Samstag, 31. Mai 2025

In der Börsenwoche 22/2025 waren die stärksten Kurstreiber in meinem Depot nicht nur Texas Pacific Land, Almonty Industries, CHAPTERS Group, Rheinmetall und Mastercard

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Costco im Earnings Quickcheck Q1/25: So geht profitables Wachstum!

Costco Wholesale ist hinter Walmart und Amazon das drittgrößte Einzelhandelsunternehmen der Welt - und eine Klasse für sich. Dank seines bestechend einfachen Geschäftsmodells ist Costco praktisch in jeder Wirtschaftslage erfolgreich. Denn Costco verzichtet auf hohe Gewinnmargen beim Verkauf, sondern bietet stattdessen lieber sehr günstige Preise. Das klingt erstmal nicht berauschend, aber um bei Costco einkaufen zu können, muss man dort Mitglied werden. Und hieraus entwickelt sich die Erfolgsformel. Weil die Preise so unverschämt günstig sind, rennen die Menschen dem Unternehmen die Türen ein. Zusätzlich setzt Costco auf große Mengen und große Portionen, so dass insbesondere Familien auf ihre Kosten kommen. Und je mehr Waren Costco selbst einkauft, desto größere Mengenrabatte und Preisnachlässe bekommt man, die man dann an seine Mitglieder weitergibt und so die Mitgliedschaft attraktiv hält. Je mehr die Mitglieder einkaufen, desto schneller haben sie ihren Mitgliedsbeitrag wieder reinverdient. Und Costco gewährt Cashback, so dass jeder Kauf mit steigenden Rabatten belohnt wird. Costcos Zauberformel ist aber die "geteilte Skaleneffizienz" und die führt auch im 1. Quartal 2025 zu neuen Rekorden...

Börsenweisheit des Tages | 31.05.2025

"Es ist leichter, die Börsenkurse zu stimulieren als die Wirtschaft."
(Terry Smith)

Freitag, 30. Mai 2025

Kissigs Portfoliocheck: Ken Fisher geht bei SAP jetzt in die Vollen

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 300. Portfoliocheck nehme ich wieder das Depot von Ken Fisher vor, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Fisher ist dabei grundsätzlich ein Bulle und setzt vor allem auf die großen Technologiewerte sowie auf Wachstumsaktien. Einer Umkehr der grundsätzlichen Überrenditen bei den Growth-Aktien, die wir seit Ende der Finanzkrise 2009 beobachten können, zugunsten von Konjunkturzyklikern und Value-Aktien, wie sie von vielen Marktkommentatoren ausgerufen wird, widerspricht Ken Fisher bisher deutlich.

Im 1. Quartal 2025 ging das von Fisher investierte Vermögen um 4 % auf 231 Mrd. USD zurück; es verteilte sich auf 999 Aktien, von denen 117 neu ins Depot aufgenommen wurden. Die Turnoverrate schnellte dabei von 2 % auf 9 % hoch. Angesichts der von Donald Trump bereits im Verlauf des 1. Quartals angekündigten Strafzölle nahm Fisher bei vielen US-Schwergewichten Gewinne mit, so dass Verkäufe überwiegten. Bei Amazon verkaufte er 28 % seiner Position, bei Alphabet 27 %, bei Netflix 55 % und bei Apple 10 %. Und auch in der zweiten Reihe reduzierte Fisher beträchtlich.

USA pfui, Europa hui: Groß aufgestockt hat Ken Fisher im Gegenzug bei europäischen Schwergewichten. An der Schweizer Großbank UBS hat er seine Position weit mehr als verzehnfacht und bei Deutschlands führender Softwareschmiede SAP waren es 150 %.

In Fishers Portfolio dominieren weiterhin die Technologieaktien mit einem Anteil von 24,3 %; allerdings sind das satte 6 % weniger als zuvor. Auf dem zweiten Rang behaupteten sich die Finanzwerte mit 16,8 %, während sich Gesundheitswerte mit nun 11,6 % auf den dritten Rang deutlich nach vorne geschoben haben. Neue viertplatzierte sind Industrieunternehmen mit 8,5 % vor Industriewerten mit 7,1 %. Die bisher drittplatzierten zyklischen Konsumwerte sind um knapp ein Drittel und drei Positionen auf 6,4 % gestutzt worden, und liegen nur noch knapp vor Kommunikationsdiensten mit 5,6 % und defensiven Konsumwerten mit 5,2 %. Seine fünf Toppositionen stellen dabei rund 24 % seines Portfolios.

Fishers fünf Top-Positionen stellen rund 19 % seines Portfolios und damit 5 % weniger als im Vorquartal. Die starke Reduzierung bei den US-Techwerten machte sich auch hier bemerkbar. An der Spitze liegen weiterhin Apple vor Nvidia und Microsoft. Dahinter hat sich, dank der erneuten Aufstockung, der Vanguard Intermediate Corporate Bond ETF an Amazon und Alphabet vorbeigeschoben und rangiert nun auf dem vierten Platz. Auffällig ist, dass Fisher zum wiederholten Male bei Unternehmensanleihen und US-Staatsanleihen zugegriffen hat, indem er seine beiden bevorzugten Bonds aufstockte. Und bei SAP...


Disclaimer: Habe Alphabet, Amazon, Apple, Microsoft, Netflix, Nvidia auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 30.05.2025

"Der Aktienkurs ist wohl die am wenigsten nützliche Information und doch ist er die am meisten beachtete."
(Peter Lynch)

Donnerstag, 29. Mai 2025

Charlie Munger bevorzugt Unternehmen mit dauerhaften, starken Wettbewerbsvorteilen

Charlie Munger rät, nach Festungen Ausschau zu halten und dabei geht es ihm nicht wirklich um Stahlbeton und Investments in Bau, Steine, Erden. Vielmehr haben es ihm die Markteintrittshürden angetan, der ökonomische Burggraben (Moat), den Wettbewerber zu überwinden haben - und auch die eigenen Kunden, sollten sie sich vom Unternehmen trennen wollen. Es geht also um Wettbewerbsvorteile von Marken und Produkten, um Unternehmen, die ihren Markt beherrschen und die somit die Preissetzungsmacht haben.
»Die beste Idee ist, eine Aktie als Eigentum an einem Unternehmen zu betrachten und die gleichbleibende Qualität seines Geschäfts anhand seines Wettbewerbsvorteils zu beurteilen.«
(Charlie Munger)
Unternehmen mit diesen Eigenschaften haben den großen Vorteil, dass ihre Produkte nicht einfach kopiert werden, dass Wettbewerber mit aggressiven Preissenkungen ihnen nicht einfach Marktanteile abnehmen können. Im Gegenteil: Burggraben-Unternehmen können in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld sogar ihre Preise erhöhen, ohne dass sie hierdurch Kunden verlieren. Weil sie eine Marke sind, die Marktmacht haben, ein Standing, weil sie ein Lebensgefühl vermitteln, dass den Kunden mehr bietet als ein Schnäppchenerlebnis in ihrer "Geiz-ist-geil-Mentalität".

Börsenweisheit des Tages | 29.05.2025

"Du brauchst dir gar nicht erst die Mühe zu machen den nächsten Multibagger zu finden, wenn du nicht in der Lage bist, dann auch an ihm festzuhalten."
(Ian Cassel)

Mittwoch, 28. Mai 2025

Börsenweisheit des Tages | 28.05.2025

"Wenn Unternehmen wachsen und rentabler werden, werden ihre Aktionäre an den gestiegenen Gewinnen beteiligt. Die Dividende wird angehoben. Sie ist ein so wichtiger Faktor für den Erfolg vieler Aktien, dass man kaum etwas falsch machen kann, wenn man ein Portfolio von Unternehmen aufbaut, die ihre Dividende 10 oder 20 Jahre in Folge erhöht haben."
(Peter Lynch)

Dienstag, 27. Mai 2025

Börsenweisheit des Tages | 27.05.2025

"Ich bin nicht daran interessiert, etwas zu kaufen, das unterbewertet ist und immer unterbewertet sein wird. Ich möchte unterbewertete Unternehmen finden, die sich zu überbewerten entwickeln können."
(Ian Cassel)

Montag, 26. Mai 2025

KKR oder Howard Hughes Holdings - wer formt wirklich die "moderne Berkshire"?

Berkshire Hathaway steht für Unternehmenserfolg pur. Jedenfalls seit Warren Buffett das Unternehmen 1964 übernommen und es in seine private Vermögensverwaltung umgewandelt hat. Der S&P 500 Index hat seitdem rund 39.000 Prozent zugelegt, aber die Berkshire-Aktie um unschlagbare 5,5 Millionen Prozent! Kein Wunder also, dass Warren Buffett als der beste Investor aller Zeiten gilt.

Dabei nutz er nur eine Handvoll Prinzipien, denen er aber unbedingt treu bleibt. Im Grunde genommen kann das jeder Anleger auch, aber kaum einer macht es wirklich nach. Weil Buffetts Prinzipien zu einfach klingen und keine schnellen und großen Gewinne in kurzer Zeit versprechen. Aber das wollen wir alle: möglichst schnell möglichst reich werden. Und scheitern dabei.

Buffett hat immer versucht, langsam reich zu werden, aber eben sicher. Er hat die dümmsten Fehler vermieden und so haben viele durchschnittlich erfolgreiche Entscheidungen am Ende zu einem außergewöhnlichen Ergebnis geführt. Und natürlich einige wirklich grenzgeniale Deals.

5,5 Millionen Prozent!

Wir Anleger haben es dabei sogar eigentlich besonders einfach, denn Starinvestoren wie Buffett müssen vierteljährlich ihre Depots gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC offenlegen. Mitte des Quartals kann jeder Mensch genau sehen, was der Guru an börsennotierten US-Aktien zum Ende des vorangegangenen Quartals im Depot hatte. Und gerade war es wieder soweit: am 15. Mai wurden die Depots offengelegt und deren Wertpapierbestand zum 31. März.

Aber um Buffett geht es mir heute gar nicht, jedenfalls nicht in erster Linie. Heute geht es im weiteren Sinne um einen "Enkeltrick", denn gleich mehrere legendäre Wall Street-Größen versuchen, Buffetts außergewöhnlichen Erfolgen nachzueifern - indem sie seine Strategie gnadenlos kopieren und in die Gegenwart transformieren. Auch für Anleger winken hier im Erfolgsfall außergewöhnliche Renditen. Aber nur dann...

Börsenweisheit des Tages | 26.05.2025

"Die Zeit ist auf Ihrer Seite, wenn Sie Aktien von erstklassigen Unternehmen besitzen. Sie können es sich leisten, geduldig zu sein - selbst wenn Sie Walmart in den ersten fünf Jahren verpasst haben, war es eine großartige Aktie in den nächsten fünf Jahren."
(Peter Lynch)

Sonntag, 25. Mai 2025

Börsenweisheit des Tages | 25.05.2025

"Die beste 'Investor Relations' sind Aktienkäufe von Insidern."
(Ian Cassel)

Samstag, 24. Mai 2025

In der Börsenwoche 21/2025 waren die stärksten Kurstreiber in meinem Depot nicht nur Texas Pacific Land, Apollo Global, Blackstone, LendingClub, KKR - und CHAPTERS Group

Die Top-Werte meines Investmentdepots veröffentliche ich jeweils zum Quartalsende in meinen Investor-Updates und meine Beobachtungsliste aktualisiere ich wöchentlich.

Ergänzend gebe ich heute eine kurze Übersicht zu den Werten, die in der letzten Woche mein Investmentdepot am stärksten bewegt haben. Dabei geht es um alte Bekannte und neue Liebschaften. Und es gibt die eine oder andere Überraschung...

Börsenweisheit des Tages | 24.05.2025

"Wenn Sie darüber nachdenken, in eine angeschlagene Branche zu investieren, sollten Sie die Unternehmen kaufen, die einen langen Atem haben. Warten Sie außerdem darauf, dass die Branche Anzeichen für einen Aufschwung zeigt. Kutscherpeitschen und Radioröhren waren angeschlagene Branchen, die sich nie wieder erholten."
(Peter Lynch)

Freitag, 23. Mai 2025

Börsenweisheit des Tages | 23.05.2025

"Du kannst das Investieren erlernen, indem du Bücher liest."
(Bill Ackman)

Donnerstag, 22. Mai 2025

Kissigs Portfoliocheck: Ist Warren Buffett jetzt wirklich am Ende?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 299. Portfoliocheck blicke ich wieder Warren Buffett über die Schulter. Seine Performance ist atemberaubend: über mehr als 50 Jahre hinweg legte er eine Rendite von fast 20 % pro Jahr hin und schlug den S&P 500 in den meisten Jahren. Das "Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch ehrfurchtsvoll genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Ende des 1. Quartals 2025 hatte Buffett Buffett 36 Aktienpositionen im Depot, darunter keine Neuaufnahmen. Der Gesamtwert seines Aktienportfolios fiel leicht von 267 Mrd. auf 258,7 Mrd. USD, denn Buffett hat erneut mehr Aktien verkauft als Positionen aufgestockt; sein Cashberg (inkl. US-Staatsanleihen) erzielte mit 347,7 Mrd. USD einen neuen Rekordwert.

Sein Portfolio bleibt stark fokussiert, denn die drei größten Positionen stellen mehr als die Hälfte des Gesamtwerts, und die fünf größten Positionen bringen es auf deutlich über zwei Drittel. Bei seiner größten Position Apple hat Buffett seine Verkäufe seit einiger Zeit eingestellt und hält seine Position bei konstanten 300 Mio. Aktien. Doch bei der Bank of America setzte er seine Verkäufe unbeirrt fort und baute weitere 7 % seines Bestands ab und bei der Citigroup ist er inzwischen sogar komplett ausgestiegen. Ein bisschen Geld ausgegeben hat Buffett dann aber doch. Im Vorquartal war er bei Constellation Brands frisch eingestiegen und hat nun seine Position mehr als verdoppelt. Mit mehr als 140 % noch stärker aufgestockt hat Buffett seine Beteiligung an Pool Corp., die Schwimmbadbedarf verkaufen, und bei Domino's um weitere 10 %.

Spitzenreiter bei der Sektorgewichtung bleiben weiterhin die Finanzwerte mit leicht reduzierten 37 %, während die dahinter liegenden Technologiewerte mit nun 27 % ebenfalls etwas an Boden verloren haben. Defensive Konsumwerte sind mit 17 % nun nochmals höher gewichtet vor dem Energiesektor, der in ähnlichem Ausmaß auf 13 % gesunken ist. Weit abgeschlagen folgen Kommunikationsdienste und Gesundheitswerte mit jeweils rund 2 % vor zyklischen Konsumwerten mit gut 1 % Anteil und neuerdings auch Industriewerten, die es aber gerade mal auf ein Gewicht von 0,5 % bringen.

Doch die größte Aufmerksamkeit erzielte Buffett diesmal an anderer Stelle, denn auf der Hauptversammlung von Berkshire verkündete er seinen Abschied vom Posten des CEO. Diesen wird ab dem Jahresende Greg Abel übernehmen, während Buffett "nur" noch als Chairman of the Board und als Berater fungieren wird. Nach 60 Jahren an der Spitze ist diese Veränderung nach dem Tod von Charlie Munger, den Buffett letztes Jahr als "Architekt von Berkshire" gewürdigt hatte, die zweite gravierende Zäsur für Berkshire - und sorgt für Unruhe unter deren Aktionären...


Disclaimer: Habe Apple, Berkshire, Domino's auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.

Börsenweisheit des Tages | 22.05.2025

"Der Durchschnittsanleger kann sich auf einige wenige gute Unternehmen konzentrieren, während der Fondsmanager gezwungen ist, zu diversifizieren. Wenn man zu viele Aktien besitzt, verliert man den Vorteil der Konzentration. Es braucht nur eine Handvoll starker Gewinner, damit sich langfristiges Investieren rentiert."
(Peter Lynch)

Mittwoch, 21. Mai 2025

Börsenweisheit des Tages | 21.05.2025

"Die Superkraft eines Investors besteht in der Fähigkeit, die Unternehmensperformance von der Aktienperformance zu trennen und von jenen zu profitieren, die das nicht können."
(Ian Cassel)

Dienstag, 20. Mai 2025

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Alzchem: Dank der Kursexplosion am Ende – des Anfangs

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. Das Magazin ist kostenpflichtig und wer dieses oder eine der weiteren Börsenzeitschriften von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Mehrwert für die Leser meines Blogs: Nach Erscheinen des Magazins darf ich meine Nebenwerte-Analysen dann auch hier veröffentlichen.


Artikel aus "Der Nebenwerte Investor" vom 20.05.2025

Aktien in dieser Ausgabe:  Alzchem, Patrizia

Börsenweisheit des Tages | 20.05.2025

"Ich bin immer auf der Suche nach großartigen Unternehmen in lausigen Branchen. Eine großartige Branche, die schnell wächst, bekommt zu viel Aufmerksamkeit und zieht zu viele Konkurrenten an."
(Peter Lynch)

Montag, 19. Mai 2025

Börsenweisheit des Tages | 19.05.2025

"Man kann sich vier Jahre lang abrackern, ohne Ergebnisse zu erzielen, und im fünften Jahr zum größten Ding der Welt werden. Die Macht des Nicht-Aufgebens ist real."
(Jeff Bezos)

Sonntag, 18. Mai 2025

[Kissigs Börsentheater] Brian Feroldi erinnert uns daran, dass heftige Kurseinbrüche ganz normal sind und man sich deshalb auch gar nicht erst ins Hemd machen sollte

Die letzten Börsenwochen hatten es in sich. Trumps Zollkriege haben Angst und Panik ausgelöst und weltweit die Börsen abstürzen lassen. Nachdem er zurückrudern musste und einige der Zölle zeitweise wieder ausgesetzt hat und Verhandlungen aufgenommen wurden, erholten sich die Börsen fast ebenso schnell und stark von ihren Verlusten. Anleger, die panisch ihre Aktien zu Tiefstkursen verkauft haben, sind die großen Verlierer: sie haben Kursverluste realisiert und die anschließende Erholung nicht mitgemacht. Wer einen kühlen Kopf behielt und sein Depot lieber wenig bis gar nicht angerührt hat, ist mit einem blauen Auge davongekommen. Börsenbusiness as usual.
"Zufällige Markteinbrüche sind weit weniger beängstigend, wenn man erkennt, dass sie völlig normal sind."
(Brian Feroldi)
Solche Turbulenzen kommen öfter vor als man denkt, etwa einmal pro Jahr. Und jedes Mal fühlt es sich wie das Ende der Welt an - doch das war es bisher nie. Die Börsen steigen langfristig immer weiter und jeder Einbruch ist nur eine Durststrecke – mal länger, mal kürzer. Wenn man das Unvermeidliche als unvermeidlich akzeptiert, erkennt man die großen Vorteile von "Buy & Hold".
Wer die Realität der periodischen Auf- und Abschwünge an den Börsen akzeptiert, schläft besser und erzielt höhere Renditen.

Und die Ausrede, dass man dies als Privatanleger nicht leisten könne, ist auch nur genau das: eine Ausrede. Denn während die Profianleger während des von Trumps Zollkriegen ausgelösten beinahe schnellsten Kursabsturzes der Geschichte zig Milliarden aus dem Markt abgezogen haben, griffen Privatanleger beherzt und "kauften den Dip". Mit Erfolg, denn die Börsenkurse haben sich wieder erholt und damit die Depots der Geduldigen und Hartgesottenen, während die Angsthasen ihr Geld abseits des Spielfelds geparkt haben - im Abseits. Sie können den Gewinnen der anderen nur hinterherschauen und irgendwann bei weiter steigenden Kursen wieder einsteigen, oder aber sie hoffen auf einen weiteren "Dip" - und dass sie dann die Cojones haben, auch wirklich zu kaufen. Aber die haben sie vermutlich nicht - jedenfalls nicht in dem Maße, wie sie auch dann wieder etwas anderes haben: Ausreden...

Börsenweisheit des Tages | 18.05.2025

"Es ist besser, den ersten Anstieg bei einer Aktie zu verpassen und abzuwarten, ob die Pläne eines Unternehmens aufgehen."
(Peter Lynch)