Mein Investor-Update zum Ende des 2. Quartals '26
In meinen Investor-Updates blicke ich jeweils zum Ende eines Quartals auf die vergangenen Monate zurück und präsentiere euch die Top-Werte in meinem Investmentdepot; es ist in gewisser Weise "mein persönliches 13F". Des Weiteren beschäftige ich mich gegebenenfalls auch mit Unternehmen, die ich hier im Blog noch nicht vorgestellt habe, die jedoch bereits den Weg in mein Depot gefunden haben.
Investor-Update reloaded | Ausgabe 32
Meine Investor-Updates zum Quartalsende sind für mich immer ein willkommener Anlass, auf die vergangenen drei Monate zurückzublicken und meine Einschätzung zu meinen gewichtigsten Depotwerten zu aktualisieren.
▶ Mr. Market & The Fairy Tale of Fear and Greed
Das 2. Quartal 2026 liegt nun hinter uns. Trumps Nahost-Krieg spielte die entscheidende Rolle und hat sich für ihn und die USA als Fiasko entpuppt. "Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet" nennt man das wohl. Denn der Iran hat sich trotz aller Niederschläge als standhaft erwiesen und hat nicht nur diverse erfolgreiche Militärschläge gegen US-Basen im Nahen Osten verübt, sondern auch die mit den USA verbündeten Golf-Staaten wiederholt angegriffen und dabei insbesondere deren Energie-Infrastruktur beschädigt und teilweise zerstört. Zudem gelang es dem Iran, erstmals in der Geschichte, die für den Welt- und Öl-Handel so wichtige Straße von Hormus zu schließen - und die USA konnten die Fiktion nicht aufrecht erhalten, eine solche Schließung mit Militärgewalt beenden zu können. Inzwischen gilt ein brüchiger Pseudo-Frieden von 60 Tagen und innerhalb dieser Frist soll auf das löchrige Memorandum of Understanding ein Friedensvertrag folgen. Ziemlich aussichtslos, denn in den entscheidenden Punkten liegt man weiterhin total über Kreuz.
Auf jeden Fall hat der Öl-Preis seinen zwischenzeitlichen Höhenflug auf rund 115 Doller je Barrel beendet und sich wieder auf das Vorkriegsniveau bei rund 80 Dollar eingependelt. Und die von ihm profitierenden Sektoren haben nach einem Zwischenhoch ganz oder teilweise ihre Gewinne wieder abgegeben. Dabei stehen annähernd drei Monate mit erhöhten Umsätzen, Margen und Gewinnen in den Büchern, die den Jahresergebnissen ordentlich Rückenwind verleihen dürften.
In einem weiteren Krieg, dem in der Ukraine, gibt es einen Wendepunkt. Inzwischen hat die Ukraine die Initiative übernommen und schickt ihre Drohnen regelmäßig nach Russland und sogar nach Moskau, wo gezielt die russische Militärproduktion und Energieinfrastruktur unter Feuer genommen wird. Mit spürbaren Folgen, denn in Russland ist inzwischen Benzin rationiert und an der Front ist der russische Vormarsch völlig zu erliegen gekommen. Zudem attackiert die Ukraine erfolgreich die russisch okkupierte Krim, wo die massiv beeinträchtigte Versorgungslage tausende Russen zur Rückkehr nach Russland bringt zwingt. Ein Sieg ist für keine Seite in Sicht, aber Russland bzw. Putin sitzen nicht mehr in der Position der Stärke für eine mögliche Verhandlungslösung. Die Zeit spielt nun klar für die Ukrainer, während Putin auch intern immer stärker unter Druck gerät. Der mächtige russische Bär entpuppt sich zunehmend als zahnloser Zimmertiger.
Die Inflation hat die Welt wieder im Griff. Die EZB hat nach dreijähriger Zinspause erstmals die Zinsen wieder angehoben und in den USA unterblieb die von Präsident Trump so vehement geforderte Zinssenkung - obwohl sein handverlesener neuer Fed-Chef Kevin Warsh inzwischen das Ruder übernommen hat. Doch der bewies Rückgrat und so blieb die erste Fed-Sitzung unter seiner Führung ohne Zinsschritt - allerdings wurde der Ausblick "hawkisher" und nun werden tendenziell eher steigende als fallende Zinsen erwartet. "Higher for longer" ist die alte neue Devise.
Und das hat Folgen, denn Immobilienkredite sind teuer, gewerbliche Immobilien stehen in den USA weiter massiv unter Druck und weisen dabei die höchsten Mietausfallraten aller Zeiten aus (was für die Vermieter zum Einnahmeproblem wird und damit für die kreditgebenden Banken). Und natürlich leiden die Verbraucher, denn die teilweise deutlichen Preiserhöhungen fressen ihren freien Finanzspielraum zunehmend auf, der in den USA von vielen weiterhin durch Kreditkartenschulden "finanziert" wird. Bei 20% (und mehr) an Zinsen pro Jahr ist das absehbar kein Zukunftspfad. Insofern steigen auch die Kreditausfallraten weiter an, wenngleich sie bisher noch kein besorgniserregendes Niveau erreicht haben.
Kreditausfälle setzen auch dem Bereich "Private Credit" weiter zu, wo Privatanleger weiterhin versuchen, ihr Geld aus BDCs und anderen Kreditvehikeln abzuziehen. Diese reagieren mit Rückzahlungsbeschränkungen, aber das ist nur ein Spiel auf Zeit. Auf der anderen Seite fließt ihnen von institutionellen Anlegern weiter Geld zu. Katastrophenstimmung ist also nicht angebracht - hier lauern eher Chancen, nachdem die Kurse im Sektor so massiv eingebrochen sind.
Was eigentlich nirgendwo fehlt - noch nicht - ist Liquidität. Das belegen die Börsenkurse, die nahe ihrer Allzeithochs notieren, während gleichzeitig Börsengänge große Summen absorbieren (wie u.a. SpaceX) und Anleiheemissionen (wie von Alphabet) weitere zweistellige Milliardenbeträge aus dem Markt saugen.
Andererseits verlieren Gold, Silber und Bitcoin massiv, weil Anleger hier massiv Geld abziehen - dass viele dieser spekulativen Investments, und auch Aktien und sogar ETFs, auf Pump finanziert wurden und werden, erhöht natürlich den Verkaufsdruck, wenn die Kurse erstmal ins Rutschen gekommen sind.
Das Narrativ "KI frisst Software" hat weiter Bestand, auch wenn Anleger inzwischen differenzieren zwischen wirklich Bedrohten und nur in Mitleidenschaft Gezogenen. Cybersecurity ist kaum zu ersetzen und wird durch KI Agenten eher noch nötiger. Doch zu einer wirklichen Erholung haben bisher nur wenige Aktien angesetzt., obwohl die meisten Quartalsergebnisse der Softwarefirmen positiv überrascht haben. Aber hier erleben wir eine klassische Bewertungskompression, nachdem zuvor für zwei Jahrzehnte der SaaS-Bereich für seine stetigen, sicheren und planbar steigenden Erlöse ein massiver Bewertungsaufschlag zugebilligt worden war.
Und dann ist da noch der KI-Boom mit massiven Investitionen in neue KI-Rechenzentren und der dafür nötige Ausbau der Energie-Infrastruktur. Während die hohen Investitionen (CapEx) bei den Hyperscalern zu einbrechenden Free Cashflows und daher bei den Anlegern für Ernüchterung sorgen, florieren die Geschäfte der KI-Schaufelverkäufer weiterhin prächtig. Noch besser läuft es aktuell im Bereich der Chipproduktion und vor allem bei Speicherchips. Hier läuft die Welt auf eine "Memory-Shortage" zu mit massiv anziehenden Preisen - und die führen nun zu deutlichen Preissteigerungen bei Smartphones, Notebooks, Spielekonsolen usw. Was nochmals Inflationsdruck erzeugen wird, wenn die angekündigten Preiserhöhungen demnächst umgesetzt werden.
Das führt mich zurück zu einem Thema, das ich in meinem letzten Investor-Update vor drei Monaten aufgerissen habe. Ich sah und sehe eine ähnliche Entwicklung wie 2022 voraus und hatte deshalb als Risikoabsicherung meine Cashquote deutlich hochgefahren.
Ich hatte hierzu erklärt: "Es gibt Branchen und Unternehmen, die den Sturm besser meistern werden (ich meine operativ, nicht unbedingt was die Kursentwicklung angeht) und da bleibe ich an Bord. Bei anderen Unternehmen werden die Auswirkungen heftig(er) sein, da habe ich meine Position reduziert oder geschlossen. Hier schaue ich mir die Entwicklung genau an, weil ich grundsätzlich auch von diesen Unternehmen überzeugt bin. Doch ob dies so bleibt, werden die nächsten Monate zeigen. Und natürlich insgesamt, ob ich richtig gelegen habe mit meiner pessimistischen Einschätzung, oder mit dem Hochfahren meiner Cashquote voll zum Affen gemacht habe."
"Es gibt keinen Schutz vor Kurseinbrüchen, wenn man sich für einen langfristigen, eigenverantwortlichen Ansatz bei Aktien entscheidet. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass die Fähigkeit, Einbrüche mit Gelassenheit durchzustehen, eine Quelle für Outperformance ist."(Chris Mayer)
Ich habe in den darauffolgenden Wochen weitere Überlegungen angestellt und bereits noch im April damit begonnen, Positionen in Unternehmen aufzubauen, die mit einer erhöhten Inflation gut zurechtkommen und gleichzeitig attraktive mittel- und langfristige Zukunftsperspektiven aufweisen. Da bin ich durchaus fündig geworden und dem entsprechend schmolz meine Cashquote sukzessive wieder ab und hat längst wieder ihr übliches magersüchtiges Maß erreicht. An meiner Risikoeinschätzung hat sich nichts geändert, auch wenn die Welt (und vor allem die Börsen) bisher mit dem Inflationsszenario besser zurechtkommen, als ich erwartet habe. Doch mein Umgang mit diesem Risiko ist wieder zurück in meiner in Jahrzehnten erprobten Erfolgsspur: ich bin also wieder voll investiert.
▶ Meine Investmentstrategie: Focused Quality Growth Investing
Stock-Picking bleibt der Schlüssel zum nachhaltigen Börsenerfolg. Jedenfalls in meiner Welt abseits der ETFs, Edelmetalle und Kryptowährungen. Ich konzentriere mich auf die Unternehmen, nicht auf ihren Aktienkurs und ich messe auch dem Gesamtmarkt nicht allzu viel Bedeutung bei.
»Spiele werden von denen gewonnen, die auf das Spielfeld achten und nicht auf die Anzeigetafel.«
Ich verfolge einen gemischten Bottom-Up-Top-Down-Ansatz, bei dem ich einerseits auf makroökonomische Trends setze, andererseits mir innerhalb dieser Trends dann die am besten positionierten und/oder bewerteten Unternehmen herauspicke. Ich versuche also, mich nicht gegen den Markt zu stellen, sondern von seinen (irrationalen) Eskapaden gegebenenfalls zu profitieren. Soweit der Plan...
»In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis schon.«(Yogi Berra)
Die sechs Säulen meiner Investmentstrategie:
1. Qualitätsunternehmen mit Burggraben
Bei meinen Investments setze ich vor allem auf Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben und das führt zu soliden und meistens überdurchschnittlichen Ergebnissen.
Bei meinen Investments setze ich vor allem auf Qualitätsunternehmen mit breitem ökonomischen Burggraben und das führt zu soliden und meistens überdurchschnittlichen Ergebnissen.
»Wir denken über zwei Dinge nach: Qualität und Preis. Aber wir denken über Qualität nach, bevor wir über den Preis nachdenken. Wir versuchen, hervorragende Unternehmen zu kaufen, die von hervorragenden Managern geführt werden.«
(Chris Bloomstran)
(Chris Bloomstran)
2. Growth at a reasonable Price (GARP)
Ich bevorzuge Unternehmen mit Umsatz- und Gewinnwachstum, wobei ich den Schwerpunkt auf den Cashflow lege. Unternehmen, die wachsen und ihre Margen verbessern, spielen auch für ihre Aktionäre überdurchschnittliche Ergebnisse ein. Man muss "nur" geduldig sein und den Unternehmen Zeit geben, ihre Stärken ausspielen zu können.
»Wenn Sie über die großen Wachstumsunternehmen von heute sprechen, ist der Ansatz "günstig einkaufen, ein Kursziel festlegen, verkaufen, wenn es steigt, und vollständig aussteigen, wenn es das Ziel erreicht" völlig falsch. Ein leidenschaftsloser Blick auf die Geschichte macht deutlich, dass es oft ein Fehler war, in einem schnell wachsenden Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen Gewinne mitzunehmen. Angesichts der Eigenschaften der heute führenden Unternehmen kann es jetzt noch falscher sein. Stattdessen müssen Sie sich vom Verkauf abhalten.«
(Howard Stanley Marks)
Ich bevorzuge Unternehmen mit Umsatz- und Gewinnwachstum, wobei ich den Schwerpunkt auf den Cashflow lege. Unternehmen, die wachsen und ihre Margen verbessern, spielen auch für ihre Aktionäre überdurchschnittliche Ergebnisse ein. Man muss "nur" geduldig sein und den Unternehmen Zeit geben, ihre Stärken ausspielen zu können.
»Wenn Sie über die großen Wachstumsunternehmen von heute sprechen, ist der Ansatz "günstig einkaufen, ein Kursziel festlegen, verkaufen, wenn es steigt, und vollständig aussteigen, wenn es das Ziel erreicht" völlig falsch. Ein leidenschaftsloser Blick auf die Geschichte macht deutlich, dass es oft ein Fehler war, in einem schnell wachsenden Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen Gewinne mitzunehmen. Angesichts der Eigenschaften der heute führenden Unternehmen kann es jetzt noch falscher sein. Stattdessen müssen Sie sich vom Verkauf abhalten.«
(Howard Stanley Marks)
3. Absolute High Conviction
Das Pareto-Prinzip hat sich bewährt, auch beim Investieren. Es gibt keine absoluten Gewissheiten, nur Wahrscheinlichkeiten. Wer nur dann investiert, wenn jeder Zweifel beseitigt und jedes Risiko ausgeschlossen ist, investiert... nie. Irgendwas ist immer. Das »Die Zukunft ist niemals klar: Schon für ein bisschen Gewissheit muss man einen hohen Preis zahlen. Unsicherheit ist deshalb der Freund von Langfristinvestoren.«
(Warren Buffett)
4. Focus Investing
Daneben folge ich dem Ansatz des Focus Investing und setze nur auf die besten Unternehmen, anstatt blind breit zu streuen. Bei jeder neuen Idee überlege ich, ob diese Aktie besser ist als die in meinem Depot. Und sie muss schon viel aussichtsreicher sein, denn das Unternehmen ist neu (für mich), ich kenne es noch nicht so gut und weiß nicht, ob mein Investmentcase valide ist. Und ob ich wirklich auf das Management setzen kann. Das zeigt erst die Zeit und das bedeutet, dass jede neue Investmentidee ein höheres Risiko darstellt als meine Bestandsinvestments. Also muss sie auch viel höhere Chancen bieten, um Einlass ins Depot zu finden. Dass ich kein/kaum Cash halte, ist hierbei ein (weitere) Vorteil, denn ich muss noch die zusätzliche Hürde überwinden, eines meiner Depotunternehmen zu verkaufen oder zumindest zu reduzieren, um mir das nötige Geld für den Neukauf zu besorgen. Das hilft mir, mich nicht (zu sehr) zu verzetteln.
»Diversifikation in großem Stil ist ein Fehler. Wenn Sie sich wirklich mit Unternehmen auskennen, sollten Sie wahrscheinlich nicht mehr als sechs davon besitzen. Wenn Sie sechs wunderbare Unternehmen ausfindig machen können, ist das alles, was Sie an Diversifikation brauchen. (...) Eine Politik der Portfoliokonzentration kann das Risiko verringern, wenn sie sowohl die Intensität, mit der ein Anleger über ein Unternehmen nachdenkt, als auch das Komfortniveau erhöht, das er vor dem Kauf empfinden muss.«
(Warren Buffett)
»Diversifikation in großem Stil ist ein Fehler. Wenn Sie sich wirklich mit Unternehmen auskennen, sollten Sie wahrscheinlich nicht mehr als sechs davon besitzen. Wenn Sie sechs wunderbare Unternehmen ausfindig machen können, ist das alles, was Sie an Diversifikation brauchen. (...) Eine Politik der Portfoliokonzentration kann das Risiko verringern, wenn sie sowohl die Intensität, mit der ein Anleger über ein Unternehmen nachdenkt, als auch das Komfortniveau erhöht, das er vor dem Kauf empfinden muss.«
(Warren Buffett)
5. Buy & Hold
Es gibt sie, die High Quality-Unternehmen. Aber nicht so viele, wie man annimmt. Und sie entwickeln sich nicht zu jeder Zeit herausragend, auch sie haben mal Durststrecken und müssen Rückschläge verkraften. Das gilt auch für Kursentwicklung. Es ist eine Herausforderung, sie zu finden und in sie zu investieren (weil sie meistens teuer sind aussehen), aber der wirklich schwierige Teil kommt nach dem Kauf: das Behalten. Denn es gibt bereits beim Kauf auch negative Aspekte, die gegen das Unternehmen und das Investment sprechen. Und auch während die Aktie im Depot liegt, gibt es Gegenwind, mal schwächer, mal stärker. Es kommt entscheidend darauf an, sich nicht beirren und aus der Aktie vertreiben zu lassen, so lange sich das Unternehmen grundsätzlich in die richtige Richtung entwickelt und der ursprüngliche Investmentcase nicht über den Haufen geworfen wurde.
»Um einen Multibagger im Portfolio zu bekommen, muss man einen Multibagger im Portfolio halten. Halten kann qualvoll sein. Besonders Gewinner. (...) Für einen Multi-Bagger im Depot müssen Sie an einer Aktie festhalten, die billig, teuer, gehasst und geliebt sein wird.«
6. Cash is Trash!
Ich bin gerne voll investiert, weil sich nach meiner Erfahrung eine hohe Cash-Quote nur in der Theorie auszahlt (für günstige Nachkäufe), in der Praxis aber auf lange Sicht Rendite kostet. Denn die sich bietenden Nachkaufchancen nutzt man dann doch nicht und somit verschimmelt das Geld dauerhaft und unnötig unrentabel auf dem Konto. Folglich habe ich die Abstürze 2018, 2020, 2022 sowie den "Flash-Crash" im August 2024 und den "Tromp-Zollkriegs-Crash" im April 2025 voll mitgemacht - dann aber auch bei den anschließenden Erholungsrallyes nicht nur von der Seitenlinie aus zugeschaut.
»Ich halte niemals Barmittel, denn Barmittel aufzubauen würde bedeuten, aus dem Markt auszusteigen. Meine Vorstellung ist es, für immer im Markt zu bleiben und Aktien abhängig von der fundamentalen Lage umzuschichten.«
(Peter Lynch)
Ich bin gerne voll investiert, weil sich nach meiner Erfahrung eine hohe Cash-Quote nur in der Theorie auszahlt (für günstige Nachkäufe), in der Praxis aber auf lange Sicht Rendite kostet. Denn die sich bietenden Nachkaufchancen nutzt man dann doch nicht und somit verschimmelt das Geld dauerhaft und unnötig unrentabel auf dem Konto. Folglich habe ich die Abstürze 2018, 2020, 2022 sowie den "Flash-Crash" im August 2024 und den "Tromp-Zollkriegs-Crash" im April 2025 voll mitgemacht - dann aber auch bei den anschließenden Erholungsrallyes nicht nur von der Seitenlinie aus zugeschaut.
»Ich halte niemals Barmittel, denn Barmittel aufzubauen würde bedeuten, aus dem Markt auszusteigen. Meine Vorstellung ist es, für immer im Markt zu bleiben und Aktien abhängig von der fundamentalen Lage umzuschichten.«
(Peter Lynch)
Opportunitätskosten machen den einen Unterschied!
Charlie Munger sagte einst: "Intelligente Menschen treffen Entscheidungen auf der Basis von Opportunitätskosten". Kein sofort eingänglicher Gedanke, sondern vielmehr vertieftes Nachdenken erfordert. Instinktiv wende ich ihn jedoch bereits seit einigen Jahren und zunehmend an. Opportunitätskosten sind die Renditenerwartungen, die man mit einer alternativen Geldanlage hätte verdienen können. Erzielt man 10 % Rendite, klingt das toll. Hätte man aber mit seiner zweitbesten Idee 15 % eingefahren, waren die 10 % kein gutes Geschäft.
Und wie macht das bei mir den einen Unterschied? Nun, bei jeder neuen Idee für ein Investment wäge ich dies gegen meine bereits bestehenden Positionen ab. Da ich stets voll investiert bin, muss ich ohnehin erstmal Geld freischaufeln, um etwas Neues kaufen zu können. Und das tue ich nur (noch), wenn die neue Idee, das neue Unternehmen ein deutlich besseres Chance-Risiko-Verhältnis aufweist. Ansonsten gibt es keinen Grund, meine Beteiligungen anzufassen - ggf. stocke ich sie sogar weiter auf.
Positiver Nebeneffekt des Opportunitätskosten-Ansatzes ist, dass ich so laufend meine Bestandspositionen und den ihnen zugrundeliegenden Investmentcase überprüfe und auf Lücken, Fehler, negative Entwicklungen abklopfe. Im Ergebnis haben sich meine Transaktionen in den letzten Jahren immer weiter reduziert, während sich die Ergebnisse verbessert haben. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, die ich aber im Blick behalten werde, ob und in wie weit sie sich auf längere Sicht schlägt.
▶Shocking: Ich habe mich kürzlich entschlossen, in diesem Punkt von meiner bewährten Strategie abzuweichen und eine gut 20-prozentige Cashquote aufzubauen; die genauer Erläuterung findet sich am Ende dieses Artikels.
Und noch ein bisschen mehr...
Neben den Quality Investments liegt mein Interessenschwerpunkt auf Deutschen Nebenwerten und abgerundet wird das Ganze mit einigen aussichtsreichen Turnaround-Spekulationen. Wenngleich mit den "heißen Wetten" natürlich größere Kursgewinne eingefahren werden können, jedenfalls für eine gewisse Zeit und durch ein viel höheres Risiko erkauft. Daher nehmen solche spekulativeren Werte nur kleine Positionen in meinem Depot ein, denn man braucht viel Geduld und muss auch zwischenzeitliche Rückschläge durchstehen.
▶ Mein Investmentdepot
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| Investmentdepot inkl. Cash per 30.06.2026 |
Meine 3 Top-Performer waren Rocket Lab (+53,5%), Comfort Systems (+41%) und Quanta Services (+29,5%). 2G Energy schnitt noch besser ab, aber hier bin ich erst nach dem ersten fetten Kurssprung eingestiegen. Und Pfisterers gute Performance habe ich voll ausgekostet, die Aktie dann aber in2G Energy getauscht.
Meine 3 Flop-Performer waren Rheinmetall (-36%), Deutsche Rohstoff AG (-10%) und Costco (-5%). Rheinmetall sorgte das zweite Quartal in Folge für Verluste und brach insgesamt um knapp die Hälfte ein seit dem Allzeithoch von knapp 2.000 Euro.
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Mein Depot ist nicht nur hinsichtlich der Einzelwerte stark fokussiert, sondern ich habe in manchen Branchen 'Cluster' gebildet und meine Investments auf die zwei oder drei am besten positionierten Unternehmen verteilt.
Cluster Rohstoffe (33,5%)
Der Energiesektor war der Superstar des ersten Quartals und die Entwicklung ging zunächst so weiter. Doch spätestens ab Juni sorgte der Pseudo-Frieden im Nahen Osten für heftige Gewinnmitnahmen beim Ölpreis und dessen Einbruch um rund 30% zog auch viele Sektorwerte mit in den Keller. Das traf mein Depot doch recht stark, weil ich bereits vor dem Einbruch mein Engagemennt im Rohstoffsektor ausgebaut hatte.
Meine Wolfram-Spekulation Almonty Industries hat die Sitzverlegung in die USA erfolgreich hinter sich gebracht und ebenso eine fette Kapitalerhöhung. Der hohe Wolfram-Kurs und die Unterversorgung der westlichen Welt mit "Seltenen Erden" treiben die Fantasie an und zunehmend auch die Umsätze. Der Kurs konnte massiv zulegen, gab dann aber wieder einen Großteil seiner Zuwächse ab. Am Ende blieb ein ansehnliches Plus.
Bei Texas Pacific Land ergab sich im zweiten Quartal nach starken Schwankungen am Ende kaum ein Zugewinn. Ich habe zwischenzeitlich meine Position etwas verringert, aber nur, um im Gegenzug bei LandBridge LLC einzusteigen, die ähnlichen Geschäftsmodell verfolgen, aber (noch) auf deutlich kleinerer Flamme.
Als Ergänzung habe ich mich mit der Deutschen Rohstoff AG noch dann noch auf eine alte Bekannte eingelassen. Das Unternehmen fördert Öl und Gas in den USA und verdient damit ordentlich Geld. Zudem ist man an Almonty beteiligt und hat dort im ersten Quartal durch einen Teilverkauf 100 Mio. Euro Gewinn realisiert - die in den Ausbau des Bohrprogramm fließen. Die restliche Beteiligung an Almonty ist noch rund 230 Mio. Euro schwer.
Vor einigen Tagen fand die Hauptversammlung statt und da gab das Management einige interessante Einblicke – und dazu gehört nicht nur, dass inzwischen bereits gut 10% der Aktionäre aus den USA stammen. Der Break-Even für die Öl-Förderung liegt bei rund 45 Dollar je Barrel und unter Einbeziehung der Gasförderung sind es eher 40 Dollar. Bei Ölpreisen (WTI) von 50 bis 60 Dollar kommt man gut klar, bei 60 bis 70 Dollar wird ordentlich Geld verdient und über 70 Dollar strömt das Geld nur so in die Kassen. Aktuell liegt WTI bei 73 Dollar – und auch wenn das natürlich deutlich weniger ist als die 100 Dollar von vor einigen Wochen so verdient die DRAG doch richtig Geld. Und ich mit, denn die Aktie ist einfach viel zu niedrig bewertet und bietet damit auch erhebliches Kurspotenzial neben den positiven operativen Aussichten.
Und man streckt die Fühler auch in weitere Geschäftsbereiche aus: zuletzt in Richtung Gold, indem man 14,66% an der kanadischen Stuve Gold erworben hat. Großartiges ist hier auf Sicht nicht zu erwarten, denn das Ganze sieht eher wie ein Almonty-Move aus, also Frühphaseninvestment, aus dem dann irgendwann mal was Großes - und Einträgliches - entstehen könnte. In der Zwischenzeit ist aber Warten angesagt und eventuell die eine oder andere zusätzliche Kapitalspritze.
:: Performance Almonty Industries: Q2/26: +11,5% | Q1/26: +58% | 2025: +1.145%
:: Performance Deutsche Rohstoff: Q2/26: -10% | 2025: +52%
:: Performance LandBridge LLC: Q2/26: +22% | 2025: +62%
:: Performance Texas Pacific Land: Q2/26: +1% | Q1/26: +64% | 2025: +7%
Cluster Energie: 2G Energy, Quanta Services (16,75%)
Im Energiesektor setze ich nun auf 2G Energy und ich habe Quanta Services vom "KI-Infrastruktur" zu "Energie" umgewidmet, weil dies seines Geschäftsbetrieb gerechter wird. Dasselbe gilt auch für die Pfisterer Holding., von der ich mich nach einer starken Kursrally allerdings wieder verabschiedet habe. Die Aussichten sind weiterhin top, aber für den gewichtigen Einstieg bei 2G Energy benötigte ich eben ausreichend Kleingeld, das mir Pfisterer lieferte.
Den Blockheizkraft- und Biogasanlagenspezialisten 2G Energy habe ich schon öfter präsentiert, aber nach einem kurzen und erfolgreichen Auftritt in meinem Depot, der schon mehr als 10 Jahre zurückliegt, habe ich mich nie für eine neues Investment erwärmen können. Auch nicht, als das Management vollmundig die großen Chancen in bunten Farben ausmalte, die man in den USA wittert im Bereich der dezentralen Stromversorgung für KI-Rechenzentren.
Klang für mich erstmal wie ein "me too", um sich attraktiver dazustellen als man ist. Bis jetzt. Denn 2G Energy zieht's wirklich durch und hat einen Großauftrag zur Energieversorgung von Rechenzentren in Nordamerika erhalten und damit den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte. Geliefert werden containerisierte Energieversorgungsanlagen und das über mehrere Jahre hinweg. Und mit der Stromversorgung moderner Rechenzentren positioniert sich 2G Energy direkt im Flaschenhals der KI-Revolution.
Während ständig neue KI-Rechenzentrumsprojekte verkündet werden und alle Welt über die Finanzierung und den Cashflow aus diesen Investitionen spricht, ist die größte Herausforderung die Stromversorgung. Denn die Stromnetze sind gar nicht für solche Höchstleistungen ausgelegt und die Stromerzeugung kann die benötigte Leistung gar nicht liefern. Zwei Widerstände, die nicht einfach zu überwinden sind. Zumal die Kosten auch auf die privaten Stromkunden abgewälzt werden, die höhere Netzentgelte, deutliche steigende Stromkosten und immer öfter auch Stromrationierungen zu beklagen haben. Der Widerstand gegen KI-Rechenzentren wächst also und ist längst zu einem politischen Brandthema geworden. Daher werden in den USA immer öfter Projekte verzögert oder ganz entschleunigt. Dezentrale Energieversorgung ist daher ein echter Game Changer, weil er die Realisierungschance deutlich erhöht.
Nachdem 2G Energy bereits einen ersten Großauftrag an Land gezogen hatte, gab das Management im Earnings Call zum zweiten Quartal bekannt, dass weitere fette Aufträge in den USA eingetütet werden konnten, die zusammen noch einmal mehr als 100 Mio. Euro an Umsatz auf die Waage bringen. Und man ist noch in Gesprächen bzgl. zweier weiter potenzieller Aufträge.
Daneben konnte man im Bergbaubereich Aufträge einsammeln und so summierte sich der Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte auf über 400 Mio. Euro (Umsatz mit Neuanlagen im Gesamtjahr 2025: 229,1 Mio. Euro) Folgerichtig bestätigte 2G Energy seine Umsatzwachstums-Prognosen für das laufende Jahr am oberen Ende (490 Mio. Euro, EBIT-Marge 9,5 bis 10,5%) und für 2027 bei 570 bis 620 Mio. Euro (EBIT-Marge >11%).
Und dieser Erfolge dürften erst der Anfang gewesen sein, so dass ich mich dazu entschlossen habe, mich bei 2G Energy gewichtig zu engagieren. Natürlich habe ich den größten Teil des Kursfeuerwerks verpasst, da ich erst unmittelbar nach Bekanntgabe des ersten KI-Auftrags zugegriffen habe. Aber das bereue ich nicht, denn zuvor gab es nur viele Monate lang Lippenbekenntnisse und Visionen seitens des Managements. Die haben sich nun konkretisiert und damit einen neuen, langfristig noch attraktiveren Investmentcase begründet.
Quanta Services ist Marktführer beim Planen und Bauen von Energienetzen. Man bietet Infrastrukturlösungen für die Strom- und Gasversorgungs-, erneuerbare Energien-, Kommunikations-, Pipeline- und Energiebranche, vor allem in den USA, aber auch in Kanada und Australien. Damit ist weiteres Wachstum vorprogrammiert, denn die Nachfrage nach Strom wird weiter deutlich steigen. Schließlich ist Energie der Schlüsselfaktor für die KI-Revolution, weil ohne Strom kein KI-Rechenzentrum läuft. Dabei muss nicht nur genügend Strom erzeugt werden, sondern er muss auch zum Ziel transportiert werden (können). Und genau hier ist der neue Flaschenhals entstanden, denn aufgrund des rasant ansteigenden Bedarfs sind die Kapazitäten längst ausgereizt. Doch Strom benötigen auch Wirtschaft, Bürger und Militär. Es wird also mehr Energie benötigt und die Netze müssen schnellstens ausgebaut werden. An Quanta Services führt hier selten ein Weg vorbei und so war auch die Aktie wieder einer der Top-Performer der letzten Monate.
:: Perfomance 2G Energy: Q2/26: 86,5% % | 2025: +39%
:: Performance Pfisterer Holding: Q2/26: +30% | Q1/26: -5% | 2025: +160% (seit IPO am 15.05.)
:: Performance Quanta Services: Q2/26: 29,5% | Q1/26: +30% | 2025: +19%
Cluster Retail: Costco (14%)
Costco, der drittgrößte Einzelhändler der Welt, hat in den letzten Jahren schon öfter mein Depot als Spitzenreiter angeführt. Das fast einzigartige Geschäftsmodell erweist sich als weitestgehend resilient in jeder Wirtschaftslage und bleibt der Top-Pick im Einzelhandel - online wie offline. Die "Subscriber Renewal Rate" liegt bei über 90%; es erneuern also so viele Mitglieder ihre Mitgliedschaft wie nie zuvor und weitere werden laufend hinzugewonnen. Dadurch erhöhen sich Costcos Kosten kaum, während seine stetigen Einnahmen hingegen steigen. Also steigen die Margen und die zusätzlichen Einnahmen werden in ein beschleunigtes Expansionstempo gesteckt.
Dennoch konnte die Aktie in den letzten drei Monaten nicht zulegen und ich habe einen Teilverkauf vorgenommen. Damit habe ich meine zuvor aufgestockte Position also wieder auf meine "übliche" Größe reduziert - und zwar nur, weil ich Geld für andere Investments benötigte. An den langfristig hervorragenden Aussichten hat sich bei Costco nichts geändert. Ich bleibe ein Costco-Dauerbulle. Wie 2022 gezeigt hat, kommt Costco auch mit einem Inflationsszenario sehr gut klar. Auch deshalb ist das Unternehmen eine sichere Bank für die anstehenden stürmischen Zeiten.
:: Performance Costco: Q2/26: -5% | Q1/26: +17,25% | 2025: -17%
Alphabet (8%)
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| Quelle: CtheLightTrading/X |
Doch vorher hat sich Alphabet frisches Geld besorgt über eine Kapitalerhöhung und zwar satte 84,75 Mrd. Dollar, um damit den kostspieligen Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu finanzieren. Alphabet hatte im April seine Prognose für die jährlichen Investitionsausgaben um fünf Mrd. auf 180 bis 190 Mrd. Dollar angehoben und folgt damit dem Trend anderer Hyperscaler.
Das sollte sich rechnen, denn Alphabets Auftragseingang und -bestand explodieren geradezu. Der Auftragsbestand wuchs innerhalb von nur drei Monaten von 242,2 Mrd. Dollar auf 460,0 Mrd. Dollar per Ende März an und das sind nicht weit entfernte Umsätze, sondern sie werden sich in den nächsten 24 Monaten monetarisieren! Zudem wird man die hauseigenen TPU-Chips zunehmend auch an externe Kunden verkaufen - man spart also nicht nur massiv Geld durch den Einsatz in den eigenen Rechenzentren, sondern verdient durch den Verkauf an externe Kunden auch noch zusätzlich Geld damit. Das nennt man Skalierung und dieses Vorgehen entspricht genau dem Amazon-Playbook für Unternehmenserfolg, das dort mit AWS vorgemacht wurde und dem Aufbau der eigenen Logistik und was aktuell ebenfalls mit "Customer-KI-Chips" hochgefahren wird.
:: Performance Alphabet (A): Q2/26: +21,5% | Q1/26: -6,5% | 2025: +40%
Cluster Verteidigung: Rheinmetall, Vincorion (12%)
Rheinmetall ist und bleibt mein Favorit im Defense-Spektrum. CEO Armin Papperger entwickelt das DAX-Mitglied zum umfassenden Systemhaus im Rüstungsbereich. Rheinmetall rüstet Deutschland und Europa auf und bedient damit einen Megatrend, der gerade erst noch Fahrt aufnimmt. Hier ist auch in den nächsten Jahren absehbar starkes Wachstum zu verzeichnen, sowohl organisch als auch anorganisch, und dabei dürften die Gewinne überproportional steigern. Die Aktie bleibt eine Kernposition in meinem Depot. Und das hat unter dem heftigen Einbruch der letzten Wochen echt gelitten, vor allem unter dem Kursrutsch, nachdem Verteidigungsminister Pistorius das Fregattenprojekt F126 abgeschossen hat.
Mein Fazit zu diesem Thema: Rheinmetall hat eine Breitseite kassiert, aber die kann der Rüstungschampion wegstecken. An vielen anderen Fronten laufen die Entwicklungen und Geschäfte hervorragend und das bisher schon ambitionierte Wachstumstempo dürfte in den nächsten Jahren noch weiter zulegen – und ebenso die Umsätze und Gewinne. Rheinmetall bleibt der Top-Pick im Rüstungssektor und wer es wagt, kann in die Schwäche hinein zugreifen und sich die Stärke von morgen ins Depot legen. So wie ich, denn ich habe meine Rheinmetall-Position um 50% aufgestockt.
Nicht mehr neu an Bord bin ich bei Vincorion, einem führenden Entwickler und Hersteller von Energie- und Mechatroniklösungen für Verteidigungsplattformen und fortschrittliche Luftfahrtsysteme. Konkret produziert man Generatoren und Elektromotoren für unterschiedliche Einsatzgebiete und Komponenten das Patriot-Luftabwehrsystem, das in der Ukraine und im Nahen Osten große Erfolge feiert. Zudem liefert man Stabilisierungssysteme, die in Kampfpanzern dafür sorgen, dass diese während der Fahrt treffsicher feuern können - und zwar u.a. für den Leopard II von KNDS und Rheinmetall.
Ich stufe den Nebenwert als interessante Ergänzung zu Platzhirsch Rheinmetall ein und möchte die Entwicklung mit "Skin in the Game" verfolgen.
:: Performance Rheinmetall: Q2/26: -36% | Q1/26: -10% | 2025: +435%
:: Performance Vincorion: Q2/26: -2% | Q1/26: -2% (IPO am 20.02.2026 zu 17,00 Euro)
Cluster Alternative Asset Manager: KKR (8%)
Alternative Asset Manager stehen bei mir schon viele Jahre und auch weiterhin hoch im Kurs; doch nach den zwei Boomjahren 2023 und 2024 musste der Kurs in 2025 den vorherigen Erfolgen Tribut zollen und gab kräftig nach. Dabei war 2025 ein sehr starkes Jahr für KKR. Und damit nicht genug, denn der Rückgang setzte sich in den Anfangsmonaten 2026 unbeirrt fort. "Private Credit" ist vom Boom-Sektor zum Problemfall mutiert, jedenfalls in der öffentlichen Wahrnehmung. Monatelange negative Schlagzeilen zeigen endlich Wirkung und verunsicherte Anleger fordern ihr Kapital zurück - aus Anlageformen, die dazu nicht gedacht/gemacht sind. Also werden die Rückforderungswünsche nur teilweise (und entsprechend der zugrundeliegenden Regularien) erfüllt, aber das generiert neue Schlagzeilen und verunsichert noch mehr Anleger, die dann auch lieber ihr Geld abziehen wollen. Im 1. Quartal sollen es insgesamt rund 20 Mrd. USD gewesen sein, die Anleger aus Private Credit-Fonds abziehen wollten.
Auf der anderen Seite fließen den Alternativen Asset Managern von Investorenseite weiterhin große Geldsummen zu: KKR, Apollo, Blackstone und andere vermelden Rekordzuflüsse für ihre neuen Fonds und so ist unterm Strich mit weiter steigenden Assets under Management und damit steigenden Managementprovisionen zu rechnen. Vor einigen Tagen vermeldete KKR, seinen "North America Fund XIV" mit einem Volumen von 23 Mrd. USD geschlossen und damit angesichts der anhaltenden Nachfrage seitens der Investoren seinen bislang größten Fonds für diese Region aufgelegt zu haben. Und auch Blackstone erklärte, soeben einen Fonds mit weiteren 10 Mrd. USD aufgelegt zu haben. Es fließt also sehr viel mehr Geld an die Finanzinvestoren, als von ihnen abgezogen wird. Aber die Schlagzeilen behauten genau das Gegenteil. Und solche "Faktenungleichgewichte" lösen sich irgendwann immer auf und hieraus entstehen die großen Chancen.
Nicht rund läuft es bei Exits, die im 1. Quartal wieder deutlich eingeschlafen sind. Das Rekordjahr 2021 bleibt unerreicht und damit fließen den Finanzinvestoren weiterhin nur vergleichsweise niedrige Exit-Provisionen zu, da diese erfolgsabhängig sind.
KKR & Co. halte ich für am besten positionierten Finanzinvestor. Insgesamt habe ich mein Exposure in Finanzsektor ja bereits vor einiger Zeit heruntergefahren, weil ich ja von rezessiven Entwicklungen für die nächsten mindestens sechs Monate ausgehe und Finanzwerte hier traditionell als erste angeknockt werden. Welche Werte und wie stark ich später wieder aufstockte, wird sich zu gegebener Zeit herausstellen.
Operativ liefert KKR weiterhin unbeeindruckt ab und investiert aktuell wieder mit vollen Händen in die Bereiche Infrastruktur und regenerative Energieparks. Das dürfte sich auszahlen - wie auch das knapp zweijährige Engagement beim deutschen Raumfahrtunternehmen OHB, wo man nun einen Teilverkauf vorgenommen und fette Renditen eingefahren hat.
- OHB wagt den Sprung vom Weltraum zurück aufs Parkett - und KKR sahnt so richtig ab
- Kissigs Börsengeschichte(n): Am 01.05.1976 wurde Kohlberg Kravis Roberts & Co. gegründet und wurde schnell zum gefürchtetsten Corporate Raider im amerikanischen Firmendschungel. Doch dann wandelte sich KKR zum begehrten Corporate Partner
- [Earnings Quickcheck Q1/26] KKR legt einfach noch eine Schippe obendrauf
- Einfach gedacht: Wie hoch sind die Risiken von "Private Credit" wirklich?
Cluster KI-Infrastruktur: Comfort Systems (8,5%)
Der KI-Hype wird weiterlaufen, es werden ständig neue Investitionen in weitere KI-Rechenzentren verkündet; waren es zunächst eher hohe zweistellige Milliarden-Dollar-Ankündigungen, sind es sogar bereits mehrfach auch dreistellige Investitionssummen gewesen. Allerdings werden wohl nicht alle Projekte umgesetzt, was auch am wachsenden lokalen Widerstand liegt, weil der enorme Strombedarf zulasten der Unternehmen und Bürger geht, die sich mit Stromausfällen, verweigerten Genehmigungen für Solaranlagen und Wärmepumpen und/oder massiv steigenden Strompreisen konfrontiert sehen.
Comfort Systems hat sich zu einem wichtigen Akteur in der Branche der mechanischen und elektrischen Bauunternehmen entwickelt. Dies beinhaltet eine Spezialisierung auf die Bereitstellung von mechanischen, elektrischen und sanitären Lösungen. Dazu gehören auch Heizung, Lüftung und Klimatisierung (HVAC) sowie Sanitär, Rohrleitungen, Steuerungen, Außenanlagen, Überwachung und Brandschutz. Der Kurstreiber in den letzten beiden Jahren ist ganz klar das noch vergleichsweise junge Segment der Kühlung von KI-Rechenzentren. Der dortige Boom und der zunehmende Trend hin zu immer leistungsstärkeren KI-Chips erfordert neue und verbesserte Kühlsysteme. Und Comfort Systems ist hier erste Wahl. Das Unternehmen profitiert von einem hohen Auftragsbestand, insbesondere in Sektoren wie Rechenzentren und Technologie, was zukünftige Umsatzströme relativ gut vorhersehbar macht. Die umfassende Erfahrung von Comfort Systems, der robuste operative Rahmen und die Konzentration auf strategische Akquisitionen stärken die Wettbewerbsposition des Unternehmens weiter.
Das zweite Quartale lieferte nochmals saustarke Renditen ab, nachdem es schon im Auftaktquartal Geld geregnet hat. Meinem Depot tut das jedenfalls richtig gut.
:: Performance Comfort Systems: Q2/26: +41% | Q1/26: +46% | 2025: +95%
Rocket Lab (5%)
Rocket Lab ist ein Raumfahrtunternehmen, das Startdienste und Lösungen für Raumfahrtsysteme anbietet. Das Unternehmen bietet Startdienste, Dienstleistungen im Bereich der Raumfahrzeugkonstruktion, Raumfahrzeugkomponenten, die Fertigung von Raumfahrzeugen, optische Systeme sowie weitere Lösungen für das Management von Raumfahrzeugen und im Orbit sowie Dienstleistungen im Bereich des Konstellationsmanagements an. Darüber hinaus entwirft und fertigt das Unternehmen Raketen der kleinen und mittleren Klasse und entwickelt Flug- und Bodensoftware.
Zudem entwickelt, fertigt und betreibt es "Electron", eine kleine Trägerrakete für den Start kleiner Raumfahrzeuge, und entwickelt „Neutron“-Trägerraketen für den Einsatz in großen Konstellationen, für interplanetare Missionen und potenziell für die bemannte Raumfahrt. Darüber hinaus entwickelt und fertigt man eine Reihe von Komponenten und Subsystemen für seine Trägerraketen und Raumfahrzeuge. Zu seinen Kunden zählen kommerzielle Unternehmen, Hauptauftragnehmer der Luft- und Raumfahrt sowie staatliche Auftraggeber.
Am Freitagabend hat RocketLab einen weiteren erfolgreichen Start aufs Parkett gelegt: der Start von "Ten Owl Of Ten" war der 12. Electron-Start im Jahr 2026, die 91. Electron-Mission insgesamt, die 10. Aussetzung eines StriX-Satelliten (es stehen noch weitere 17 aus) und - am wichtigsten - es bleibt bei 100 % Missionserfolg bei allen Synspective-Missionen.
Doch neben dem Raketenbusiness strebt Rocket Lab zunehmend in den Bereich der Verteidigung und hat mehrere Deals mit dem US-Verteidigungsministerium abgeschlossen. Und… soeben hat man die Übernahme von Iridium Communications im Rahmen einer Bar- und Aktientransaktion im Wert von 8 Mrd. Dollar angekündigt, die voraussichtlich Mitte 2027 abgeschlossen wird. Iridium-Aktionäre erhalten für jede ihrer Iridium-Aktien 27 Dollar in bar sowie Rocket-Lab-Aktien.
Iridium betreibt ein weltumspannendes Satellitenkommunikationssystem, das aus insgesamt 66 aktiven und 6 Reservesatelliten besteht, also insgesamt 72 Satelliten. Damit geht Rocket Lab weiteren Schritt von einem vorwiegend auf Weltrauminfrastruktur spezialisierten Unternehmen hin zu einem vertikal integrierten Raumfahrt- und Kommunikationsunternehmen mit wiederkehrenden Cashflows.
Rocket Lab erweitert das globale Satellitennetzwerk und schafft wiederkehrende, margenstarke Umsätze, denn Iridium generiert abonnementbasierte Umsätze. Zudem beschleunigt Rocket Lab die Direktverbindung zu seinen Endgeräten und erhöht seine Weltraumkonnektivität.
Rocket Lab ist (m)ein spekulatives Weltraumabenteuer, das nicht so groß ist wie SpaceX, (noch) nicht ganz so erfolgreich, aber vor allem nicht ansatzweise so hoch bewertet. Günstig ist die Aktie allerdings auch nicht gerade, dass da keine Missverständnisse aufkommen. Aber Anleger, die auf den Megatrend Raumfahrt setzen möchten, könnte sich hier eine interessante Option bieten – mit Frühbucherrabatt, denn die Aktie hat zuletzt deutlich korrigiert - und doch bleibt eine satte Quartalsrendite übrig.
:: Performance Rocket Lab: Q2/26: +53,5% | Q1/26: -8% | 2025: +135%
Cluster FinTechs: LendingClub, SoFi Technologies (0%)
Meine FinTech-Spekulationen hate ich bereits im ersten Quartal ausgemustert - vorübergehend. Ich werde mich gegebenenfalls neu positionieren, wenn ich die Entwicklungen wieder klarer absehen kann. Die Verkaufserlöse flossen in meine Kriegskasse und wurden inzwischen wieder vollständig investiert.
▶ Schlussbetrachtung zum Risikomanagement
Mein Depot hat einige heftige Kurseinbrüche zu verkraften. Die Deutsche Rohstoff AG hat innerhalb weniger Tage 30% eingebüßt, während KKR und Rheinmetall etwa 50% unter ihren Allzeithochs notieren. Das hat Spuren in der Performance hinterlassen. Und so wird mir manchmal die Frage gestellt, ob ich nicht lieber mit Stopp-Loss arbeiten und/oder ggf. bei Kurseinbrüchen nach 10% oder 20% rigoros Verluste begrenzen sollte.
Meine Antwort ist und bleibt dieselbe: nein! Meine fast 40-jährige Börsenerfahrung hat mir immer wieder gezeigt, dass man damit unterm Strich mehr verliert, als man vermeintlich gewinnt. Weil man sich so automatisch aus Erfolgsunternehmen vertreiben lässt und dann später den Wiedereinstieg verpasst. Ich verkaufe, wenn mein Investmentcase nicht mehr fliegt. Ob das nach einem Kursplus von 15% oder einem Kursminus von 30% stattfindet, spielt dabei keine Rolle. Ich bleibe "Meinen" Erfolgsunternehmen treu und trenne mich von jenen, die keine Erfolge mehr versprechen. So sieht mein Risiko- und Erfolgsmanagement aus.
▶ Meine Cash-Quote
Ich habe vor einiger Zeit (endlich) erkannt, dass eine hohe Cashquote langfristig mehr Rendite kostet, als wenn man annähernd voll investiert ist - auch wenn man dann bei Kursabstürzen voll aufs Brett kriegt. Man muss dann eben "nur" die Ruhe bewahren. Meine Cashquote lag Ende des Quartals bei für mich üblichen 1 %.
Mein Ausflug in eine erhöhte Cashquote zwecks Risikoabsicherung ist damit beendet - und hat sich nicht als Erfolg erwiesen.
Anmerkungen zum Wertpapierkredit: Bei voller Inanspruchnahme macht er inzwischen "nur noch" rund 15% meines Investmentkapitals aus (Mitte 2022 zum Start waren es exakt 20%). In 2022 war wegen des Börseneinbruchs die kreditgenerierte Hebelwirkung kostspielig, in 2023 hat sie sich sehr positiv ausgezahlt und auch 2024 rechnet sich das Ganze noch (obwohl anstelle der ursprünglichen 3% inzwischen knapp 7,5% 5,5% p.a. an Zinsen anfallen). Ich werde den Kreditrahmen nicht erhöhen; sollte das Depot weiter zulegen, verringert sich damit der Kreditanteil an meinem verfügbaren Kapital entsprechend. Und selbstverständlich weiß ich, was Warren Buffett davon hält:
»Geliehenes Geld hat keinen Platz im Investoren-Werkzeugkasten. An den Märkten kann jederzeit alles passieren. (...) Kredit ist wie Sauerstoff. Ist er vorhanden, bleibt seine Anwesenheit unbemerkt. Fehlt er, ist das alles, was bemerkt wird. (...) Wenn Du schlau bist, musst Du keinen Kredithebel für deine Investments nutzen und wenn Du dumm bist, solltest Du keinen nutzen.«
Stimmt schon. Der Wertpapierkredit bleibt "under review" - und ich frage mich immer mal wieder, ob ich 'nicht schlau' bin oder 'dumm' und ob ich das rausfinden kann, ohne dabei Pleite zu gehen. Mein Wertpapierkredit und ich haben ja keine ganz unkomplizierte Vorgeschichte...
▶ Mein 'operativer Net Worth'
"Das Endergebnis aller Investitionen ist die Rendite" schrieb Value Investor Chuck Akre uns Anlegern ins Stammbuch. In 2024 war mein "operativer Net Worth" um +61,0 % gestiegen - ein neuer Rekordwert nach dem bereits extrem starken Jahr 2023. Insbesondere die saustarke Entwicklung im 4. Quartal 2024 hatte die Messlatte sehr hoch gelegt und so musste das durchwachsene Jahr 2025 dem Tribut zollen und ging am Ende mit +7,5% aus dem Rennen.
Das 1. Quartal 2026 startete wieder verheißungsvoll mit einem Plus von 10% nach wenigen Tagen, doch der KI-Tsunami und Trumps Nahost-Krieg stampften die erreichten Zuwächse zweimal wieder ein. Nachdem das 1. Quartal mit -1,5% aus dem Rennen ging, setzte bald eine üppige Erholung auf in der Spitze +12% ein - bis es im Juni wieder kräftig abwärts ging und zuletzt sogar zurück ins negative Terrain. Doch die letzten beiden Tage gab es einen kräftigen Rebound von 6,75% und so schloss das 2. Quartal 2026 mit +5,0% ab.
Da mehr als die Hälfte meines Depots in US-Werten investiert ist, wirkt sich der schwache Dollar (-12% in 2025) entsprechend negativ aus; auch wenn er in 2026 bisher eher Stärke zeigt.
Anmerkung: Mein 'operativer Net Worth' ist der variable Teil meines Vermögens (Cash, Fonds/ETFs, Wertpapiere), den ich durch Investieren oder Arbeitsleistung aktiv beeinflussen kann. Die ausgewiesene Rendite stellt also nicht alleine die Entwicklung meiner Investmenttätigkeit dar, aber sie liegt nahe dran, da mein Investmentdepot rund 95% meines Gesamtvermögens ausmacht. Des Weiteren erzeugt die Inanspruchnahme eines Wertpapierkredits einen Hebeleffekt - positiv oder negativ. Mein Verschuldungsgrad ("Loan-to-Value Ratio"), also der in Anspruch genommene WP-Kredit im Verhältnis zum Depotwert zzgl. Cash, lag Ende des 1. Quartals bei 9,9% (Q1/26: 0,0% | Q4/25: 10,0%).
Meine angepeilte durchschnittliche Jahresperformance liegt bei 15 % und die hatte ich 2022 deutlich verfehlt. 2023 habe ich voll zurück in die Erfolgsspur gefunden mit einem Zuwachs von +55,75% und dieses Ergebnis in 2024 mit +61,0% sogar nochmals toppen können. In den letzten 10 Jahren habe ich 8 Jahre mit Renditen zwischen 22% und 61% abgeschlossen, während ich mir 2018 ein sattes Minus von -10% einhandelte und 2022 sogar -16,75%. In 2025 reicht es dann lediglich für ein kleines Plus von +7,5% und das 2026er Auftaktquartal lag sogar mit -1,5% unter Wasser.
Doch wie man der Tabelle entnehmen kann, sind selbst bei einer nur quartalsweisen Betrachtung die teilweise heftigen Schwankungen kaum zu sehen. Angefühlt hat sich das zwischendurch allerdings anders...
Und noch ein Aspekt ist bedenkenswert: der Ankereffekt, an dem ich ja selten ein gutes Haar lasse. Wie man sieht, war das 4. Quartal 2024 saustark mit einem Renditezuwachs von 25 %. Der legte die Messlatte entsprechend hoch. Nach 12 Monaten stehen also "nur" 7,5 % zubuche, aber auf Sicht von 18 Monaten sind es rund 33%. Und ein Zuwachs von +5,5% pro Quartal klingt nicht gerade danach, Trübsal blasen zu müssen... ツ
Trotz der zwischenzeitlichen Rücksetzer zeigt die grundsätzliche Entwicklung weiter in die gewünschte Richtung. Seit ich 2014 mein Vermögen in meine GmbH überführt habe, hat es um durchschnittlich 19% pro Jahr zugelegt. Die letzten 15 Monate verliefen allerdings deutlich unterdurchschnittlich...
Mein Lieblingshobby Börse macht mir immer noch viel Spaß und ich schreibe auch immer noch gerne darüber. Auch wenn ich inzwischen doch viel Arbeit in bezahlte Börsenartikel stecke und mir dabei meine Themen nicht immer so frei aussuchen kann, wie das früher der Fall war, als ich ausschließlich dieses Blog bespielt habe. Aber ich will mich nicht beschweren, sondern bin sogar dankbar, dass ich als 'ungelernter' Schreiberling eine so tolle Beschäftigung gefunden habe, die mir viel Freude bereitet - fast so viel wie das Investieren selbst. Fast...
So, geschafft. Und nun bin ich gespannt auf eure Anmerkungen und eure Kritik zu meinem Quartalsbericht.
Möge die Rendite mit euch sein! ツ
Disclaimer: Die meisten Werte befinden sich auf meiner Beobachtungsliste und/oder im Depot/Wiki.



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