Charging Solutions: Total ausgepowert!?

Compleo Charging Solutions habe ich nur knapp 9 Monate als Aktionär begleitet. Als ein führender Anbieter von Ladelösungen für Elektrofahrzeuge ist Compleo in einer Branche aktiv, die im Umbruch ist und vor einem stark wachsenden "adressierbaren Markt" steht. Die immer stärken in den Sektor fließenden Fördergelder und die sich immer schneller drehende Spirale zur Dekarbonisierung schaffen eigentlich perfekte Rahmenbedingungen. Eigentlich. Denn nun gab es eine überraschende Umsatz- und Gewinnwarnung...

Dienstag, 5. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Adidas, Linde, RWE - Keine Angst vor den DAX-Aufsteigern!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 4. Oktober 2021

Kissigs Investor-Update Q3/21 mit Funkwerk, Apollo Global Management, KKR, Nynomic, MBB, SBF, Energiekontor, Hypoport, Danaher, Mutares

Mein Investor-Update zum Ende des 3. Quartals 2021

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die TOP-Werte meines Investmentdepots; es ist in gewisser Weise mein persönliches 13F. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mal mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Börsenweisheit der Woche 40/2021

"Du musst wissen, warum Du die Aktie gekauft hast, der Geschichte folgen, solange sie intakt bleibt. Bestimmt kennst Du den alten Spruch 'Zeit ist Geld'; er sollte besser 'Zeit macht Geld' lauten! Es ist eine gewinnbringende Kombination. Lass die Zeit und das Geld die Arbeit machen."
(Peter Lynch)

Sonntag, 3. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zum US-Budgetobergrenzenstreit, einem strauchelndem Infrastrukturpaket, galoppierender Inflation, explodierenden Energiepreisen, Lieferkettenstörungen, Chinasorgen - und einem Lichtblick

Der Oktober hat begonnen, wie der September endetet: mit Kursverlusten auf breiter Front. Bestimmend bleiben die Nachrichten aus China und den USA, während Europa kaum eine Rolle spielt. Die Versorgungsengpässe in Großbritannien spitzen sich zu, weil der Brexit immer mehr seine Schattenseiten zeigt und das Land ohne die EU kaum noch ordentlich funktioniert. Viel war von den Brexiteers versprochen worden, wenig Positives ist wirklich eingetreten. Vor allem die bilateralen Handelsabkommen, die mit den US und China geschlossen werden sollten, kommen nicht voran. Beide Großmächte haben andere Prioritäten, auch auf lange Sicht.

In den USA konnte der drohende Shutdown erstmal abgewendet werden, eine dauerhafte Lösung im Budgetobergrenzenstreit ist aber nicht erzielt worden. Präsident Joe Biden kommt derweil mit seinem riesigen Infrastrukturpaket nicht voran, weil ihm auch nicht alle seiner Demokraten folgen wollen, was den Republikanern in die Karten spielt. Da das Land auf die ersten Zwischenwahlen seit der Präsidentschaftswahl zusteuert, wird die Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten weiter abnehmen.

Derweil bekommen immer mehr Branchen die Störungen in der globalen Lieferkette zu spüren und müssen ihre Produktion herunterfahren. Der Chipmangel bremst die Autobauer aus, aber auch die Technologieunternehmen. Hinzu gesellt sich das Problem, dass die Mehrheit der Seeleute auf den Containerschiffen nicht geimpft ist und unter den Einschränkungen der letzten 18 Monate besonders stark zu leiden hatte, da sie selbst in den Häfen auf den Schiffen eingesperrt waren und kaum Landgang hatten. Viele drohen, ihre Verträge nicht zu verlängern und dann würden die Containerschiffe nicht mehr alleine wegen der langen Wartezeiten in und vor den Häfen ausfallen, sondern schlicht wegen Personalmangels. Es droht damit nicht nur ein Weihnachtsfest ohne Geschenke oder zumindest mit einer deutlich reduzierten Auswahl, sondern dass sich die Probleme weit ins nächste Jahr hineinziehen...

Freitag, 1. Oktober 2021

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im September

Der September hat seinen Ruf als Crash-Monat nicht bestätigt. Wie erwartet. Es gab zwar einen heftigen Einbruch von knapp 5% und nachdem dieser annähernd wieder wettgemacht werden konnte einen neuerlichen stärkeren Rücksetzer, aber Panik-Sell-off waren die Märkte immer weit entfernt.

Unterm Strich lässt uns der September aber mit einer negativen Entwicklung zurück und auch das kommt nicht unerwartet. Zum Ausklang des Sommers herrscht eher Flaute bei Börsenumsätzen und Earnings und da reichen schon kleinere Erschütterungen auch der Nachrichtenseite, um die Kurse in den Keller zu schicken. Und an negativen Nachrichten hat es uns die letzten Wochen ja nun wahrlich nicht gemangelt...