Mittwoch, 1. Dezember 2021

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im November

Der November startete verheißungsvoll, doch in der zweiten Hälfte gerieten die Börsen kräftig ins Rutschen. Jerome Powel wurde als FED-Chef für eine weitere Amtszeit bestätigt und äußerte nun, dass wir wohl länger mit einer erhöhten Inflation zu kämpfen haben werden. Und gleichzeitig verunsichert die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus die Welt und schürt die Angst vor einem erneuten weltweiten Lockdown.

Anleger flüchteten in die vermeintlich sicheren Häfen - in die großen Technologiewerte. Konjunktursensible Unternehmen und "Post-Corona-Gewinner" büßten hingegen wieder deutlich ein. Der breite Markt wird zunehmend von immer weniger Aktien nach oben gezogen bzw. oben gehalten, was generell eher keine gesunde Entwicklung ist und eine wenig(er) solide Basis für weitere Kurssteigerungen...

Dienstag, 30. November 2021

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Ringmetall: Mit Fassspannringen zur Weltherrschaft

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. "Der Nebenwerte Investor" ist kostenpflichtig und erscheint 14-tägig. Wer dieses Magazin oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel per Email vorab, nicht nur die von mir verfassten, und das Magazin mit allen acht Artikeln dann 14-tägig.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier im Blog veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Montag, 29. November 2021

Kissigs Aktien Report: Weltindex MSCI World: Einseitig? Vielseitig? Erfolgreich?!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 48/2021

"Man muss das Geschäft bewerten, um die Aktie bewerten zu können."
(Charlie Munger)

Samstag, 27. November 2021

Kissigs Beobachtungsliste

Meine Beobachtungsliste ist eine Anregung. Sie enthält die Aktien, die ich für interessant und aussichtsreich genug erachte, um sie hier im Blog zu begleiten. Trotz vieler Überschneidungen ist sie weder identisch mit meinem Investmentdepot noch mit meinen Wikis und sie ist auch kein Musterdepot.

▶ Denke selbst!

»Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen«, riet Immanuel Kant. Also Leute, denkt selbst! Diese Beobachtungsliste ist eine Anregung, mehr nicht. Sie dient dazu, dass ihr euch eure eigenen Gedanken zu den Unternehmen macht und euren eigenen Investment-Case erarbeitet. Dazu könnt ihr gerne auf meine Einschätzungen zurückgreifen und gerne können wir über die einzelnen Positionen und das (Value) Investing diskutieren. Denn das ist der Grund, weshalb ich dieses Blog betreibe: ich möchte mit euch ins Gespräch kommen, von euch lernen, und auch dadurch ein besserer Investor werden.
»Wer nicht fähig ist, sich selber eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen, darf nicht zur Börse.«
(André Kostolany)
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder Mensch zum guten Aktieninvestor taugt; z.B. mangels Zeit, mangels Interesses, mangels notwendiger charakterlicher Eigenschaften (wie Geduld und Coolness in Stresssituationen). Ist nun mal so, muss sich niemand für schämen. Entscheidend ist aber, dass man dies für sich erkennt und dann die richtigen Konsequenzen daraus zieht. Warren Buffett, der wohl beste Investor aller Zeiten, rät für diese Fälle, sein Geld nicht in Einzelwerte zu stecken, sondern kostengünstige Indexfonds (auf den S&P 500) zu kaufen und einfach unberührt im Depot für sich arbeiten lassen. Geht auch...

▶ Historie der Zu- und Abgänge auf meiner Beobachtungsliste

Alle Aufnahmen und Streichungen zu meiner Beobachtungsliste finden sich auf der Transaktionsliste.

▶ Investor-Update

In meinen Investor-Updates beschreibe ich daher quartalsweise, wie sich die Entwicklungen bei einzelnen Unternehmen in meinem Depot als Käufe, Verkäufe oder Umschichtungen niedergeschlagen haben und stelle meine TOP 10 vor.

Donnerstag, 25. November 2021

Kissigs Portfoliocheck: Coupang ist der neue Star in Stanley Druckenmillers Portfolio

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der bekanntesten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 167. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Selfmade-Milliardär Stanley Druckenmiller ins Depot. Der Öffentlichkeit ist er weitgehend unbekannt, dabei hat er als rechte Hand von George Soros 1992 die Bank of England und das Britische Pfund in die Knie gezwungen. Aus ärmlichsten Verhältnissen stammend hat Druckenmiller es zu einem Milliardenvermögen gebracht; das ist ihm gelungen, weil er seit 30 Jahren fast nie mit einem Jahresverlust abgeschlossen, sondern durchschnittlich eine Rendite von mehr als 30 Prozent erzielt hat.

Druckenmiller fährt einen fokussierten Investmentstil mit nur einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Stanley Druckenmiller war auch im 3. Quartal 2021 wieder sehr aktiv und kommt auf eine Turnoverrate von 17%. Unter seinen nun 49 Positionen finden sich 12 Neuaufnahmen. Er steht dem Gesamtmarkt zunehmend skeptisch gegenüber und geht von einer bevorstehenden starken Korrektur aus. Sein Portfolio hat er daher seit dem Jahresanfang sukzessive reduziert und Cash aufgebaut. Ende des 1. Quartals lagen seine Aktienpositionen noch bei $3,9 Mrd, Ende September waren es nun noch $3,1 Mrd. Der "digitale Fußabdruck" in seinem Portfolio schrumpft dabei weiter; inzwischen fielen die Technologiewerte mit einem Anteil von 20,4% auf Rang drei zurück und die zyklischen Konsumwerte stellen mit einem weiteren deutlichen Zuwachs und einem Gewicht von 43,7% nun den mit Abstand stärksten Sektor vor Communication Services mit 21,4%.

Die stärkste Auswirkung auf Druckenmillers Portfolio hatte die annähernde Halbierung seiner lange Zeit dominierenden Microsoft-Position. Massiv aufgestockt hat er hingegen bei Südkoreas Ecommerce-Leader Coupang. Hier stockte er in den starken Kursabsturz hinein um knapp 48% auf. Coupang liegt nun mit 14% an der Spitze von Druckenmillers Depot. Dahinter folgt Amazon mit 10,5% und diese hohe Gewichtung der beiden von zusammen rund einem Viertel belegt Druckenmillers optimistische Einschätzung des Onlinehandels.

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, Microsoft auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 22. November 2021

Kissigs Aktien Report: Berkshire Hathaway und seine (noch) unbeachteten Fintech-Deals

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 47/2021

"Unsere Preisstrategie zielt nicht auf die Maximierung von Prozentsätzen ab, sondern auf den maximalen Wert für die Kunden und damit auf einen langfristig höheren Gewinn."
(Jeff Bezos)

Sonntag, 21. November 2021

Jubiläum: Seit 10 Jahren wird hier intelligent investiert

Vor zehn Jahren habe ich dieses Blog ins Leben gerufen. Am 21.11.2011 kam mir der spontane Gedanke, dass ich "der Welt" meine Gedanken über Aktien und Börse mitteilen wollte. Der Name "Intelligent investieren" stand von Anfang an fest; er stammt von Benjamin Grahams legendärem Standardwerk über das Value Investing, das mich und meinen Anlagestil geprägt hat. Dabei habe ich mich durchaus weiterentwickelt, vom Bottom-up-Ansatz immer weiter in Richtung Top-Down-Analyse, vom klassischen Deep Value Investing hin zum Quality Investing.

Die Dominanz der neuen Technologien mit ihren enormen und wachsenden Cashflows in Kombination mit dauerhaft niedrigen Zinssätzen formte einen neuen Investmentansatz: Growth at a reasonable price (GARP). Auch deshalb performen Growth-Aktien seit der Finanzkrise Value-Aktien aus. Dennoch bieten sich auch abseits der großen Technologieriesen interessante Opportunitäten, die ich vor allem bei deutschen Nebenwerten gezielt herauszupicken versuche. Mit Tenbagger-Potenzial auf längere Sicht. Das klappt nicht immer, aber doch schon mehrfach...

Dass ich dieses Blog betreibe, habe es bisher (fast) keinen Tag lang bereut. Ich schreibe hier über ein Thema, mit dem ich mich ohnehin viel befasse; und es ist mir gelungen, mein liebstes Hobby zum Beruf zu machen: das Investieren in Aktien.
»Am Fließband stehen, das ist Arbeit. Was ich mache, ist Freizeitgestaltung mit beruflichem Hintergrund.«
(Karl Lagerfeld)
Besser als Karl Lagerfeld kann ich es nicht ausdrücken, wie ich das Börsengeschehen und meine Möglichkeit, mich "rund um die Uhr" damit zu beschäftigen, empfinde. Dieses Blog ist zu einem ganz wichtigen Teil dessen geworden, was ich an positiven Assoziationen mit dem Börsengeschehen verbinde und dazu trage natürlich nicht allein bei, sondern dahinter steckt wesentlich mehr...
 

Donnerstag, 18. November 2021

Kissigs Portfoliocheck: Beginnt Buffett nun mit dem Ausverkauf bei Mastercard und VISA?

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 166. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Warren Buffett über die Schulter. Buffetts Performance ist atemberaubend; er konnte über mehr als 50 Jahre hinweg eine Rendite von fast 20% pro Jahr hinlegen und den S&P 500 in den meisten Jahren schlagen. "Das Orakel von Omaha", wie Warren Buffett von seinen Anhängern auch verehrend genannt wird, ist einer der reichsten Menschen der Welt, doch er ist kein Unternehmer, sondern er ist Investor. Ein Investor der Superlative, denn seinen Reichtum verdankt er ausschließlich dem Investieren.

Im 3. Quartal 2021 lag Buffetts Turnoverrate bei unter 1% und am 30. September hatte er 43 Aktienwerte im Depot. Trotz zweier Neuaufnahmen ist das ein Wert weniger als im Vorquartal. Der Gesamtwert blieb stabil bei $293 Mrd und auch sein Cashberg blieb mit $149 Mrd weitgehend konstant. Sieht man einmal von den zunehmenden Aktienrückkäufen ab; hier kaufte Buffett für weitere $7,6 Mrd Berkshire-Aktien zurück und brachte damit die Gesamtsumme in den ersten neun Monaten auf $20,2 Mrd.

Buffetts Portfolio ist sehr fokussiert, denn seine fünf größten Positionen Apple, Bank of America, American Express. Coca Cola und Kraft Heinz bringen zusammen 76% auf die Waage. Seine zehn größten Positionen blieben unverändert. Die mit großem Abstand gewichtigste Position ist weiterhin Apple mit 41,5%. Buffetts Anteil am iPhone-Unternehmen stieg durch Apples ausgedehnte Aktienrückkäufe ohne sein Zutun von 5,37% auf 5,41% an. Technologiewerte machen 44,5% von seines Aktienportfolio aus und konnten ihr Gewicht um weitere 1,5% steigern. Dahinter folgen Finanzwerte mit konstanten 32% vor defensiven Konsumwerten, die um 1% auf 12% zurückfielen.

Seine langjährigen Positionen Mastercard und VISA hat er um 4% bzw. 6% reduziert. Und das könnte erst der Anfang vom langfristigen Ausstieg aus den beiden digitalen Zahlungsnetzwerken sein, denn deren schier unangreifbarer ökonomischer Burggraben verliert zunehmend Wasser. Auch wegen Amazon...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, Apple, Berkshire Hathaway auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 17. November 2021

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu SFC Energy: Deutschlands Wasserstoff-Champion steht mächtig unter Strom

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. "Der Nebenwerte Investor" ist kostenpflichtig und erscheint 14-tägig. Wer dieses Magazin oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel per Email vorab, nicht nur die von mir verfassten, und das Magazin mit allen acht Artikeln dann 14-tägig.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier im Blog veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Montag, 15. November 2021

Kissigs Aktien Report: Zinsen, Inflation, Lieferkettencrash – welche Aktien man jetzt kaufen sollte - und welche nicht

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 46/2021

"Das Anpassen Ihrer Positionsgrößen (zu viel/ zu wenig/ genau richtig) beeinflusst Ihre Rendite genauso stark wie Ihre Fähigkeit, Gewinneraktien auszuwählen."
(Ian Cassel)

Samstag, 13. November 2021

Genworth Financial: Deshalb ist mir dieser gestrauchelte Versicherungskonzern eine (zweite) Turnaround-Spekulation wert

Der Versicherungskonzern Genworth Financial ist für die Leser meines Blogs kein unbekannter. Anfang 2016 hatte ich den abgestürzten Wert erstmals als Turnaround-Spekulation vorgestellt und konnte auch schnell Erfolge einstreichen: der Kurs verdreifachte sich vom Tief bei $1,72 in etwa. Dann kam die Übernahmeofferte durch China Oceanwide, die nur marginal über dem damals aktuellen Kurs von gut $5 lag. Es schloss sich eine wahre Übernahmeposse an mit beinahe 20 (!) Verlängerungen der Deadline. Das Ganze zog sich aufgrund genehmigungsrechtlicher Schwierigkeiten über mehr als drei Jahre hin und endete jämmerlich. und genau hierin liegt die (neue) Chance...

Freitag, 12. November 2021

Kissigs Portfoliocheck: Mit SVB Financial Group setzt Ken Fisher auf den Shootingstar unter den US-Banken

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 165. Portfoliocheck nehme ich wieder das Depot von Ken Fisher vor, der mal Value Investor ist, wenn dieser Ansatz die besseren Renditen verspricht, und Growth Investor, wenn es hiermit mehr zu verdienen gibt. Obwohl der Coronacrash den vorherigen langen Bullenmarkt der Definition nach beendete, hat die "kürzeste Baisse aller Zeiten" dafür gesorgt, dass sich der neue Bullenmarkt nicht wie ein solcher verhält, sondern wie ein sehr alter. Und dabei können vor allem die großen Technologiewerte ihre Stärken ausspielen.

Und die dominieren im 3. Quartal 2021 in Fishers Depot mit einem Anteil von 27,5% vor Finanzwerten (12,7%) und zyklischen Konsumwerten (11,7%). Das von Fisher verwaltete Vermögen beläuft sich auf $161 Mrd und verteilt sich auf 964 Aktien, von denen 77 im letzten Quartal neu aufgenommen wurden; seine Turnoverrate lag erneut bei niedrigen 4%. Die größten Positionen blieben Apple, Microsoft und Amazon, wobei er Apple leicht reduzierte, Microsoft aufstockte. Bei VISA verkaufte ein Viertel seiner Aktien.

Nicht im vordersten Bereich von Fishers Portfolio rangiert die SVB Financial Group. Deren wichtigste Beteiligung ist die Silicon Valley Bank, eine kalifornische Regionalbank mit einem ganz besonderen und äußerst erfolgreichen Geschäftsmodell...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Amazon, Apple, Microsoft, SVB Financial Group auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 10. November 2021

Kissigs Nebenwerte-Analyse zu Energiekontor: Begünstigt von Rückenwind und Sonnenschein

Im Magazin "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox finden sich regelmäßig Analysen von mir zu deutschen Nebenwerten. "Der Nebenwerte Investor" ist kostenpflichtig und erscheint 14-tägig. Wer dieses Magazin oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel per Email vorab, nicht nur die von mir verfassten, und das Magazin mit allen acht Artikeln dann 14-tägig.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier im Blog veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Kooperation: Kissigs Analysen ab sofort auch in "Der Nebenwerte Investor" von Traderfox

Dies ist mal wieder ein Beitrag in eigener Sache. Für das "Aktien Magazin" von Traderfox schreibe ich ja bereits seit vielen Jahren Artikel und inzwischen hat man fünf Magazine im Angebot. Jüngster Neuzugang ist "Der Nebenwerte Investor", der sich mit deutschen Nebenwerten befasst und zu dem ich mehrere Artikel zu jeder Ausgabe beisteuere.

"Der Nebenwerte Investor" erscheint 14-tägig und ist kostenpflichtig. Wer dieses Magazin oder eines der weiteren von Traderfox bestellen möchte, gelangt ▶ hier zur Übersicht. Abonnenten erhalten die neuen Artikel per Email vorab, nicht nur die von mir verfassten, und das Magazin mit allen acht Artikeln dann 14-tägig.

Für die Leser meines Blogs hat das Ganze auch einen direkten Nutzen: nach Erscheinen des Magazins darf ich eine meiner Analysen dann auch hier im Blog veröffentlichen. Vielen Dank dafür an Simon Betschinger, den Gründer und Geschäftsführer von Traderfox.

Übersicht über Kissigs Blogartikel aus "Der Nebenwerte Investor"
 

Einfach gedacht: Schnäppchenkurse bei BioNTech?!

BioNTech ist der Shootingstar der Corona-Pandemie. Der Aktienkurs des deutschen Biotech-Hoffnungswerts wurde aber zuletzt kräftig zusammengeknüppelt. Zu Recht. Oder eben nicht. Es kommt, wie so oft, auf die Perspektive an. Und dazu lehrte uns Karl Marx (ja, genau, der Karl Marx): "Der Standpunkt bestimmt die Perspektive". Tja, der Marx hat schon viel Gescheites und Gescheitertes über Geld und Kapital geschrieben, doch seine Ehefrau Jenny Marx hatte dazu ihre ganz eigene Meinung: "Ich wünschte, dass mein lieber Karl mehr Zeit damit verbracht hätte, Kapital anzuhäufen, statt nur darüber zu schreiben". Unter diesem doppelten Marx'schen (aber nicht marxistischen!) Einfluss habe ich mir mal ein paar einfache Gedanken zu BioNTech, den Perspektiven und der - möglichen - Kursentwicklung gemacht...

Dienstag, 9. November 2021

Aus eins mach drei: General Electric spaltet sich in drei eigenständige Sektorleader auf

General Electric hat Großes vor. CEO Larry Culp arbeitet weiter engagiert an der Sanierung und Entschuldung und nun folgt der nächste Paukenschlag: GE kündigte heute seinen Plan an, drei branchenführende, globale Aktiengesellschaften zu gründen, die sich auf die Wachstumssektoren Luftfahrt, Gesundheitswesen und Energie konzentrieren.

Dazu soll (1.) eine steuerfreie Abspaltung von GE Healthcare erfolgen, wodurch Anfang 2023 ein Unternehmen mit Schwerpunkt in der Präzisionsmedizin entsteht, an dem GE voraussichtlich einen Anteil von 19,9% behalten wird. Und (2.) sollen GE Renewable Energy, GE Power und GE Digital zu einem die Energiewende anführenden Unternehmen zusammengeführt werden und anschließende soll dieses kombinierte Unternehmen Anfang 2024 steuerfrei abgespalten werden ('Spin-off')...

Montag, 8. November 2021

Börsenweisheit der Woche 45/2021

"Ob Märkte effizient oder nicht sind, spielt gar keine Rolle. Nur die 'Kosten-Hypothese' zählt: Bruttoertrag im Markt abzüglich der Kosten, diesen Betrag zu erwirtschaften, ergibt die Nettorendite, die ein Investor am Ende erhält."
(John C. Bogle)

Freitag, 5. November 2021

Kissigs Portfoliocheck: Mason Hawkins Turnaround-Spekulation General Electric nimmt jetzt richtig Fahrt auf

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 164. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot von Mason Hawkins, der mit seinem Longleaf Partners Funds seit mehr als 40 Jahren überdurchschnittliche Renditen für seine Investoren einfährt. Hawkins vertritt einen klassischen Value-Investing-Stil und setzt auf vernachlässigte Branchen, die gerade so gar nicht en vogue sind an der Wall Street.

Im 3. Quartal 2020 lag Mason Hawkins Turnoverrate bei niedrigen 8%. Unter seinen 24 Depotwerten findet sich nur ein Neuzugang. Hawkins Portfolio wird von Werten der Communications Services dominiert, die es auf eine Gewichtung von 31% bringen. Ihnen folgen zyklische Konsumwerte mit 20,2% vor Industriewerten mit 12,2% und Energieaktien (11,9%) sowie Financial Services mit 11,7%. Die größte Auswirkung hatte der komplette Ausverkauf von Biogen, die mit ihrem Alzheimermedikament nicht wirklich die Hoffnungen erfüllen konnten. Bei CNX Resources und Williams hat er jeweils um die 5% abgebaut.

Mason Hawkins Portfolio ist stark fokussiert. Die drei größten Positionen Lumen Technologies (die ehemalige CenturyLink), CNX Ressources und Mattel machen mehr als ein Drittel aus und die fünf größten, also ergänzt um FedEx und General Electric, bringen es zusammen auf mehr als 45%.

Die abgestürzte Industrieikone General Electric, die schon vor Ausbruch der Coronakrise tief in den Abgrund geblickt hatte, sendet inzwischen immer deutlicher gesunde Lebenszeichen aus inkl. beinahe völligem Abbau der einst überbordenen Verschuldung. Ex-Danaher-Chef und GE-Hoffnungsträger Larry Culp macht's möglich. Und noch viel mehr...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Danaher, General Electric auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Montag, 1. November 2021

Börsenweisheit der Woche 44/2021

"Spekulationen sind am gefährlichsten, wenn sie am einfachsten scheinen."
(Warren Buffett)

Sonntag, 31. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zu Lieferkettenstörungen, Earnings Season, Weihnachtsgeschäftschlamassel, Inflation, Zinswende und Alternativen Asset Managern

Am Ende folgte der Oktober seinem Ruf als Crashmonat nicht. Auch wenn es in der ersten Hälfte teilweise deutliche Kursrücksetzer gab, machte die zweite Hälfte diese mehr als wett. Dabei legten die US-Indizes erheblich stärker zu als DAX oder TecDax.

Das dürfte auch daran liegen, dass Dow Jones, S&P 500 und vor allem der NASDAQ viel stärker von Wachstums- und Technologieaktien geprägt werden als unsere heimischen Indizes. Und gerade die Technologiewerte behaupten sich zuletzt ziemlich gut, während konjunktursensible Unternehmen unter Druck stehen.

Hintergrund sind die zunehmenden Störungen in der weltweiten Lieferkette. Diese führt zu immer häufigeren Produktionsausfällen in immer mehr Branchen, was deren Umsätze und Gewinne schmälert. Gleichzeitig sorgen die zunehmenden Staus an Containerschiffen vor den Häfen für weitere Verzögerungen und erheblich steigende Frachtkosten.

In der gerade Fahrt aufnehmenden Earnings Season schlägt sich das auf die Ergebnisse durch. Immer mehr Unternehmen berichten über Störungen und Einschränkungen und auch wenn diese sich teilweise im dritten Quartal noch nicht allzu sehr negativ bemerkbar gemacht haben, fällt der Ausblick der Unternehmen auf das vierte Quartal und darüber hinaus doch zumeist pessimistischer aus. Dabei leiden nicht nur Mittelständler, sondern auch globale Konzerne, wie Apple oder Amazon, deren Kurse beide mächtig unter Druck gerieten. Im Gegenzug konnten die softwarelastigen Giganten Microsoft und Alphabet mit starken Zahlen und besserem Ausblick glänzen.

Industrieunternehmen, wie General Electric, oder Autobauer und –zulieferer sowie Einzelhandelsunternehmen leiden besonders und müssen ihre Prognosen senken. An der Börse wird zwar die Zukunft gehandelt, so dass der Markt heute die Erwartungen einpreist, die in 12 oder 18 Monaten gelten, aber da ein Ende der Lieferkettenproblematik nicht absehbar ist, besteht auch die Unsicherheit fort. Und das belastet die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen. Anderen erwächst eine zusätzliche Chance aus der Lage, denn je digitaler ein Geschäft aufgestellt ist, desto besser kommt es durch die gegenwärtige Lage...

Samstag, 30. Oktober 2021

Kissigs Performance-Update: So liefen die Börsen und meine Wikifolios im Oktober

Der Oktober hat seinen Ruf als Crash-Monat ebenso wenig bestätigt wie der September. Zunächst startete er mit weiteren Kursabschlägen, aber dann setzte eine breite Erholungsrallye ein. Viele Anleger hatten sich aus dem Markt spülen lassen und mussten dann den steigenden Kursen hinterhersehen - und stiegen dann zu höheren Kursen wieder ein. Dieses Muster verfolgte die Börse schon viele Male seit dem Start des Bullenmarktes Anfang 2009 und der Anstieg entlang der "Wall of Worry" geht weiter.

Doch noch immer sind die Zinsen niedrig, noch immer fließt viel Geld in die Märkte, noch immer verdienen die Unternehmen viel Geld und kaufen Aktien zurück. Daher wird jeder Markteinbruch schnell wieder hochgekauft, denn es gibt einfach keine wirklichen renditeträchtigen Alternativen mit adäquatem Chance-Risiko-Verhältnis. Sofern man sich nicht auf Kryptozockereien oder ähnliche Sperenzchen einlassen will.

»Ich bin mir ziemlich sicher, dass in zwölf Monaten die heutigen Sorgen durch neue Sorgen ersetzt sein werden
(Bill Miller)

Am Ende verabschiedet sich der Oktober - nicht ganz unerwartet - mit einer starken Börsenentwicklung. Die Earnings Season nimmt Fahrt auf und es kristallisiert sich ein klareres Bild heraus...

Freitag, 29. Oktober 2021

Einfach gedacht: Heute ist Weltspartag, nicht WeltsparBUCHtag - also beginnt endlich mit dem Aktiensparen!

Heute, am 29.Oktober 2021, ist wieder Weltspartag. Dieser geht auf den 1. Internationalen Sparkassenkongress im Oktober 1924 zurück und war der Förderung des Spargedankens gewidmet. Inzwischen hat sich der Charakter des Weltspartags in Teilen der Welt deutlich gewandelt. Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern gewinnt der dort oftmals sogenannte "World Thrift Day" dagegen auch im 21. Jahrhundert an Bedeutung und spiegelt hier das zunehmende Bewusstsein für finanzielle Bildung und Finanzerziehung wider. Bei uns hingegen verliert er ständig an Bedeutung, denn angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase drohen Sparern inzwischen sogar Negativ- bzw. Strafzinsen auf ihre Sicht- und Spareinlagen.

Doch der Gedanken des Ansparens von Vermögen ist aktueller denn je. Die Menschen werden immer älter, aber es kommen weniger junge Menschen nach. Die Alterspyramide wankt und damit auch das Rentenniveau. Die so entstehende Rentenlücke muss man selbst auffüllen, denn die Alternative heißt Altersarmut und Grundsicherung. Die beste Art, sich Vermögen fürs Alter aufzubauen, liegt im regelmäßigen Ansparen über Aktiensparpläne. Je früher man damit beginnt, umso mehr Vermögen steht fürs Rentenalter bereit. Das liegt am Zinseszinseffekt.

Also, Leute, es gibt keine Ausreden (mehr), fangt endlich an, in Aktien zu investieren. So oder so!

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: Kansas City Southern ist Jeremy Granthams liebste Eisenbahn. Aus guten Gründen…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 163. Portfoliocheck blicke ich wieder einmal in das Depot des Value Investors Jeremy Grantham, einem der erfolgreichsten Investoren der Welt.

Große Popularität erreichte Grantham, weil er treffsicher das Platzen von Spekulationsblasen korrekt vorausgesagt hat. So prophezeite er den Zusammenbruch am japanischen Aktien- und Häusermarkt in den späten 1980er Jahren, das Platzen der Internetblase in den späten 1990ern, sowie das Platzen der Blase am Immobilienmarkt und der sich anschließenden weltweite Kreditkrise 2007. Für Aufsehen sorgte Grantham 2017, als er sich vom Deep Value-Ansatz nach Benjamin Graham abwandte. Das dauerhaft niedrige Zinsniveau und starke ökonomische Burggräben einzelner Unternehmen (Moat) erfordere auch bei Value Investoren ein Umdenken hin zum Quality Investing und zur Inkaufnahme höherer Bewertungen, um weiterhin langfristig erfolgreich zu sein.

Im 2. Quartal 2021 schichtete Grantham 14% seines Portfolios um und hielt Ende März 704 Positionen, darunter 82 Neuaufnahmen. Der Wert der von Jeremy Grantham bei GMO verwalteten Kundenportfolios lag Ende Juni bei gut $20,0 Mrd. Mit 28% gewichtet er Technologiewerte am stärksten vor Gesundheitsaktien mit 18% und Finanzwerten mit 14%.

Granthams absolutes Depotschwergewicht bleibt Microsoft mit einer Gewichtung von knapp 6,3%. Ihm folgen United Health mit 2,95% und Apple mit 2,91%. Ganz frisch an Bord ist Grantham bei Constellation Brands, Nuance Communications und VEREIT. Massiv aufgestockt hat er bei der Eisenbahngesellschaft Kansas City Southern, wo er seine Position um 255% erhöhte. Und dafür gibt es gute Gründe...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Alphabet, Microsoft befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 26. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Shortseller Fraser Perring stürzt Adler Group in den Abgrund. Wer folgt? Oder was?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 25. Oktober 2021

Börsenweisheit der Woche 43/2021

"Den größten Investmenterfolg erzielt, wer durch Glück oder gesunden Menschenverstand gelegentlich ein Unternehmen findet, das seinen Umsatz und seinen Gewinn über die Jahre weit besser steigern kann als die Industrie als Ganzes. Des Weiteren zeigt sich, dass wir, wenn wir glauben, ein solches Unternehmen gefunden zu haben, besser über einen langen Zeitraum investiert bleiben sollten."
(Philip A. Fisher)

Sonntag, 24. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zum Rücktritt von Bundesbankchef Jens Weidmann, steigenden Inflationssorgen, Störungen der Lieferketten, Produktionsausfällen, Apples neuem Werbemonopol und einem weiteren Akt im Evergrande-Drama

Der Oktober zeigt sich von seiner schönen Seite, jedenfalls was die Börsenentwicklung anging. Weltweit haben die Indizes ihren Korrekturmodus verlassen und sich mit deutlichen Steigerungen zurückgemeldet. Dabei entwickelten sich die Technologiewerte am stärksten, obwohl einige der großen US-Werte unter Druck gerieten und das auch die US- und Weltindizes belastet hat.

Geld hatte hingegen eine schlechte Woche, denn die Steigerungen bei den Erzeugerpreisen heizt die Inflationsrate weiter an. Selbst die FED sieht hier inzwischen ein Problem und will mit der Reduzierung ihrer Anleihekäufe nun wohl noch schneller starten, während Zinsanhebungen weiter nicht anstehen. Diesen moderaten Kurs von FED-Chef Jerome Powell teilen nicht alle und manch einer sieht ihn als viel zu lasch an. Jack Dorsey, Gründer und CEO von Square und Twitter, twitterte jedenfalls, er sähe in den USA den Startschuss zur Hyperinflation gefallen.

Samstag, 23. Oktober 2021

"Value Investing ist simpel, aber nicht einfach". Warren Buffett erklärt, wie's geht...

Das Bonmot "Value Investing ist simpel, aber nicht einfach" von Investorenlegende Warren Buffett bringt das Dilemma auf den Punkt: das Grundprinzip des Value Investings ist nicht schwer zu verstehen, es aber anzuwenden, seine Elemente richtig umzusetzen, hingegen schon. Denn sie prallen auf das menschliche Verhalten und das ist (leider) völlig anders konditioniert, als es für Langfristanleger gut ist.

Dabei ist es wirklich einfach: Value Investing ist das langfristig orientierte Investieren in beständige, Ertrag starke Unternehmen, deren Aktien man zu einem attraktiven Kurs einsammelt. Und dann muss man der Saat nur noch genügend Zeit geben, aufzugehen.
»Aktien sind einfach. Man kauft bloß Anteile an einem großartigen Unternehmen mit höchst integerem und fähigem Management für weniger als seinen inneren Wert. Dann behält man diese Anteile für immer.«
(Warren Buffett)

Freitag, 22. Oktober 2021

Einfach gedacht: SBF-Sanierer Elber GmbH ist mit 10% auch Großaktionär bei Mutares

Sanierungsexperte Mutares hat soeben eine voluminöse Kapitalerhöhung durchgezogen samt Bezugsrechten für die Altaktionäre und Bezugsrechtshandel über die Börse (mehr dazu hier). Nun trudeln die ersten Stimmrechtsmeldungen ein und zeigen, dass CEO Robin Laik nun 25,08% an Mutares hält und die Elber GmbH 10,12%. Diese hat über viele Jahre den Sanierungsfall Corona Equity Partners, die heute als SBF firmiert, finanziell unterstützt und ist bis heute deren Mehrheitsaktionär (63,2%).

Mutares selbst stellt ja keinen Sanierungsfall dar, sondern ist auf Sanierungsfälle und Sondersituationen spezialisiert. Elber hat durch sein Engagement und den erfolgreichen Turnaround bei SBF "Blut geleckt" und möchte diesen einen Erfolg möglichst oft wiederholen. Und das nicht in Eigenregie, sondern über den Sanierungsexperten Mutares. Übersetzt man die Zahl der Stimmrechte mit Zahl der gehaltenen Aktien, läge die Beteiligung von Elber an Mutares bei knapp €47 Mio. Elber ist gekommen, um zu bleiben und ein kompetenter Ankeraktionär für Mutares, der auch im Aufsichtsrat vertreten ist.

Disclaimer: Habe Mutares, SBF auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: Sein antizyklischer Einstieg bei EOG Resources spült Value Investor Bill Nygren nun richtig Geld in die Kasse

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

Bei meinem 162. Portfoliocheck beschäftige ich mich mal wieder mit Bill Nygren, Portfolio Manager und CIO des Oakmark Funds, mit dem er seit dessen Gründung 1991 eine beeindruckende durchschnittliche jährliche Rendite von 13 Prozent vorweisen kann.

Bill Nygren fährt einen fokussierten Investmentstil mit einigen wenigen, ausgesuchten Werten. Zum Ende des 2. Quartals hatte er insgesamt 50 Werte im Depot, darunter lediglich einen neuen. Seine Turnoverrate lag erneut bei überschaubaren 6%.

Mit 36,8% bleiben die Financial Services in Nygrens gut $16,5 Mrd. schweren Depot an der Spitze, gefolgt von Communication Services mit 16,0%, Technologiewerten mit 10,1%, zyklischen Konsumwerten mit 9,8% und Energiewerten mit 8,0%. Schon seit vielen Quartalen ist Nygrens größte Position Alphabet und das mit relativ konstanten 4% Depotanteil. Mit CapitalOne und Ally Financial folgen zwei hoch gewichtete Finanzwerte vor Facebook und dem Öl-Exlporer EOG Resources.

Bill Nygren agiert oft antizyklisch. Er stieg bei EOG Resources bereits vor zwei Jahren ein und baute in der Folge seine Position bei fallenden Kursen moderat aus. Im 2. Quartal 2020 und trieb seine Anfangsposition von 1,7 Mio. auf 4,7 Mio. Anteile hoch und im 2020er Schlussquartal dann auf 6,1 Mio. Aktien. Auf diesem Niveau hält er sein Paket seitdem konstant und rangiert mit 1% aller Anteile unter den größten Aktionären auf Platz 18. Sein massives Aufstocken im 2020er Schlussquartal erfolgte zu Kursen zwischen $35 und $50 und seitdem schaut Bill Nygren dem Kurs einfach nur beim Steigen zu. Hannibal, der Anführer des A-Teams, hätte gesagt: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert". Denn der Aktienkurs hat sich inzwischen auf $90 hochgeschraubt und Nygren damit Kursgewinne von mehr als $225 Mio. beschert..

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Facebook auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Apollo Global Management will das verwaltete Vermögen auf eine Billion Dollar und die Gewinne mehr als verdoppeln. Mehr als eine Herausforderung für Marktführer Blackstone!

Apollo Global Management veröffentlichte seine mittelfristigen Wachstumspläne und will sein verwaltetes Vermögen bis 2026 auf $1 Billion mehr als verdoppeln. Damit kontert Apollo Global den weltweit größten alternativen Vermögensverwalter Blackstone Group, der bereits 2018 angekündigt hatte, sein verwaltetes Vermögen bis 2026 auf $1 Billion zu steigern. Apollos Global Wachstumspläne erscheinen dabei noch ambitionierter, denn Blackstone hatte Ende Juni Assets under Management von $684 Mrd., während Apollo Global bei $472 Mrd. lag.

In den letzten anderthalb Jahren blieb Apollo Global im Sektorvergleich deutlich hinter seinen Wettbewerbern Blackstone, KKR & Co. zurück, doch hatte vor einem halben Jahr transformative Schritte in die Wege geleitet, inkl. des Rückzugs von Gründer und CEO Leon Black von der Firmenspitze, um sich künftig wieder deutlich besser zu entwickeln und den Rückstand - mindestens - wettzumachen. Auf genau diesen Zug bin ich aufgesprungen und mein Investmentcase scheint aufzugehen. Dabei befinden sich die gewinn- und kurstreibenden Faktoren aktuell noch in der Umsetzung und werden sich in den Geschäftszahlen ab 2022 so richtig bemerkbar machen...

Montag, 18. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Das steckt hinter dem Volatilitätskollaps bei BioNTech, Mutares und Deutsche Rohstoff AG

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Börsenweisheit der Woche 42/2021

"Die drei dümmsten und gefährlichsten Dinge, die Menschen über Aktienkurse sagen:
1. Wenn er schon so hoch gestiegen ist, wie kann er dann noch höher steigen?
2. Wenn er schon so weit gefallen ist, kann er nicht mehr viel tiefer fallen.
3. Sobald die Aktie wieder meinen Einstandskurs erreicht, verkaufe ich."
(Peter Lynch)

Sonntag, 17. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zu Bullen und Bären, der Erholungsrallye an den Börsen, Energiepreisexplosionen und bevorstehendem Gaspreisschock

"An der Börse ist alles möglich. Auch das Gegenteil". Diese Worte stammen, wie so viele Börsenweisheiten, von Altmeister André Kostolany. Und er sagte auch "Wenn alle Spieler auf eine angeblich todsichere Sache spekulieren, geht es fast immer schief". Genau das haben wir in der letzten Woche erlebt, als zum Wochenende hin die Börsen kräftig Auftrieb bekamen und weltweit mit satten Pluszeichen abschlossen.

Dabei war doch alles so klar, oder? Die Energiepreise steigen weiter und treiben die Inflation in die Höhe, während sie die Konjunkturaussichten abwürgen, die Notenbanken steuern auf ein Ende der Anleihekäufe und steigende Zinsen zu, bei den Störungen in der weltweiten Lieferkette samt Staus der Containerschiffe vor den Häfen deutet sich keine Entspannung an und ohnehin ist Oktober und damit die Zeit der heftigen Kurseinbrüche.

Nun, es war wohl zu klar, zu viele Spieler hatten sich auf genau diese "offensichtlichen" Szenarien vorbereitet, sie haben schon in den letzten Wochen Kasse gemacht und Geld aus der Börse gezogen. Geld, das auf eine Rückkehr an die Börsen wartet, denn wirkliche Alternativen gibt es kaum. So hat die am Mittwoch die Umlaufrendite für 10-jährige Bundesanleihen erstmals seit langer Zeit wieder positives Terrain erreicht – mit 0,02%. Die Realverzinsung, also Zinsen abzüglich Inflation, liegt damit bei rund minus 4,1%. Wenig attraktiv, vorsichtig ausgedrückt. Wer also sein Geld auf dem Sparkonto parkt, verliert richtig viel davon.

Und so stiegen die Kurse weltweit kräftig an. Vermutlich nur, weil der Strom an weiteren negativen Nachrichten, der uns die letzten Wochen so gegängelt hatte, nachließ. Es war eine Woche, die einen an Börsenlegende Bernard Baruch erinnerte, der einmal sagte "Die Bären machen Schlagzeilen, die Bullen machen Geld". Recht hatte er, denn unterm Strich steigen die Börsen um gut sieben Prozent pro Jahr. Und da sind die ganzen Crashs und Korrekturen bereits eingerechnet.

Andererseits sollte man das Fell des Bären nie verteilen, bevor er erlegt ist. Und sich auch über die Erholungsrallye nicht zu früh freuen...

Samstag, 16. Oktober 2021

Turnaround-Spekulationen als Value Investment? Ernsthaft? Ernsthaft!

Spricht man an der Börse von einem Turnaround, hat man es mit einem Unternehmen zu tun, das in erheblichen Schwierigkeiten steckt. Das kommt gar nicht so selten vor und Peter Lynch klassifiziert deshalb in seinem Klassiker "Der Börse einen Schritt voraus" Turnaround-Werte gar als eigene Aktienkategorie. Bei diesen wankenden Unternehmen hat sich der Aktienkurs zumeist entsprechend negativ entwickelt und ist entweder stetig oder plötzlich deutlich zurückgegangen. Die Unternehmen reagieren überwiegend mit den selben Maßnahmen darauf: Stilllegung von Fabriken, Freisetzung von Personal, Veräußerung von Randbereichen, radikale Kostenreduzierung, Konzentration auf das Kerngeschäft.

»Sanierungen sind keine aufregenden Equity-Storys, aber bei Erfolg überaus ertragreich.«
(Hendrik Leber)

Wenn Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen und ihr Börsenkurs abstürzt, kann dies eine lukrative Chance für Anleger sein. Und zwar nicht nur für Spekulanten, die der Nervenkitzel reizt, sondern auch für langfristig orientierte Value-Investoren...

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Start meines dritten Wikifolios: Kissigs Tunraround-Spekulationen

Meine beiden Wikifolios "Kissigs Quality Investments" und "Kissigs Nebenwerte Champions", die zu den Schwerpunkten meiner Investments passen, sind nun seit anderthalb Jahren online.

Regelmäßige Blogleser wissen allerdings, dass ich darüber hinaus auch in aussichtsreiche Turnarounds investiere und dabei durchaus einige Erfolge vorweisen kann. Thematisch passt dies aber nicht zu den beiden vorhandenen Wikis und daher habe ich mich entschieden, ein Spezial-Wiki für Turnarounds und Sondersituationen aufzulegen.

▶ zu meinem Wiki "Kissigs Turnaround-Spekulationen"

Turnarounds bieten erhöhte Chancen, aber auch deutlich höhere Risiken. Wer (dennoch) Interesse hat, kann sich gerne unverbindlich vormerken lassen. Momentan ist das Wiki noch in der Prüfungsphase; sofern genügend Vormerkungen vorliegen, wird der Status irgendwann auf "investierbar" geändert und erst ab diesem Zeitpunkt kann/muss man sich für ein Investment entscheiden. Bis dahin kann man jedoch schon mal reinschnuppern und erfahren, was den Reiz an Turnarounds überhaupt ausmacht, wo Warren Buffett doch mahnt: "Turnarounds seldom turn"...

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: Berkshire Hathaway ist auf Allzeithochkurs und (auch deshalb) Tom Russos Liebling

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 161. Portfoliocheck blicke ich mal wieder Tom Russo über die Schulter, der nach ganz klaren Grundsätzen investiert und durch eine unaufgeregte und fokussierte Anlagestrategie auffällt, die ihm in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Jahresrenditen von gut 15% einbrachte.

Tom Russo ist fast immer voll investiert und als Anhänger des Focus Investing setzt auf einige wenige Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben ("Moat"). Dabei bevorzugt er die Schwächen und Vorlieben der Menschen und investiert gerne in defensive Konsumwerte, Luxusgüter, Spirituosen.

Im 2. Quartal 2021 ließ er es wieder ruhig angekehen und kam auf eine Tornoverrate von lediglich 1%. Mit 41% nehmen defensive Konsumwerte weiterhin den größten Anteil in Russos Depot ein, gefolgt von Finanzwerten, die mit 31,3% zwei Punkte niedriger rangieren. Die drittplatzierten Kommunikationswerte haben sich nur marginal auf 12,5% erhöht. Zusammen bringen es Russos fünf größte Positionen auf einen Depotanteil von fast 52%.

Warren Buffetts Berkshire Hathaway steht mit einem kombinierten Anteil der A- und B-Aktien für 15,5% von Russos Depot und liegt damit inzwischen um knapp die Hälfte vor Mastercard, die noch 10,5% auf die Waage bringen. Beinahe ebenso schwer ist Nestlé mit 10,3%, die vor Alphabet (8,5%) und Phillip Morris (6,6%) liegen. Dass Russo gerade Berkshire Hathaway so hoch gewichtet hat, ist dabei kein Zufall...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Disclaimer: Habe Alphabet, Berkshire Hathaway, Mastercard auf meiner Beobachtungsliste und/oder in meinem Depot/Wiki.

Dienstag, 12. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Zalando, HelloFresh, Home24, Shop Apotheke - Abgestrafte Coronagewinner vor dem Comeback?

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 11. Oktober 2021

Börsenweisheit der Woche 41/2021

"Der Zauber des Zinseffekts auf Gewinn wird von der Last des Zinseffekts auf Kosten zerdrückt."
(John C. Bogle)

Sonntag, 10. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zur Krise der Konservativen in Europa, dem vertagten US-Schuldenobergrenzenstreit und Facebook im Fegefeuer

Der Oktober bleibt übellaunig und setzt die Aktienkurse unter Druck. Die Nervosität an den Märkten ist weiterhin hoch, auch wenn sie zuletzt etwas nachlässt, weil zentrale Konflikte der Vorwochen doch noch gut oder glimpflich ausgegangen sind. Dem entsprechend ging die Volatilität zurück, während der Angst-und-Gier-Index weiter im Angstterritorium verharrt.

Die Börsen in Deutschland gaben nach, vor allem der TecDAX büßte mehr als 4 Prozent ein. Noch schlimmer traf es den japanischen NIKKEI, während es in Hong Kong sogar Zugewinne gab. Und das gilt auch für die USA, wo die Börsen leicht zulegen konnten. Dabei passt die Nachrichtenlage zur Börsenentwicklung...

Freitag, 8. Oktober 2021

Kissigs Portfoliocheck: SentinelOne ist Daniel Loebs jüngster Superdeal. Und er kauft noch mehr…

In meiner Kolumne "Kissigs Portfoliocheck" nehme ich regelmäßig auf aktien-mag.de für das "Aktien Magazin" von Traderfox die Depots der besten Investoren unserer Zeit unter die Lupe.

In meinem 160. Portfoliocheck blicke ich mal wieder in das Depot des Hedge Fonds Third Point. Daniel Loeb pflegt einen aktivistischen Investmentstil und kauft sich bevorzugt in angeschlagene Unternehmen ein, um diese dann in die gewünschte Richtung zu treiben.

Mit einer Turnoverrate von 23% verdiente sich Daniel Loeb im 2. Quartal die Bezeichnung "aktivistischer Investor" mal wieder redlich. Ende Juni enthielt Loebs Portfolio erneut 125 Aktienwerte, darunter 34 Neuaufnahmen. Das größte Gewicht haben nun Technologiewerte, die um mehr als 10% zulegten und sich mit 27,5% Gewichtung vor die Finanzwerte schieben konnten. Deren Anteil stieg leicht von 21% auf 22%. Auf Rang drei notieren Communication Services mit 11,8% vor den zyklischen Konsumwerten mit 10,8%. Ende 2020 hatten diese noch mit 22% den Spitzenplatz belegt..

Loebs Portfolio ist trotz der Vielzahl an Aktienwerten stark fokussiert: die drei größten Positionen Upstart, SentinelOne und PG&E bringen es zusammen auf gut ein Fünftel Gewichtung. Als größte Veränderung taucht SentinelOne in der Transaktionsliste auf, doch eigentlich ist es für Daniel Loeb kein neues Investment. Hier hatte er sich bereits 2015 in einem sehr früher Stadium eingekauft, wie auch bei Upstart Holdings und SoFi Technologies. Beim IPO Ende Juni konnte er seinen Einsatz mehr als verzehnfachen. Doch es entspricht Loebs "lebenszyklusorientierten Investmentansatz", solche Unternehmen auch nach dem IPO weiter zu unterstützen: mit Knowhow, Managementteams, Geld. Er meint, das IPO sei nur ein Zwischenschritt im Leben des Cybersecurity-Spezialisten und  SentinelOne stehe noch ganz am Anfang seiner Erfolgsgeschichte. Folgerichtig hat er Anfang Juli und Anfang September seine Position weiter aufgestockt auf knapp 10% seines Depots. Wahrhaft zuversichtlich...

-▶ zum Artikel auf aktien-mag.de

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Charlie Munger's Daily Journal verdoppelt den Einsatz bei Alibaba

Charlie Munger
hat Aktien der Alibaba Group gekauft. Und zwar nicht für seine mit Warren Buffett gemeinsam betriebene Investmentholding Berkshire Hathaway, sondern für seine eigene Vermögensverwaltung, die Daily Journal Corp., die er 1977 übernahm und Chairman ist.

Munger agiert äußerst selten und zwar immer nur dann, wenn er sich absolut sicher ist, eine Jahrhundertgelegenheit gefunden zu haben. Dann steigt er groß ein und zwar nicht mit Kleckerbeträgen. Nach vielen Jahren hatte er im Frühjahr 2021 erstmals wieder zugeschlagen und zwar ausgerechnet bei Alibaba. Der Aktienkurs befindet sich weiterhin im Sturzflug - und Munger verdoppelt seinen Einsatz...

Airbnb: Das kann ja wohl nur besser werden...

Bei Airbnb bin ich vor einigen Wochen eingestiegen, als die Temperaturen stiegen und der Kurs fiel. Ein Widerspruch!? Nicht unbedingt. Denn die global agierende Plattform zur Buchung und Vermietung von privaten Unterkünften wird zu den größten Profiteuren gehören, je stärker das Corona-Virus zurückgedrängt wird und wir wieder "normal" leben können. Dabei ist die bisherige (kurze) Börsengeschichte von Airbnb durch die Pandemie geprägt und stellt daher auch unter diesem Gesichtspunkt etwas Besonderes dar...

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Compleo Charging Solutions: Total ausgepowert!?

Compleo Charging Solutions habe ich nur knapp 9 Monate als Aktionär begleitet. Als ein führender Anbieter von Ladelösungen für Elektrofahrzeuge ist Compleo in einer Branche aktiv, die im Umbruch ist und vor einem stark wachsenden "adressierbaren Markt" steht. Die immer stärken in den Sektor fließenden Fördergelder und die sich immer schneller drehende Spirale zur Dekarbonisierung schaffen eigentlich perfekte Rahmenbedingungen. Eigentlich. Denn nun gab es eine überraschende Umsatz- und Gewinnwarnung...

Dienstag, 5. Oktober 2021

Kissigs Aktien Report: Adidas, Linde, RWE - Keine Angst vor den DAX-Aufsteigern!

Im Rahmen meiner Kooperation mit dem "Aktien Report" von Armin Brack nehme ich mir in unregelmäßigen Abständen interessante Unternehmen vor. Die Ausgaben des "Aktien Reports" und/oder "Geld Anlage Reports" erreichen ihre Leser samstags kostenlos und "druckfrisch" im Email-Postfach und man kann sich ▶ hier beim "Geld Anlage Report" anmelden. Bonbon für die Leser meines Blogs: einige Tage später darf ich die Analysen dann auch hier veröffentlichen.

Montag, 4. Oktober 2021

Kissigs Investor-Update Q3/21 mit Funkwerk, Apollo Global Management, KKR, Nynomic, MBB, SBF, Energiekontor, Hypoport, Danaher, Mutares

Mein Investor-Update zum Ende des 3. Quartals 2021

In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere die TOP-Werte meines Investmentdepots; es ist in gewisser Weise mein persönliches 13F. Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mal mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.

Börsenweisheit der Woche 40/2021

"Du musst wissen, warum Du die Aktie gekauft hast, der Geschichte folgen, solange sie intakt bleibt. Bestimmt kennst Du den alten Spruch 'Zeit ist Geld'; er sollte besser 'Zeit macht Geld' lauten! Es ist eine gewinnbringende Kombination. Lass die Zeit und das Geld die Arbeit machen."
(Peter Lynch)

Sonntag, 3. Oktober 2021

Kissigs Kloogschieterei: Kurze Gedankenspiele zum US-Budgetobergrenzenstreit, einem strauchelndem Infrastrukturpaket, galoppierender Inflation, explodierenden Energiepreisen, Lieferkettenstörungen, Chinasorgen - und einem Lichtblick

Der Oktober hat begonnen, wie der September endetet: mit Kursverlusten auf breiter Front. Bestimmend bleiben die Nachrichten aus China und den USA, während Europa kaum eine Rolle spielt. Die Versorgungsengpässe in Großbritannien spitzen sich zu, weil der Brexit immer mehr seine Schattenseiten zeigt und das Land ohne die EU kaum noch ordentlich funktioniert. Viel war von den Brexiteers versprochen worden, wenig Positives ist wirklich eingetreten. Vor allem die bilateralen Handelsabkommen, die mit den US und China geschlossen werden sollten, kommen nicht voran. Beide Großmächte haben andere Prioritäten, auch auf lange Sicht.

In den USA konnte der drohende Shutdown erstmal abgewendet werden, eine dauerhafte Lösung im Budgetobergrenzenstreit ist aber nicht erzielt worden. Präsident Joe Biden kommt derweil mit seinem riesigen Infrastrukturpaket nicht voran, weil ihm auch nicht alle seiner Demokraten folgen wollen, was den Republikanern in die Karten spielt. Da das Land auf die ersten Zwischenwahlen seit der Präsidentschaftswahl zusteuert, wird die Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten weiter abnehmen.

Derweil bekommen immer mehr Branchen die Störungen in der globalen Lieferkette zu spüren und müssen ihre Produktion herunterfahren. Der Chipmangel bremst die Autobauer aus, aber auch die Technologieunternehmen. Hinzu gesellt sich das Problem, dass die Mehrheit der Seeleute auf den Containerschiffen nicht geimpft ist und unter den Einschränkungen der letzten 18 Monate besonders stark zu leiden hatte, da sie selbst in den Häfen auf den Schiffen eingesperrt waren und kaum Landgang hatten. Viele drohen, ihre Verträge nicht zu verlängern und dann würden die Containerschiffe nicht mehr alleine wegen der langen Wartezeiten in und vor den Häfen ausfallen, sondern schlicht wegen Personalmangels. Es droht damit nicht nur ein Weihnachtsfest ohne Geschenke oder zumindest mit einer deutlich reduzierten Auswahl, sondern dass sich die Probleme weit ins nächste Jahr hineinziehen...